Die möglichen ÖFB-Gegner aus Topf 1

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Am Samstag wird endlich die Frage aller Fragen beantwortet: Auf wen trifft Österreich bei der EURO 2016 in Frankreich?

Bis dahin darf munter spekuliert werden. Wunsch-Gruppen, Horror-Gruppen, Traum- und Albtraum-Lose - alles liegt im Bereich des Möglichen.

Doch wie stark sind die potenziellen Gegner wirklich und wie gut passen sie zum ÖFB-Team? LAOLA1 nimmt bis zur Auslosung in Paris jeden in Frage kommenden Kontrahenten genau unter die Lupe.

Weiter geht es mit den sechs Mannschaften aus Topf 1. Unsere Checks des 3. und 4. Topfes findest du hier:

FRANKREICH

DER WEG NACH FRANKREICH

Frankreich, wir sind eh schon da! Als Gastgeber der EM musste sich Frankreich naturgemäß nicht qualifizieren, durfte aber quasi außer Konkurrenz in der Gruppe I mit Portugal, Albanien, Dänemark, Serbien und Armenien mitspielen. Die Bilanz liest sich mit 7 Siegen, 2 Remis und nur einer Niederlage recht erfreulich. Lediglich mit Albanien hatte man gar keine Freude, wie ein 1:1 zu Hause und ein 0:1 auswärts unterstreichen. Abseits dieser Partien war die Zeit seit der WM 2014 von teils hochkarätigen Freundschaftsspielen geprägt, in denen es zumindest 2015 gar keinen Grund zum Lachen gab. Gegen Brasilien (1:3), Belgien (3:4) und zuletzt England (0:2) zog man den Kürzeren. Und der einzige Sieg, das 2:0 gegen Deutschland, war aus den bekannten Gründen mehr zum Weinen als alle Niederlagen.

DER TEAMCHEF

Didier Deschamps übernahm die Equipe Tricolore im Sommer 2012, bereitet sie also schon auf das zweite Turnier vor. Er hat den notwendigen Generationswechsel vollzogen und schon bei der WM 2014 angedeutet, dass Frankreich wieder am aufsteigenden Ast ist. In Brasilien musste sich die Grande Nation erst im Viertelfinale dem späteren Weltmeister Deutschland mit 0:1 geschlagen geben. Als Spieler 1998 Weltmeister, verfügt der 47-Jährige inzwischen auch als Trainer über nachhaltige Erfahrung. Erstmals aufhorchen ließ er, als er den AS Monaco im Rahmen seiner ersten Trainerstation 2004 ins CL-Finale führte. Juventus geleitete er nach dem Zwangsabstieg zurück in die Serie A, mit Olympique Marseille wurde er 2010 Meister.

Paul Pogba

DIE STARS

Es ist eine interessante, neue Generation, die in der Equipe Tricolore den Takt angibt. Allen voran gilt dies für Juventus-Mittelfeldmann Paul Pogba, der mit seinen 22 Jahren am besten Weg zu einem der führenden Kicker im Weltfußball ist. Auch Antoine Griezmann und Raphael Varane haben sich längst zu Säulen der Deschamps-Elf gemausert. Mit Anthony Martial und Kingsley Coman verdienten sich zwei Jungstars ihre ersten Sporen. Ganz ohne routinierte Kräfte geht es jedoch nicht. Tormann und Kapitän Hugo Lloris blickt inzwischen auf die Erfahrung von 69 Länderspielen zurück. Mit Akteuren wie Patrice Evra, Bacary Sagna, Blaise Matuidi oder Morgan Schneiderlin haben auch schon andere Kadermitglieder auf der Fußball-Bühne einige Aufführungen auf hohem Niveau hinter sich. An vorderster Front ist die Routine von Olivier Giroud gefragt, so lange Karim Benzema von Problemen abseits des Platzes abgelenkt ist – die schlagzeilenträchtige Sexvideo-Affäre rund um seinen Teamkollegen Mathieu Valbuena hat zur vorläufigen Suspendierung des Real-Stars geführt.

EIN WUNSCH-GEGNER?

