Ein Eigentor auf größtmöglicher Bühne

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So geht Protest ganz bestimmt nicht! Ein Teil der kroatischen Fans hat es geschafft, beim Spiel gegen Tschechien ein eigentlich gutes Anliegen so zu kommunizieren, dass es in eine unentschuldbare Verfehlung gemündet hat.

Die Intention der Bengalo-Würfe auf das Feld ist der große Unmut gegen den kroatischen Fußballverband und Zdravko Mamic, Präsident von Dinamo Zagreb, mächtigster und wohl auch korruptester Mann in Kroatiens Fußball. Seit Jahren schon gehen die Fans aus Zagreb und Split gemeinsam gegen die Machenschaften Mamic‘ vor.

Die Mittel, die sie wählen, sind oft radikal und somit ungeeignet, um die Hintergründe mehrheitsfähig zu transportieren. Wer bei einer Führung seines Teams bei einem EM-Spiel einen Spielabbruch zu provozieren versucht und dann auch noch einen Böller auf einen Ordner wirft, wird nie Sympathien gewinnen, sondern nur Unverständnis ernten. Das haben auch einige Kroatien-Fans im eigenen Sektor so gesehen, was wiederum zu wüsten Schlägereien geführt hat.

Die Vorkommnisse sind Wasser auf die Mühlen von Mamic und Co. Die korrupten Verbandsbosse haben leichtes Spiel, ihre Kritiker als Chaoten darzustellen. De facto hat ihnen jener Teil, der am Freitag für die Eskalation im Stadion gesorgt hat, sogar das abgenommen. Eine Schande, sich auf der größtmöglichen Bühne solch ein Eigentor zu schießen.


Die Bilder von den Pyro-Würfen:


LAOLA Meins

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