Selbstbewusstsein bei den Magyaren

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Ungarn hat den ersten Platz in Österreichs Gruppe F mit einer Sensation gegen Portugal in der eigenen Hand.

Für Roland Juhasz Grund genug, ein bisschen Selbstvertrauen zu zeigen: "Wir sind nicht hierhergekommen, um Urlaub zu machen, sondern um zu zeigen, dass wir es verdient haben, dabei zu sein", so der Abwehrspieler.

Er warnt vor der Konzentration auf Cristiano Ronaldo: "Ich mag es nicht, wenn die Medien nur über einen Spieler schreiben. Wir müssen das ganze Team stoppen, nicht nur ihn."

Die Portugiesen, die nach dem 1:1 gegen Island und dem torlosen Remis gegen Österreich nur zwei Zähler auf dem Konto haben, müssen unbedingt gewinnen. "Deshalb werden sie viel Druck machen, aber wir werden bereit sein", kündigt Sturmtank Danile Böde vom ungarischen Double-Gewinner Ferencvaros Budapest an.

Die Effizienz fehlt

Trotz der kritischen Ausgangslage ist Portugals Team nach wie vor felsenfest vom Weiterkommen überzeugt. "Es ist unsere Pflicht, die Gruppenphase zu überstehen", bekräftigt Mittelfeldspieler Adrien Silva von Sporting Lissabon. "Dieses Turnier ist kein Spaziergang für uns, aber die Stimmung im Team ist immer noch intakt. Wir geben alles, spielen uns viele Chancen heraus, und deshalb glaube ich auch, dass sich die Dinge für uns noch ändern werden."


Die LAOLA1-Dreierkette diskutiert über Österreichs Aufstellung gegen Island:


Kein anderes Team hat bei dieser EM in den ersten beiden Spielen so oft den Abschluss gesucht wie Portugal. Insgesamt 50 Versuche weist die UEFA-Statistik für Ronaldo und Co. aus.

17 davon gingen direkt aufs Tor, aber bisher nur einmal durfte danach auch gejubelt werden. 17 weitere Abschlüsse verfehlten ihr Ziel, 16 wurden vom Gegner geblockt. Auch 62 Prozent Ballbesitz sind hinter Weltmeister Deutschland der bisher zweitbeste EM-Wert.

"Unser einziges Problem ist, dass der Ball nicht reingeht. Ich würde mir mehr Sorgen machen, würden wir keine Chancen kreieren", betont deshalb Ersatzmann Silva, der so wie seine Kollegen glaubt, dass sich "die Dinge nun ändern werden".

Vor allem Real-Madrid-Torjäger Ronaldo will sich für die vielen vergebenen Möglichkeiten - gegen Österreich knallte er sogar einen Elfer an die Stange - rehabilitieren.

Nicht in Schönheit sterben

"Wir haben bisher gut gespielt. Unsere Zeit wird kommen, und zwar im nächsten Spiel. Da wird uns das Glück dann hold sein und unsere Schüsse werden im Tor landen", lautet die Kampfansage von "Ronaldo-Adjutant" Nani für das Ungarn-Match, in dem mit einem vollen Erfolg sogar noch der Gruppensieg für Portugal möglich ist.

Sein Trainer Fernando Santos meint indes, dass vielleicht manchmal ein anderer Ansatz nötig sei, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

"Mitunter habe ich das Gefühl, dass wir uns schämen, wenn wir nicht schön, sondern hässlich spielen. Doch wenn wir hässlich spielen müssen, um am Ende Erfolg zu haben, dann müssen wir eben unser hässliches Gesicht auf dem Platz zeigen. Ich bin von Natur aus hässlich und habe kein Problem damit, noch hässlicher zu sein", gibt der 61-Jährige zu Protokoll.


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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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