Der Gastgeber ist selten ein dankbares Los - vor allem wenn es sich um eine Großmacht im Fußball handelt, die nach einer Durststrecke zumindest sportlich wieder den richtigen Weg eingeschlagen hat. Mit den Großkalibern mag dieser Kader vielleicht noch nicht mithalten, mit der Unterstützung des Publikums kann jedoch einiges gehen. Bei wenigen Nationalteams mischten sich in den vergangenen Jahren indes so viele Schlagzeilen abseits des Platzes ins Geschehen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass das große Ziel eines Heimtriumphs diesen Kader im Juni/Juli 2016 zusammenschweißen wird. Turnier-Fußball vor eigenem Publikum hat ja schon 1998 nicht so schlecht funktioniert.

EWIGE ÖFB-BILANZ GEGEN FRANKREICH

(aus österreichischer Sicht)

Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
23 9 2 12 40:39

SPANIEN

DER WEG NACH FRANKREICH

Abgesehen vom Ausrutscher in der Slowakei (1:2) war die EM-Quali für „La Roja“ eine runde Sache. Neun Siege aus zehn Spielen haben die Spanier geholt – die letzten acht ohne auch nur ein Gegentor zu kassieren. Das Torverhältnis von 23:3 bestätigt die Überlegenheit von Andres Iniesta und Co. Nach Frankreich kommen die Iberer als Titelverteidiger – zwei Mal in Folge konnte Spanien zuletzt die Europameisterschaft gewinnen, seit 1992 wurde kein Großereignis mehr verpasst. 2016 gilt es, die Schmach vom Vorrunden-Aus bei der WM 2014 wieder wettzumachen und unter Beweis zu stellen, dass das nur ein Ausrutscher und nicht das Ende einer Ära war.

DER TEAMCHEF

Im Sommer 2014 hätte keiner mehr Wetten angenommen, dass Vicente del Bosque zum Jahreswechsel 2015/16 noch spanischer Teamchef ist. Doch der 64-Jährige hat das Debakel bei der WM in Brasilien unbeschadet überstanden und genießt auch weiterhin das Vertrauen des spanischen Verbands. Die Spieler- und Trainer-Legende von Real Madrid hat durch den WM-Titel 2010 und den EM-Triumph 2012 viel Kredit in ihrer Heimat und ist mittlerweile bei über 100 Länderspielen auf der Betreuerbank von „La Roja“ gesessen. Es ist wahrscheinlich, dass del Bosque nach der EURO 2016 seinen Hut nimmt, wie er das auch schon mehrmals angekündigt hat.

Andres Iniesta

DIE STARS

Die alte Garde wurde mit der Zeit abgelöst. Andres Iniesta, der mit 164 Länderspielen Rekord-Internationale Iker Casillas, David Silva, Sergio Ramos, Cesc Fabregas und Raul Albiol sind die einzigen Spieler mit einem WM- und zwei EM-Titeln, die in der Quali im Einsatz waren. Der Rest der Truppe kann sich ebenfalls sehen lassen. Da wären etwa mit Sergio Busquets einer der weltweit überragenden defensiven Mittelfeldspieler, sein Barca-Kollege Gerard Pique und Chelsea-Stürmer Diego Costa, der im spanischen Team aber noch nicht so richtig angekommen ist. Die Jüngeren: Koke, Paco Alcacer, Isco, Marc Bartra und Alvaro Morata sind Versprechen für eine goldene Zukunft. Kurzum, die gesamte Mannschaft besteht nur aus Stars.

EIN WUNSCH-GEGNER?

Ganz und gar nicht! Gemeinsam mit Deutschland gehört Spanien zweifellos zum Nonplusultra des Weltfußballs, daran hat auch das schwache Auftreten in Brasilien nichts geändert. Die mit Barca- und Real-Stammspielern gespickte Truppe ist eine der unangenehmsten Aufgaben, die das ÖFB-Team nur kriegen kann.

EWIGE ÖFB-BILANZ GEGEN SPANIEN

Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
16 4 3 9 22:43

DEUTSCHLAND

DER WEG NACH FRANKREICH

Deutschland hat schon souveränere Qualifikationen gespielt. Richtig in Gefahr war die Reise des Weltmeisters ins Nachbarland jedoch nicht. Sieben Siege, ein Remis und zwei Niederlagen standen am Ende zu Buche. Vor allem der Herbst 2014, also die Phase unmittelbar nach dem Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft in Brasilien, gestaltete sich schwierig. Eine Niederlage in Polen und ein Remis gegen Irland gerieten zu Euphoriebremsen. Die Iren ärgerten die DFB-Elf auch im Oktober 2015 mit einem 1:0-Sieg. In den restlichen Spielen gab es Siege, wenngleich nicht immer weltmeisterliche.

