Das Momentum des LASK

Aufmacherbild

Das Spitzenspiel am 31. Erste-Liga-Spieltag steigt natürlich in Innsbruck.

Wacker (3.) hofft mit einem Sieg gegen St. Pölten (2.) den Abstand von sieben Punkten auf das Spitzenduo zu reduzieren.

Sollte der LASK aber seine aktuelle Form beibehalten, wird es für die beiden Titelmitfavoriten ohnehin schwierig. "Wenn wir so weitermachen, werden wir oben stehen", sagt etwa Nikola Dovedan, Siegtorschütze gegen Wacker am Montag.

Die Art und Weise macht Eindruck

Die Linzer gewannen acht ihrer letzten neun Spiele, nur ausgerechnet beim Schlusslicht FAC kassierte man "LASK-minute" den Ausgleich zum 2:2. Aber die Art und Weise des Auftretens zuletzt macht dem Anhang Hoffnung auf die Bundesliga-Rückkehr.

Vor allem die Siege gegen St. Pölten (2:0), FC Liefering (1:0) und die Innsbrucker (1:0) hinterließen Eindruck, wenngleich sie knapp ausfielen. Doch ausgehend von einer stabilen Abwehr, die kaum Chancen zulässt, funktioniert das Spiel.

„Wer gegen St. Pölten, Liefering und Wacker zugesehen hat, kann nichts an der Leistung aussetzen. Vielleicht ist es nie ein großes Spektakel aufgrund der Tore, aber aufgrund der Leistung. Es geht um Dynamik, um Intensität", zeigt sich Trainer Oliver Glasner dieser Tage zumeist zufrieden.

Das Momentum des LASK

"Den Innsbruckern ist nichts eingefallen", lobte etwa auch "Sky"-Experte Martin Scherb nach dem Montagsspiel die gute Organisation. Und auch Wacker-Trainer Klaus Schmidt sagte: "Sie haben clever gespielt. Sie haben aktuell das Momentum."



Glasner hat in den vergangenen Wochen die Startelf nur marginal verändert, lässt dabei Spieler wie Rene Gartler (vor und nach Erkrankung), Thomas Hinum, Mario Reiter, Manuel Kerhe (also rund 500 Bundesliga-Spiele Erfahrung) auch auf der Bank.

"Es gibt für mich nur die Einheit und nicht die Spieler, die spielen, die auf der Bank sitzen oder auf der Tribüne. Wir sind ein Team. Das macht uns stark. Wir haben Verletzte, Gesperrte und dennoch performen wir", sind für Glasner alle Spieler gleich.

Da macht der 41-Jährige keine Ausnahme, holte etwa auch schon Gartler oder Dovedan nach 40 Minuten vom Platz, wenn es nicht läuft, wie im Heimspiel gegen Austria Salzburg (2:1). Andere haben sich zudem für weitere Aufgaben aufgedrängt.

Die Bank als großer Faktor

Peter Michorl und Aufsteiger Dogan Erdogan haben sich mit ihren Leistungen im zentralen Mittelfeld festgesetzt. Neuzugang Dimitry Imbongo hilft mit seiner Schnelligkeit in Spielen wie etwa gegen Liefering.

Ein gutes Beispiel für den Faktor Bank: In dieser Partie wurden so lange Chancen vernebelt, ehe Gartler reinkam, sich auch erst Möglichkeiten erarbeitete und dann per Traumtor (Ferse) den Siegtreffer markierte.

Der Stürmer wirkt wie alle anderen erfahrenen Reservisten weder am Platz noch daneben frustriert. Auch Dovedan rückte erst nach der Verletzung von Christopher Drazan wieder in die Startelf. Davor musste er auch zusehen. „Das war ungewohnt, aber ich habe die Situation mit der Zeit immer besser angenommen."

Vor einem Jahr hatten wir eine sehr gute erste Elf, aber von der Bank nur wenige Spieler, die uns weiterhelfen konnten. Jetzt kommt etwa ein Thomas Hinum gar nicht rein, Rene Gartler, Mario Reiter und Manuel Kerhe kommen von der Bank. Die würden überall anders in der Startelf stehen.

Dovedan über Faktor Bank

Die starke Bank kann der entscheidende Faktor im heißen Titelfinish sein. „Vor einem Jahr hatten wir eine sehr gute erste Elf, aber von der Bank nur wenige Spieler, die uns weiterhelfen konnten. Jetzt kommt etwa ein Thomas Hinum gar nicht rein, Rene Gartler, Mario Reiter und Manuel Kerhe kommen von der Bank. Die würden überall anders in der Startelf stehen", hält Dovedan fest.

Zusatz: „Das hilft uns weiter in den nächsten Runden.“

Dafür dürfen aber keine Punkte wie gegen den FAC unnötig verschenkt werden. Deswegen sind für Glasner auch alle Spiele gleich: "Das Wichtigste ist die nächste Partie. Wir müssen konsequent und konzentriert sein, dann bin ich sehr zuversichtlich. Denn wir sind in den vergangenen Wochen sehr fokussiert. Und auf das kommt es in jeder Partie an."

Gegen die Kleineren tun sich die Linzer zuletzt schwerer als gegen die Großen, Glasner sei etwa beim 2:1 gegen Wiener Neustadt nervöser gewesen als gegen Wacker.

Auslassen verboten

Zuhause sind die Linzer nun eine Macht, gewannen die letzten neun Heimspiele und stellten damit einen Vereinsrekord auf.

"Das ist eine Bestätigung für die Spieler, die etwas geschafft haben, das noch keiner LASK-Mannschaft zuvor gelungen ist. Und da waren auch schon sehr gute da. Aber ich hoffe nicht, dass es bei neun bleibt. Wir haben noch zwei Heimspiele."

Auswärts klappt es nach der Niederlage zum Frühjahrs-Auftakt in Wiener Neustadt besser als im Herbst. Nun geht es gegen die schlechteste Frühjahrs-Mannschaft, doch Klagenfurt gewann zuletzt beim FAC auswärts.

Sollte der LASK aber gegen die Kleinen wie zuletzt gegen die Großen spielen und vor allem genauso punkten, werden die Linzer im Titelkampf nur ganz schwer zu biegen sein.

 

Bernhard Kastler


Wer wird aufsteigen?

Wer soll aufsteigen?


LAOLA Meins

LASK

Verpasse nie wieder eine News ZU LASK!

Einfach über LAOLA Meins diesem Thema folgen, und individuell und persönlich alle Infos erhalten!


Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare