Handtor bringt LASK auf Siegkurs

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Der LASK gewinnt in der 2. Runde der Ersten Liga das Derby gegen Blau-Weiß Linz 2:1.

Der Favorit dominiert in Pasching, sorgt mit dem Führungstor (45+2) aber für Aufregung: Luckeneder köpfelt sich selbst an die Hand und von dort geht der Ball ins Tor. Krennmayr (51.) vergibt den Ausgleich per Elfer, ehe Luckeneder (57.) erneut per Kopf zur Stelle ist.

Der Anschlusstreffer von LASK-Leihgabe Pellegrini (84.) fällt zu spät.

Mit dem ersten Saisondreier hält LASK bei vier Punkten, BW Linz ist punktelos.

LASK Linz
FC Blau-Weiss Linz
2:1 (1:0)

Ausschreitungen vor dem Anpfiff

Die Gemüter im mit 6.290 ausverkauften Paschinger Stadion waren bereits beim Aufwärmen aufgeheizt: BW-Anhänger waren laut Polizei-Auskunft in den Fansektor des LASK eingedrungen.

Fliegende Gegenstände - darunter auch Sitze - waren die Folge. Verletzt soll sich dabei niemand haben. Die Exekutive musste sich zwischen den jeweils angrenzenden Fansektoren postieren.

Die hitzige Stimmung auf den Rängen beruhigte sich jedoch alsdann und wurde von der nicht minder emotionalen Performance der Akteure auf dem Rasen abgelöst.

Gäste nur zu Beginn giftig

Der Außenseiter in Blau-Weiß startete engagierter, doch der LASK übernahm relativ rasch das Kommando. Die Elf von Trainer Oliver Glasner belauerte den gegnerischen Strafraum regelrecht und hatte phasenweise 75 Prozent Ballbesitz.

Doch richtig gefährlich wurde es erst ungewollt, als sich ein Flankenversuch von Rajko Rep an die Latte senkte (19.).

Der Stadt-Vergleich blieb intensiv, doch hochkarätige Möglichkeiten sahen die Zuschauer kaum. Auch Rene Renner vermochte LASK-Goalie Pavao Pervan mit einem schlitzohrigen Schuss aus spitzem Winkel nicht zu überlisten (34.).

VIDEO: Die Highlights des Linzer Derbys!

Hand-Tor vor dem Pausenpfiff

Praktisch mit dem Pausenpfiff jubelten die Schwarz-Weißen: Luckeneder köpfelte sich nach Peter Michorls Freistoßflanke den Ball an den eigenen Arm, von dem die Kugel ins Tor sprang. Das Tor zählte.

Die Reklamationen des Aufsteigers folgten prompt: Der aufgebrachte BW-Goalie Hidajet Hankic bestürmte den Schiedsrichter-Assistenten.

Schiedsricher Markus Hameter musste auf dem langen Weg in die Kabine die lautstarke Kritik von Trainer Wilhelm Wahlmüller über sich ergehen lassen.

Mieserabler Elfer kein Problem für Pervan

Nach dem Seitenwechsel jubelte Trainer Wahlmüller, zeigte Hameter doch auf den Elfmeterpunkt. Doch Florian Krennmayr scheiterte mit seinem schwach geschossenen Elfmeter an LASK-Goalie Pervan (51.).

Dogan Erdogan hatte zuvor Darijo Pecirep im Strafraum zu ungestüm attackiert. Im Gegensatz dazu nützte der LASK seine Chancen eiskalt: Luckeneder setzte sich im Luftkampf gegen Thomas Jackel durch und köpfelte wuchtig zum 2:0 ein (58.).

Mit dem Mut zur Verzweiflung kamen die Gäste noch zu Topgelegenheiten.

LASK-Leihgabe macht es noch einmal spannend

Thomas Goiginger scheiterte mit seinem Schuss an Pervan und der Latte und Renners Nachschuss blockte Luckeneder (61.). In der 83. Minute machte LASK-Leihgabe Tobias Pellegrini mit einem verwerteten Abpraller die Partie noch einmal spannend.

Der Ausgleich gelang dem Außenseiter aber nicht mehr. Zum überhaupt ersten Mal fand das Derby im Paschinger Waldstadion statt.

Der LASK hatte nach langen Diskussionen mit der Stadt Linz als Vermieter der Linzer Gugl den Rücken gekehrt und könnte nun sogar die kommenden sechs Jahre in Pasching spielen.

Der ehemalige Sport-Vorstand Jürgen Werner schloss im Halbzeit-Interview gegenüber "Sky" bereits eine baldige Rückkehr aus.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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