"Tut mir nicht leid für Wales"

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"England's going home, it's going home, it's going", sangen die Waliser Fans während des Gruppenspiels in Pool B der EURO 2016.

Die begeisterten Anhänger ihrer Nationalmannschaft waren etwas voreilig, denn am Ende jubelten die Three Lions.

Zwar brachte Wales den ÖFB-WM-Quali-Gegner in der ersten Hälfte in Front, doch Vardy und Sturridge in der Nachspielzeit drehten das Spiel.

"Wenn ich das Spiel aus der Ferne betrachtet hätte, nicht mit England involviert gewesen wäre und sie gegen einen anderen Konkurrenten gespielt hätten, würde es mir wahrscheinlich leid für sie tun", erklärte Teamchef Roy Hodgson bei der Pressekonferenz nach dem Spiel, "aber ihr müsst entschuldigen. Es tut mir nicht leid für sie, weil ich mich für uns freue."

Hier kannst du dir die Highlights des Duells England gegen Wales noch einmal anschauen:


Die Rivalität zwischen Wales und England sorgte im Vorfeld für zahlreiche Verbal-Scharmützel zwischen Trainern, Spielern und Fans, auch während und nach dem Duell waren daher große Emotionen zu spüren.

Kein Wunder, dass die "BBC"-Experten Gary Lineker, Alan Shearer und Rio Ferdinand beim Siegtreffer durch Sturridge wenige Augenblicke vor dem Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen waren, wie man in folgendem Video sieht.

Terrys Siegestanz

Seine Freude am Sieg der ehemaligen Nationalteam-Kollegen hatte auch Chelsea-Legende John Terry.

Der 78-fache Nationalspieler weilt gerade mit seiner Frau Toni im Urlaub und feierte den Erfolg der Engländer auf ganz eigenwillige Weise.

Zu den Klängen von INOJ ("I Want To Be Your Lady Baby") zeigte Terry zunächst ein kleines Fußball-Gustostückerl, ehe er gemeinsam mit seiner Liebsten einen Siegestanz vorführte und ins Meer sprang.

England winning had JT and TT feeling like @toni26terry looking unbelievable @thomasroyall

Ein von John Terry (@johnterry.26) gepostetes Video am

Bale optimistisch

Dagegen herrschte bei Wales natürlich Trauer ob des verpassten Prestige-Erfolgs gegen den großen Bruder.

"Das Turnier ist noch nicht vorbei, wir sind immer noch voll dabei", blickte Gareth Bale umgehend nach vorne. "Wir gehen in das nächste Match (gegen Russland) sogar noch stärker."

Er sei zwar tief enttäuscht, "aber ich bin sehr stolz auf jeden Einzelnen". Die Tatsache, dass er als erst dritter Spieler in der EM-Geschichte nach Michel Platini (1984) und Thomas Hässler (1992) zwei direkte Freistöße bei einer Endrunde verwandelte, bedeutete ihm wenig, der Auftritt seines Teams umso mehr.

"Wir haben alles gegeben. Wie ich es immer betone: Wenn wir 100 Prozent raushauen und nichts zu bedauern haben, dann konnten wir eben nicht mehr tun. Wir sind natürlich traurig, tief in uns drin fühlen wir uns aber stark. Wir sind noch immer glücklich und genießen diese Erfahrung."


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