Hörtnagl verteidigt Wacker-Fans nach Pyro-Aktion

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Wacker-Sportdirektor Alfred Hörtnagl stellt sich nach der 1:2-Derby-Pleite gegen Wattens vor die Innsbrucker Fans, die beinahe für einen Spielabbruch sorgten.

"Es ist ganz normal, dass die Fans enttäuscht sind und diese Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Am Ende waren die Fans diszipliniert, sie hätten leicht auf das Spielfeld rennen können. Ich habe volles Verständnis, dass die Fans sauer reagieren", sagt Hörtnagel gegenüber "Sky Sport Austria".

Keine Konsequenzen für Wacker-Fans

Konsequenzen nach den Randalen müssen die Wacker-Anhänger nicht befürchten. "Über die Fans lasse ich überhaupt nichts kommen, sie stehen wenigstens da und unterstützen die Mannschaft", erklärt der Sportdirektor.

Nach einer Stunde musste Schiedsrichter Christopher Jäger die Partie am Freitagabend für rund fünf Minuten unterbrechen, weil aus dem Sektor der Innsbruck-Anhänger pyrotechnische Gegenstände auf das Feld geworfen worden waren. Nach der ungewollten Unterbrechung dauerte es weitere zehn Minuten, bis das Spiel wieder Fahrt aufnahm.

Acht Verletzte

Bei schweren Ausschreitungen nach dem Spiel sind hingegen acht Personen verletzt worden, darunter vier Polizisten und ein Security-Mitarbeiter. Nach Spielende stürmten etwa 20 voll vermummte Anhänger von Wacker Innsbruck die Kabine ihres Teams, 60 Personen verschafften sich Zutritt zum Trainingsplatz.

Beim Sturm der Kabine kam es laut Exekutive zu "tumultartigen Auseinandersetzungen" mit den Polizeikräften, die Pfefferspray einsetzten. Die Situation sei aber rasch unter Kontrolle gebracht worden. Einige der auf den nördlich des Stadions gelegenen Trainingsplatz eingedrungenen Personen waren mit langen Holzstangen bewaffnet und ebenfalls vermummt. Sie konnten von der Polizei auf die Straße zurückgedrängt werden.

Noch im Stadion wurden sechs Personen festgenommen, teilte die Polizei mit. Drei Personen wurden wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt, neun weitere erhielten Anzeigen aufgrund verschiedener Verwaltungsdelikte. Sechs Personen wurden leicht verletzt, bei zwei Polizisten stand der Verletzungsgrad zunächst nicht fest.

Wacker entschuldigt sich

Am Samstagvormittag folgt dann eine offizielle Stellungnahme von Wacker Innsbruck. Darin stellt der Klub "bedingungslos fest, dass wir jegliche Art von Aggression verurteilen. Damit löst man keine Probleme. Wir sind in engem Austausch mit den Behörden und werden diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen. Der FC Wacker Innsbruck steht aus tiefer Überzeugung zu seiner Verantwortung gegenüber der Jugend und toleriert dieses Vorgehen einiger offensichtlich unbelehrbarer Fans in keinster Weise".

Ebenso entschuldigen sich die Innsbrucker bei "Wattens mit Präsidentin Diana Langes und dem Vorstandsteam sowie bei den Anhängern beider Mannschaften".

Die unschönen Szenen des Derbys siehst du hier im VIDEO (ab 3:25):


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