Erste Liga: "Heute für Morgen" war gestern

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Die nächste Saison bringt große Änderungen für die Erste Liga mit sich.

Wie im Dezember bei der Bundesliga-Hauptversammlung beschlossen, wird der „Österreicher Topf“ der zweiten Spielklasse jenem der Bundesliga angepasst.

Damit dürfen die Vereine, die am TV-Geld mitverdienen wollen, in Zukunft sechs statt drei Legionäre einsetzen. Das sind doppelt so viele wie bisher.

Zudem fällt die Jugendregelung, wonach mindestens vier U22-Spieler im Kader und einer davon in der Startelf stehen muss, weg.

„Schwierig, an junge Österreicher zu kommen“

„Viele Jugendspieler gehen schon früh ins Ausland, andere spielen gleich in der Bundesliga. Für unsere Klubs ist es schwierig, an junge Österreicher zu kommen“, begründet Erste-Liga-Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Fuchs.

Der Kapfenberg-Präsident weiter: „Deswegen sollten wir die Chance bekommen, sechs gute Ausländer verpflichten zu können.“

So begründen die Verantwortlichen ihre Entscheidung. Die Statements im Wortlaut:

 

Auch Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer weist auf die veränderten Gegebenheiten hin: „Der Markt an jungen Spielern ist nicht überbordend groß, darauf hat man reagieren müssen.“

Heute für Morgen?

Tatsächlich waren die Startaufstellungen der Ersten Liga letzte Saison durchschnittlich sogar älter als jene der Bundesliga.

Wenn sich die Realität also nicht den vorgegeben Regeln anpassen will, müssen eben die Regeln der Realität angepasst werden.

Dabei hatte sich die zweithöchste Spielklasse lange Zeit das Motto „Heute für Morgen“ umgehängt. Mit Herbert Prohaska als Schirmherr wollte man Talente für die Bundesliga ausbilden. Der Vertrag mit der Austria-Ikone wurde vor längerer Zeit heimlich, still und leise aufgelöst.

Auch das Ausbildungsmotiv wird mit der Änderung der Regelung in Frage gestellt.

Nachwuchsförderung soll trotzdem hochgehalten werden

Geht es nach der Bundesliga, sollen die Erste-Liga-Klubs die Nachwuchsförderung jedoch trotzdem hoch halten. Dafür sorgen soll nicht zuletzt die Belohnung der Einsätze von einheimischen U22-Kickern.

Denn die Spielminuten junger Talente zählen für den Österreicher-Topf in Zukunft vierfach statt nur noch doppelt. So soll der Nachwuchs weiterhin forciert werden.

Ob das gelingt, steht in den Sternen.

 

Jakob Faber

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