"Wir werden alles für unseren Kapitän geben"

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Für Kroatien geht es am Freitag (18 Uhr) gegen Tschechien bereits um den Einzug ins Achtelfinale. Die Vorbereitung auf das Spiel wurde jedoch durch den Tod des Vaters von Kapitän Darijo Srna überschattet.

"Wir alle trauern, wenn jemand von uns so einen Verlust verkraften muss, weil wir eine große Familie sind", betont Verteidiger Domagoj Vida. "Wir werden alles für unseren Kapitän geben. Er ist eine große Persönlichkeit, und ich bin überzeugt, dass er am Freitag in Hochform agieren wird."

Kapitän Srna wird am Freitag definitiv wieder von Anfang an auflaufen. Das bestätigten Trainer Ante Cacic und der Verteidiger am Donnerstag bei der Pressekonferenz. "Es war der letzte Wunsch meines Vaters, dass ich wieder nach Frankreich zurückkehre, morgen spiele und mit der kroatischen Nationalmannschaft bei dieser EM so viel Erfolg haben werde wie möglich", sagt Srna.

"Schlüsselspiel" für Kroatien

Mittelfeldspieler Marcelo Brozovic sprach von einem "Schlüsselspiel" im Hinblick aufs Weiterkommen. "Wir haben die Tschechen gegen Spanien gesehen, sie sind sehr gut organisiert und ihr bester Spieler ist Tomas Rosicky. Wir müssen genauso spielen wie in unserem ersten Spiel gegen die Türkei, wenn wir das gewinnen wollen", schloss sich der Inter-Mailand-Legionär der Meinung von Vida an.

Tschechien, das beim 0:1 gegen Titelverteidiger Spanien extrem defensiv agiert hatte, werde diesmal anders auftreten, kündigte Stürmer Tomas Necid an. "Wir müssen offensiver spielen, denn wir brauchen unbedingt einen Sieg, um noch ins Achtelfinale zu kommen", erklärte der Torjäger von Bursaspor. Gleichzeitig warnte Necid vor den Schlüsselspielern der Kroaten. "Sie verfügen über Topqualität im Mittelfeld mit Luka Modric und Ivan Rakitic, die ihnen viel Power im Angriff geben. Aber wir werden bereit sein", versprach der Angreifer.

"Solche Spieler bisher nur im TV gesehen"

Sein Kapitän Rosicky, der in der abgelaufenen Saison nur 19 Pflichtspiel-Minuten für seinen Club Arsenal absolvierte, blieb gegen Spanien viel schuldig. "Ich habe das Selbstvertrauen, dass alles gut läuft", ist Rosicky aber weiter zuversichtlich. Seine Aufgabe sieht er auch darin, den vielen unerfahrenen Spielern in seinem Team zu helfen. "Sie haben noch nie gegen Spieler wie Iniesta gespielt", erklärte er. "Sie haben solche Spieler bisher nur im TV gesehen. Das ist ein großer Unterschied."

Nun muss Rosicky seine Kollegen auf die nächsten Weltklassekicker einstellen: Neben Barcelonas Mittelfeldstratege Rakitic und Real-Madrid-Taktgeber Modric, der das Siegtor gegen die Türken erzielte, geht auch von Juventus-Turin-Stürmer Mario Mandzukic extreme Gefahr aus. Die drei Topspieler der Kroaten haben alle schon die Champions League gewonnen und wollen nun auch bei der EM in Frankreich reüssieren. "Wir wollen etwas schaffen, was zuvor noch nie jemand in Kroatien erreicht hat", bekräftigte Rakitic.

 

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