DER TEAMCHEF

Joachim Löw muss man auch hierzulande vermutlich nicht groß vorstellen. Mit dem FC Tirol wurde er 2002 österreichischer Meister, ehe er bei Austria Wien an Frank Stronach scheiterte. Letztlich ein Glücksfall für den 55-Jährigen, da ihn Jürgen Klinsmann in der Folge 2004 als seinen Co-Trainer in der deutschen Nationalmannschaft installierte. Löw überzeugte als Meister-Taktiker an der Seite des Motivators und beerbte diesen nach der Heim-EM 2006. Nach drei guten aber letztlich unvollendeten Turnieren (u.a. Vize-Europameister 2008) folgte 2014 in Brasilien mit dem Weltmeistertitel die Krönung.

Manuel Neuer

DIE STARS

Trotz der Rücktritte jahrelanger Aushängeschilder wie Philipp Lahm, Miroslav Klose oder Per Mertesacker verfügt Deutschland nach wie vor über ein derart tiefes Reservoir an Ausnahmekönnern wie kaum eine andere Nation. Manuel Neuer ist der beste Torhüter der Welt, Bayern-Star Thomas Müller der Knipser vom Dienst (neun Tore in neun Quali-Einsätzen), aber auch andere bereits längergediente Größen wie Toni Kroos, Mesut Özil, Jerome Boateng oder Mats Hummels stehen für Qualität. Wenn fit, ist der unverwüstliche Bastian Schweisteiger mit seiner Erfahrung von 114 Länderspielen immer noch ein wichtiger Antreiber.

EIN WUNSCH-GEGNER?

Jein. Kein Gegner polarisiert in Österreich mehr, weswegen der Reiz, den großen Nachbarn zu ärgern, fraglos ein gewaltiger ist. Rein objektiv muss die Antwort jedoch Nein lauten. Deutschland zählt zu den großen Turnier-Favoriten, wäre also rein sportlich eines der unangenehmsten Lose. ÖFB und DFB trafen sich seit 2008 zu diversen Kräftemessen, jeweils mit dem besseren Ende für Deutschland. Österreichs Spieler bissen sich bei der Frage nach Wunschgegnern konsequent auf die Zunge – lediglich der Hinweis, dass es nicht die Gruppe des Weltmeisters sein muss, war das eine oder andere Mal zu hören.

EWIGE ÖFB-BILANZ GEGEN DEUTSCHLAND

Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
39 8 6 25 55:89

ENGLAND

DER WEG NACH FRANKREICH

Das kann man kurz machen. Zehn Spiele, zehn Siege, 31:3 Tore. Die "Three Lions" blieben makellos und wiesen somit als einziges Team eine bessere Qualifikations-Bilanz als Österreich auf. Abseits der zweitplatzierten Schweiz kann man jedoch über den Schwierigkeitsgrad einer Gruppe mit Slowenien, Estland, Litauen und San Marino diskutieren.

DER TEAMCHEF

68 Jahre ist Roy Hodgson inzwischen alt, kaum eine Karriere eines aktiven Trainers ist reicher an Erfahrungen. Neben englischen Spitzenteams wie dem FC Liverpool betreute der Wandervogel auch zahlreiche Vereine in diversen Ländern. An Nationalteam-Erfahrung mangelt es auch nicht. In der Schweiz war er in den 90ern Teamchef von Marcel Koller, später übte er auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Finnland den Job des ranghöchsten Trainers des Landes auch, einst wäre er auch beinahe in Österreich zum Zug gekommen. Die Auswahl seines Heimatlandes betreut er seit 2012. Dass Hodgson nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2014 nicht seinen Hut nehmen musste, überraschte etwas. Mit der perfekten Qualifikation betrieb er jedoch eine erste Wiedergutmachung.

Wayne Rooney

DIE STARS

Das eine oder andere Turnier hat Wayne Rooney bereits auf dem Buckel. Viele Gelegenheiten wird der Kapitän der "Three Lions" nicht mehr haben, einen Titel auf Nationalteam-Ebene abzustauben. Mit sieben Qualifikations-Treffern bewies er jedoch, dass er immer noch das Um und Auf dieser Mannschaft ist. Ansonsten ist die Zeit der Gerrards und Lampards längst abgelaufen, neue Protagonisten wie Raheem Sterling oder Harry Kane drängen an die Macht. Dazu gesellen sich verdiente Premier-League-Akteure wie Danny Welbeck, der vor seiner Knieverletzung in fünf Quali-Spielen sechs Mal traf, Gary Cahill, Adam Lallana oder Goalie Joe Hart, der die Fahnen einer in die Krise geratenen Torhüter-Nation hochhält.

EIN WUNSCH-GEGNER?

Warum nicht? Ja, die Qualifikations-Statistik ist eine beeindruckende und wie alle potenziellen Gegner aus Topf 1 verfügt England über Akteure von Superstar-Kaliber. Dazu gesellen sich einige interessante, junge Akteure. Über die Tiefe des Aufgebots lässt sich jedoch im Vergleich mit anderen Großmächten streiten. Dass das Mutterland des Fußballs zu erwischen ist, zeigte sich schon bei der WM. Wie sehr sich die Elf seither weiterentwickelt hat, muss sie erst bei der EURO beweisen.

EWIGE ÖFB-BILANZ GEGEN ENGLAND

Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
18 4 4 10 27:58

PORTUGAL

DER WEG NACH FRANKREICH

Sieben Siege aus acht Spielen, sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Albanien – auf den ersten Blick war es eine sehr souveräne Qualifikation, die die Portugiesen hingelegt haben. Der zweite Blick offenbart aber die Schwächen der „Selecao“ – keine einzige Partie wurde mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen und mit elf Treffern in acht Partien haben Cristiano Ronaldo und Co. auch nicht unbedingt ein Offensivfeuerwerk abgebrannt. Was am Ende bleibt, ist die fünfte EM-Teilnahme in Folge und die siebente insgesamt. Überhaupt sind die Iberer mittlerweile Stammgast bei Endrunden, seit Frankreich 1998 waren sie immer mit von der Partie.

DER TEAMCHEF

Nachdem der Quali-Start mit dem 0:1 daheim gegen Albanien in die Hose gegangen ist, wurde Paulo Bento als Teamchef abgelöst und durch Fernando Santos ersetzt. Es ist das zweite Mal, dass der 61-Jährige eine Nationalmannschaft betreut – von 2010 bis 2014 war er Trainer der Griechen, die er bei der EURO 2012 ins Viertel- und bei der WM 2014 ins Achtelfinale führte. Der Mann aus Lissabon, der auf eine wenig glorreiche und vor allem sehr kurze Zeit als Aktiver, er hat mit 21 Jahren aufgehört, zurückblickt, wurde davor mit Porto einmal Meister und zwei Mal Cup-Sieger. In Griechenland trainierte er zwei Mal AEK Athen und je einmal Panathinaikos sowie PAOK – obwohl er lediglich einen Cup-Titel holte, wurde er vier Mal zum Trainer des Jahres gewählt.

Cristiano Ronaldo

DIE STARS

Wem hier nicht zuallererst Cristiano Ronaldo einfällt, der hat in den vergangenen Jahren am Mond gelebt. Der dreifache Weltfußballer ist ein National-Heiligtum und wird spätestens während der EURO 2016 auch portugiesischer Rekord-Internationaler – aktuell fehlen ihm noch vier Länderspiele auf Luis Figo, der 127 Mal für die „Selecao“ aufgelaufen ist. Mit fünf Toren in sechs Spielen war der 29-Jährige, der zum vierten Mal bei einer EM dabei sein wird, natürlich bester Quali-Torschütze seines Landes. Neben CR7 verblassen freilich die Namen seiner Teamkollegen, wenngleich sie mit Pepe, Nani, Joao Moutinho, Ricardo Carvalho und Fabio Coentrao durchaus klingende sind.

EIN WUNSCH-GEGNER?

Angesichts der anderen Möglichkeiten in Topf 1 ist Portugal sicher ein Wunschgegner. Cristiano Ronaldo kann zwar jede Mannschaft im Alleingang zerlegen, tut das im Nationalteam für gewöhnlich aber eher selten. Von der Dichte des Kaders her können die Portugiesen gewiss nicht mit Hochkarätern wie Deutschland und Spanien mithalten.

