Schinkels: "Wir holen gute Spieler"

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Nach dem 3:2 gegen den LASK im Erste-Liga-Schlager fehlt St. Pölten nur noch ein Punkt in zwei Spielen zum Bundesliga-Aufstieg.

"Das lassen wir uns nicht mehr nehmen", sagt der sportliche Leiter, Frenkie Schinkels, und verrät seine Transferpläne für die Bundesliga. „Wir holen gute Spieler, es ist logisch, dass wir wen holen müssen. Aber die Jungs, die das jetzt geleistet haben, haben Priorität.“

Ziele? "Wir wollen nicht absteigen und uns dann etablieren. Ich habe Vorbilder: Ried, Altach, WAC."

Schinkels on fire

Während andere sich das Wort Aufstieg noch nicht so recht in den Mund nehmen trauten, sprach Schinkels wie gewohnt frei von der Leber weg.

„Das geben wir nicht mehr her. Ein riesiges Lob an die Mannschaft und das Trainer-Team. Das war heute nicht ohne, denn der Druck war da. Ich bin stolz und es klingt kitschig, aber man muss Träume haben und den haben wir uns verwirklicht.“

Die Rolle des 53-Jährigen beim SKN wird auch im Umfeld kritisch gesehen. Er sei eben auch da, so der Tenor.

Zumindest am Freitag zeigte der frühere Spieler und Trainer in St. Pölten Präsenz hinter der SKN-Bank, stand immer wieder auf und schrie auch aufs Feld.

„Ich bin emotional, habe eine große Papp'n, aber da ist auch etwas dahinter. Ich weiß, der eine oder andere wird sagen: Der Trottel steht auf und schreit. Aber ich bin lieber so wie ich bin", so Schinkels, der über die Partie sagt: "Wir haben seit der Winterpause auf dieses Spiel konzentriert hingearbeitet."


Die Highlights des rassigen Titel-Showdowns:


Trost für den LASK

Mentalität habe an diesem Abend in der ausverkauften NV-Arena Qualität besiegt.

„In zehn Spielen ist der LASK sieben Mal die bessere Mannschaft mit den besseren Einzelspielern. Aber heute haben wir sie mit Aggressivität und Spielglück, das wir uns erarbeitet haben, in die Knie gezwungen. Doch sie waren immer gefährlich. Ich tue mir jetzt natürlich leicht, aber es ist schade, dass so eine Mannschaft mit solchen Fans in der Ersten Liga bleiben muss."

Ich tue mir jetzt natürlich leicht, aber es ist schade, dass so eine Mannschaft wie der LASK mit solchen Fans in der Ersten Liga bleiben muss.

Für St. Pölten geht es dafür wohl endlich ins Oberhaus. Als Schinkels im Oktober 2014 sein Amt antrat, sah es noch nicht danach aus. Da waren die Niederösterreicher nach 13 Spieltagen in der Saison 2014/15 Siebenter, Neo-Trainer Herbert Gager musste früh in der Saison gehen. Gemeinsam mit Schinkels kam Trainer Michael Steiner, der wiederum nach 13 Partien abgelöst wurde.

"Nentwich/Fallmann haben hervorragende Arbeit geleistet. Ich wusste auch, dass wir etwas ändern müssen: etwa Spieler zu holen, die den Druck aushalten, wie Dober, Mader, Thürauer. Hartl und Wisio waren schon da. Wenn du Meister werden willst, spielt sich das in einem anderen Kino ab. Wir haben auch jüngere Spieler wie Dieng geholt. Den habe ich zwei Monate beobachtet und ihn sowie seine Berater überzeugen können. Andere wie Stec, Schagerl, Ambichl haben auch hervorragend gearbeitet."

Sein Scouting ist wieder aktiv

Dass es so schnell mit dem Aufstieg klappen wird, freut Schinkels: „So sparen wir uns ein Jahr in der Ersten Liga mit weniger Zuschauer und Geld zur Verfügung. Ich freue mich für die Fans und hoffe, dass mit dem Aufstieg nun noch mehr kommen.“



Denen will der TV-Analytiker auch etwas bieten: "Wir wollen schon Rapid, Austria, Sturm vor einem vollen Haus in die Knie zwingen."

Dafür will der sportliche Leiter Spieler halten (aktuell haben nur acht Vertrag über Saisonende hinaus) und eben welche holen: „Unser Landeshauptmann hat das Stadion ermöglicht. Nur, das schießt keine Tore." Und wer soll kommen? „Ich habe ein paar Namen auf der Liste, kann aber noch nicht so viel sagen. Am liebsten möchte ich den Zwillingsbruder von Dieng holen, aber der hat keinen.“

 

Das Scouting, das ich damals bei der Austria gestartet habe, ist wieder aktiv. Wir bauen auf jüngere Spieler, für die wir Sprungbrett zu Salzburg, Rapid oder ins Ausland sind. Mit der Bundesliga haben wir natürlich mehr Möglichkeiten.

Folgendes scheint der Austro-Niederländer dann aber ernst zu meinen: „Das Scouting, das ich damals bei der Austria gestartet habe, ist wieder aktiv. Wir bauen auf jüngere Spieler, für die wir das Sprungbrett zu Salzburg, Rapid oder ins Ausland sein können. Mit der Bundesliga haben wir dann natürlich mehr Möglichkeiten. Da bin ich auf der Suche, das ist logisch.“

Am Ende weiß aber auch Schinkels, dass es für den Aufstieg eben doch noch einen Zähler benötigt. „Jetzt haben wir das Haar von Landeshauptmann Pröll zwar schon einmal durcheinandergewirbelt, aber einen Punkt brauchen wir noch.“

 

Bernhard Kastler

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