Daxbacher: "Es wäre mein wertvollster Titel“

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Der große Titel-Showdown in der Ersten Liga hielt das, was er versprach.

Das 3:2 des SKN St. Pölten gegen den LASK lieferte Tore, Spannung bis zum Schluss, Emotionen pur und einen ganz großen Gewinner: Karl Daxbacher.

Vor einem Jahr als Trainer der Linzer im Titelrennen gefeuert, steht der 63-Jährige nun vor dem Aufstieg mit den Niederösterreichern, die als Außenseiter in diese Saison gegangen sind.

„Von der Ausgangslage wäre es der schwierigste und wertvollste Titel. Mit anderen Mannschaften war ich immer klarer Favorit. Heuer habe ich zu Beginn nicht daran geglaubt“, gibt Daxbacher zu. Umso mehr freut man sich über die Tatsache, nur noch einen Punkt vom Titel entfernt zu sein.

„Ich habe vor der Saison befürchtet, dass der LASK ob der Neuverpflichtungen einen Alleingang hinlegen würde. Dann war plötzlich auch Wacker Innsbruck mit einem Lauf da. Die waren irrsinnig gut und wir waren schlecht, hatten Verletzungssorgen und nur acht Punkte nach sieben Runden.“



Daxbacher hatte sich den Verlauf der bisherigen Saison noch einmal ganz genau angesehen, ehe er mit den „Wölfen“ zum Meisterstück ansetzte.

„Der Klub wollte sich zur Vorsaison steigern, wir haben mit 55 Punkte geplant. Es hat wirklich keiner damit gerechnet“, sagt Daxbacher, der natürlich auch wieder zu seiner LASK-Vergangenheit befragt wurde.

Vor dem Showdown gab der Niederösterreicher, der auch schon für die ersten beiden Aufstiege des SKN (2001 und 2002) von der zweiten Landesliga in die Regionalliga als Trainer verantwortlich zeichnete, nur wenig preis.

Nach dem Sieg am Freitag gab er Einblick: „Für mich ist das noch immer nicht nachvollziehbar, es hat wahnsinnig weh getan. Auch weil es mir in Linz sehr gut gefallen hat. Ich dachte, ich gehe dort in Pension.“

Ich dachte, ich gehe in Linz in Pension.

Wenn man an die Situation nach der 23. Runde der Saison 2014/15 denkt, versteht man, was Daxbacher meint.

Der Trainer-Sir erklärt aber selbst: „Wir hatten als Aufsteiger nach dem 0:3 in Mattersburg vier Punkte Rückstand und es waren noch 13 Runden zu spielen. Das wäre absolut reparabel gewesen. Das war ja bei Glasner heuer auch nicht anders. Wir waren mit St. Pölten auch neun Punkte hinter Innsbruck. Und in Linz dachte ich mir eigentlich schon, dass ich einen Bonus hätte.“

Die dortigen Verantwortlichen wurden auf diese Weise nun für ihre Entscheidung, die sie nachträglich als Fehler bezeichnet haben, bestraft und müssen zusehen, wie der nächste Titelkonkurrent die Liga Richtung Oberhaus verlässt. Noch dazu ein Klub, mit dem niemand so gerechnet hat.

Daxbacher: „Das Besondere ist, dass wir einen haushohen Favoriten hinter uns gelassen haben.“


Die Highlights des rassigen Titel-Showdowns:


Die Protagonisten wollen aber erst feiern, wenn es so feststeht. Selbst Andreas Dober: „Es ist Fußball und es ist erst vorbei, wenn es mathematisch nicht mehr möglich ist.“

Lukas Thürauer stimmt zu: „Es schaut sehr gut aus, aber ich rede noch nicht darüber.“

Der Doppel-Torschütze bewies bei der Regenschlacht gegen den LASK Näschen, stand nach den Fehlern der Gäste genau richtig und vollendete effizient: „Eiskalt wie ein Strafraumstürmer eben ist, wie eine Cobra.“



Nicht nur das Eigengewächs erlaubte sich nach der Partie einen Spaß. Als Erwin Pröll die Kabine der Kicker verließ, war der Landeshauptmann nicht vom Regen nass geworden.

„Andi Dober hat ihn mit Wasser erwischt, der respektiert die Hierarchien nicht so“, lacht Thürauer, der von Prölls Besuch in der Kabine berichtet: „Er war einfach überglücklich, hat uns gratuliert und ein wenig mit uns gefeiert.“

Kein Wunder nach dieser emotionalen Partie, die in einer ausverkauften NV-Arena (7500) stattfand. In der Europa-League-Quali gegen PSV war es auch schon einmal so.

„Ich hoffe, die Fans kommen in der Bundesliga zahlreich und bleiben nicht fern, wenn es nicht so läuft“, baut Daxbacher auf weitere Unterstützung und sieht sie auch verdient an.

Denn: „Wir haben das Maximum herausgeholt.“ Und lediglich ein Punkt fehlt jetzt zur Krönung.

 

Bernhard Kastler 

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