EWIGE ÖFB-BILANZ GEGEN PORTUGAL

Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
10 3 5 2 19:11

BELGIEN

DER WEG NACH FRANKREICH

Der Start war holprig, das Ende umso souveräner. Die Nummer eins der FIFA-Weltrangliste hat sich wenig überraschend als Gruppensieger für die EM im Nachbarland qualifiziert. Vor allem im Kalenderjahr 2015 spielte man seine zahlreichen Trümpfe gekonnt aus. In sieben Partien wurden sechs Siege eingefahren, nur in Wales setzte es eine 0:1-Pleite – letztlich die einzige Niederlage in dieser Kampagne. Damit machte man auch den wenig idealen Auftakt in die Qualifikation wett, als man nach einem 6:0 gegen Andorra in Bosnien-Herzegowina und zu Hause gegen Wales nicht über jeweils ein Unentschieden hinausgekommen war. Durchaus beeindruckend gestaltete sich auch das Torverhältnis von 24:5. Dies symbolisiert, dass man sowohl offensiv als auch defensiv bestens aufgestellt ist.

DER TEAMCHEF

"Wilmots verkauft dir einen schwarzen Tisch als weißen", lobte der frühere Sturm-Legionär und nunmehrige Teammanager von Schalke, Jan-Pieter Martens, vor der WM 2014 Marc Wilmots im LAOLA1-Interview. An Motivationskünsten mangelt es dem "Kampfschwein", wie er in Schalker Eurofighter-Tagen in den 90ern genannt wurde, definitiv nicht. Seit 2009 ist der 46-Jährige inzwischen Teil des Betreuerstabs, erst als Co-Trainer, dann als Interimsteamchef, schließlich als hauptverantwortlicher Trainer. Wilmots kennt die Protagonisten dieser goldenen belgischen Generation also bereits seit Jahren, entwickelte sie weiter und führt sie mit einer Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Kevin de Bruyne

DIE STARS

Bei einem Blick auf die belgische Kaderliste wird wohl auch die eine oder andere größere Fußball-Nation vor Neid erblassen. Die "Roten Teufel" waren jahrelang weg vom internationalen Fenster, haben aber ebenso wie Österreich eine Heim-EURO genutzt (jene gemeinsam mit den Niederlanden 2000), um die Nachwuchsarbeit auf neue Beine zu stellen. Die Ernte ist eine bemerkenswerte. Noch dazu befindet sich die Mannschaft größtenteils im besten Fußballalter. Die beiden Superstars unter den Stars sind Kevin De Bruyne von Manchester City und Eden Hazard von Chelsea – die beiden 24-Jährigen waren mit jeweils fünf Treffern auch die beiden Quali-Torschützen. Defensiv sind Kapitän Vincent Kompany beziehungsweise die beiden Kevin-Wimmer-Konkurrenten bei Tottenham, Jan Vertonghen und Toby Alderweireld, gesetzt. Sofern nicht gerade dauerverletzt, ist natürlich auch Barcelona-Legionär Thomas Vermaelen immer noch eine gute Option. Goalie Thibaut Courtois gehört, sofern fit, bereits im Alter von 23 Jahren zu den Besten seiner Zunft. Zudem stehen weitere Könner wie Romelu Lukaku, Marouane Fellaini, Radja Nainggolan oder Christian Benteke zur Verfügung, um nur einige zu nennen.

EIN WUNSCH-GEGNER?

Ob man die Nummer eins der Weltrangliste als Wunsch-Gegner bezeichnen kann? Eher nicht. Diese Platzierung erreicht man nicht umsonst. Spannend wäre das Kräftemessen zweier von den Rahmenbedingungen vergleichbarer Fußball-Nationen aber allemal. Belgien ist in der Entwicklung jedoch das eine oder andere Jahr vorne und verfügt über die größere Dichte an Stars. Weiteres Plus: Durch die Teilnahme an der WM 2014 weisen die „Roten Teufel“ zumindest etwas mehr Turniererfahrung auf.

EWIGE ÖFB-BILANZ GEGEN BELGIEN

Spiele Siege Remis Niederlagen Tore
14 9 3 2 41:18

Dein Wunschgegner aus Topf 1?


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