Jacobacci: "Sie werden sich Gedanken machen"

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Die Situation beim FC Wacker Innsbruck wird immer prekärer.

Das 1:2 beim SV Horn ist bereits das siebente sieglose Spiel in Folge. Nun ist man auf einem Abstiegsplatz angekommen.

Trainer Maurizio Jacobacci, der schon vor der Länderspielpause öffentlich angezählt wurde, weiß um den Ernst der Lage.

"Es geht nicht um mich, sondern um den Verein. Sie werden sich Gedanken machen", sagt der Italiener bei "Sky".

Sportdirektor Alfred Hörtnagl nimmt nach dem Spiel von einer Trainerdiskussion Abstand.

"Eine schwierige Situation"

"Ich möchte hier keine Trainerdiskussion eröffnen, wir versuchen Ruhe zu bewahren", sagt der 49-Jährige.

Allerdings ist ihm in Hinblick auf die letzten Ergebnisse und die Situation der Tabelle bewusst, dass der Druck immer größer wird: "Es ist eine schwierige Situation, das möchte ich nicht verhehlen." 

Hörtnagl fordert, noch enger zusammenzurücken. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff blieb ein Shakehands zwischen ihm und dem Trainer allerdings aus.

Schon in der Halbzeit beim Stand von 1:2 verließ der Sportdirektor kurzerhand seinen Platz auf der Tribüne, um die akute Notsituation der Innsbrucker mit Jacobacci zu besprechen.

Grobe Eigenfehler

"Wir brauchen nichts schönreden wenn so wenig Punkte da sind. Wir haben uns viel mehr vorgenommen und kommen einfach nicht ins Laufen", sagt Hörtnagl, den besonders eine Sache stört.



Es sind die groben Eigenfehler, die in jedem Spiel passieren. Erst nach Rückschlägen wacht die Mannschaft auf: "Diese Fehlerquelle ist für mich signifikant. Die müssen wir abstellen." 

Trotz 0:2-Rückstands und der Roten Karte gegen Torhüter Grünwald habe man nach der Pause dominiert und Großchancen vorgefunden, hebt Hörtnagl positiv hervor.

Zudem wurde Wacker vor der Pause ein klarer Foulelfmeter vorenthalten, was auch Referee Rene Eisner nach Schlusspfiff und Betrachten der TV-Bilder zugeben muss.

Pichler: "Stellen uns extrem dumm an"

Trainer Jacobacci glaubt aufgrund der gezeigten Moral nach dem Ausschluss, sein Team noch zu erreichen.

"Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen. Wir hatten sicher fünf gute Chancen. Leider stehen wir ohne Punkte da. Das hat sich die Mannschaft nicht verdient." 

Die Protagonisten am Rasen gehen wesentlich härter mit sich selbst ins Gericht. Harald Pichler kann sich nicht erklären, warum man eine Anfangsphase eines Spiels erneut derart vergeigt hat.

"Wir haben uns extrem dumm angestellt. Es kann nicht sein, dass wir die ersten 20 bis 30 Minuten derart verschlafen. Wir müssen es einmal schaffen, von Beginn an voll fokussiert in ein Spiel zu gehen. Davon sind wir sehr weit weg", so die knallharte Analyse des Verteidigers. 

Der Glaube an den Trainer

"Zu sagen, wir haben Moral bewiesen, hilft uns nicht weiter. Es ist halt jede Woche zu spät", ergänzt Thomas Pichlmann, der aber betont, dass das Verhältnis zum Trainer stimmt.

"Mannschaft und Trainer sitzen im gleichen Boot. Es wäre zu leicht, einer Person die Schuld zu geben", sagt der Stürmer.

Pichler wird deutlicher: "Wir stehen hinter unserem Trainer. Bevor wir auf ihn losgehen, müssen wir einmal vor unserer eigenen Haustür kehren."

 

Andreas Terler

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