St. Pölten feiert - Schinkels denkt an Abschied

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Am Saisonbeginn war die Rede vom LASK und dem FC Wacker. Am Ende jubelt St. Pölten.

Nach dem 3:0 in Wr. Neustadt steht der SKN nicht nur als Meister fest, sondern stellt auch einen Liga-Rekord ein.

Mit 77 Zählern hat man die Punkte-Bestmarke von Ried 2005 eingestellt - bei noch einem offenen Spiel.

Jetzt können sich alle in St. Pölten auf die Bundesliga freuen. Alle?

Mitten im Freudentaumel sorgt Frenkie Schinkels für Verwunderung. "Ich überlege zurückzutreten", sagt der Sportdirektor bei "Sky".

"Habe auch noch andere Jobs"

Schinkels sieht seine Mission beim SKN als erfüllt.

"Es ist eine unheimliche Genugtuung für mich. Ich habe auch noch andere Jobs und muss mich erst erfangen", spielt er auf seine Tätigkeit als Kolumnist und TV-Experte an.

"Jetzt Sportdirektor in der Bundesliga zu sein, da muss ich erst schauen, ob ich das machen möchte."

Auch wenn sein Herz für eine Fortsetzung seiner Arbeit sprechen würde, wirkt Schinkels ob seiner Zukunft sehr nachdenklich.

Währenddessen kannte der Jubel bei den Spielern keine Grenzen. "Mit dieser Ausbeute haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt", ist sich Lukas Thürauer sicher.

Nach seiner Rückkehr von der Admira hat der Titel für den Mittelfeldspieler besonderen Wert.

Thürauers Karriere-Ziel

"Es ist immer ein Karriere-Ziel gewesen, mit dem SKN in die Bundesliga aufzusteigen. Ich habe die Erfahrung machen dürfen, mit der Admira drei Jahre in der Bundesliga zu spielen. Es ist mir auch schwer gefallen, von der Admira wegzugehen. Aber es hat sich ausgezahlt."

Dabei war man nicht von Anfang an vorne dabei. Nach acht Runden lag man gar nur auf Platz sieben - acht Punkte hinter den Innsbruckern. Danach folgte der stetige Aufstieg in der Tabelle.

"Wenn man denkt, wie wir im August gespielt haben, da waren wir nicht gut. Aber wir haben immer Selbstvertrauen gehabt", meint Torjäger Daniel Segovia, der nach seinem 19. Saisontreffer in der letzten Runde Wacker-Stürmer Thomas Pichlmann (20) als Torschützen-König noch abfangen kann.

Der SKN St. Pölten feiert den Meistertitel. Hier die besten Pics:

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"Es ist einfach Wahnsinn. Ich hoffe, dass alles gut ist, dass alle gesund bleiben, dass wir in der Bundesliga bleiben und ein gutes Jahr haben. Jetzt müssen wir diesen Moment genießen."

Vom Siegeslauf überrascht

Das gilt im Besonderen für Trainer Karl Daxbacher. Beim LASK wurde er in der Vorsaison entlassen, jetzt überflügelte er seinen Ex-Klub im Aufstiegsrennen souverän.

"Ich habe schon einige Titel gemacht, aber das war der schwierigste und wertvollste für mich", jubelt der 63-Jährige im "Sky"-Interview.

Die sensationelle Punkteausbeute sowie der Rekord von 42 Zählern in der Fremde überrascht den Coach. "Ich hätte ihnen viele Siege zugetraut, aber so viele - das war schon schwer."

Bundesliga-Planung beginnt

Trotz des Jubeltaumels verliert Daxbacher nicht den Fokus auf die Planung für die Zukunft. Am Montag beginnt die Vorbereitung für den Angriff im Oberhaus: "Wir werden uns zusammensetzen und konkreter werden, welche Positionen wir verstärken wollen."

Das Ziel ist klar: "Wir wollen nicht nur gegen den Abstieg spielen sondern weiter nach vorne kommen."

Und wie feiert der Meistermacher des SKN? "Ich werde zu fortgeschrittener Stunde schon ein paar Lieder einbringen."

TV-Kamera soll aber keine dabei sein.

"Besser nicht, weil das ist nicht immer jugendfrei."

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