Die Faktoren im Aufstiegskampf

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Wer steigt 2016 in die Bundesliga auf?

Eine Frage, die Ende April nicht annähernd zu beantworten ist. Der LASK führt sieben Runden vor Schluss punktegleich vor St. Pölten und vier Zähler vor Wacker Innsbruck.

Zum Auftakt der 30. Runde gastieren die Tiroler am Montag (18:30 Uhr - LIVE im LAOLA1-Ticker) in Linz und können mit einem Sieg zum Tabellenführer aufschließen, ehe St. Pölten am Dienstag auf Austria Lustenau trifft.

Alle drei Titelkonkurrenten spielen noch einmal gegeneinander. Aber welche Faktoren sprechen für die Aspiranten?

LASK

  • Die Defensive

Die Linzer haben mit 27 Treffern die wenigsten der Liga kassiert und das obwohl die Oberösterreicher in der Abwehr bereits viel experimentieren mussten. Abwehrchef Ione Cabrera hat im Frühjahr bislang nur fünf Minuten gespielt, an seiner Stelle hat sich Felix Luckeneder behauptet. Als auch noch Christian Ramsebner fehlte, sprang sogar Rechtsverteidiger Reinhold Ranftl im Top-Spiel gegen St. Pölten (2:0) ein. Maximilian Ullmann spielt seit Wochen Linksverteidiger anstelle von Harun Erbek und Michael Lageder komplettierte im März die No-Name-Abwehrreihe. Es funktionierte auch so. Pavao Pervan gab den jungen Spielern die nötige Sicherheit.

  • Die Bank

Oliver Glasner hat ein goldenes Händchen - der Trainer und Sportdirektor in Personalunion legt es aber auch irgendwie darauf an. Zuletzt gegen Wiener Neustadt saßen mit Thomas Hinum, Manuel Kerhe und Mario Reiter drei Bundesliga-erfahrene Kräfte auf der Bank. Rene Gartler fehlte zwar wegen Erkrankung, kam aber zuvor auch nur als Joker. Nikola Dovedan ist ein Reservespieler, der auch schon Stammspieler war. Doch der Erfolg gibt Glasner Recht: 19 Mal waren die Einwechselspieler beim LASK an Toren beteiligt, was nicht nur Liga-Spitze sondern auch europäische Spitze bedeutet.

  • Die Heimstärke

Die Linzer sind mit Abstand das heimstärkste Team der Ersten Liga. Zwar haben die Oberösterreicher eine Partie mehr als Liefering (2./31 Punkte) und St. Pölten (3./26), doch führt der LASK diese Tabelle auch mit satten 37 Punkten an. Wacker (4.) hat etwa gleich viele Partien absolviert, kommt aber nur auf 24 Zähler. Der LASK gewann alle sieben Spiele in Pasching, auf der Gugl (dort wo der Schlager gegen die Innsbrucker sowie die restlichen beiden Heimpartien stattfinden) sieht die Bilanz nicht ganz so toll aus - 5-1-2. Einmal in dieser Saison unterlag man Wacker bereits auf der Gugl.

Restprogramm LASK:

Runde

Gegner H/A
30 Wacker H
31 Klagenfurt A
32 Lustenau H
33 Salzburg A
34 St. Pölten A
35 Kapfenberg H
36 Liefering A

Rene Gartlers Traumtor mit der Ferse auf VIDEO:


ST. PÖLTEN

  • Der Trainer

Karl Daxbacher hat bereits das geschafft, was seine beiden Konkurrenten gerne schaffen würden: Mit einem Klub in die Bundesliga aufzusteigen. Daxbacher schaffte dies - pikanterweise - 2007 mit dem LASK. Vor einem Jahr hatte der 63-Jährige wiederum die Chance mit den Schwarz-Weißem, doch die nervöse Linzer Vereinsführung entließ ihn kurz nach Wiederbeginn im Frühjahr. Aber gerade Daxbacher zeichnet diese Ruhe und Erfahrung aus, coachte er auch bereits die Austria zu einem Cupsieg. Ebenso nicht zu unterschätzen: Im Betreuer-Team nehmen ihm Jochen Fallmann und Christoph Muezell entsprechend Aufgaben ab. Das hilft ihm.

  • Die Siegermentalität

Keiner hat mehr Siege in dieser Saison eingefahren wie der SKN St. Pölten, nämlich gleich 23 inklusive Cup. Nach magerem Start in die Saison hat sich die Truppe zum Titel-Aspiranten gesteigert und zwischendurch gar acht Mal hintereinander gewonnen. Angeführt von Stimmungsmacher Andreas Dober ist eine Siegermentalität entstanden. Es zählt nur der Sieg und dafür wird alles probiert - das kann aber auch schief gehen. Denn zum letzten Mal spielte St. Pölten im August (!) remis. Seither stehen mit Cup 20 Siege und acht Niederlagen zu Buche. 

  • Der Spielplan

Sieht man vom Gastspiel in Innsbruck ab, haben die Niederösterreicher das einfachere von den drei restlichen Spielplänen. Liefering hat man schon hinter sich, Lustenau und LASK zu Hause. Sollte man zudem nach dem Duell mit den Linzern voran sein, kann man den Titel nach Hause spielen. Wiener Neustadt und der FAC sind nicht gerade die höchsten Hürden in dieser Liga, während der LASK etwa am letzten Spieltag nach Liefering muss und zuvor die auswärtsstarken "Falken" zu Gast hat.

Restprogramm St. Pölten:

Runde Gegner H/A
30 Lustenau H
31 Wacker A
32 Kapfenberg H
33 Klagenfurt A
34 LASK H
35 Wr. Neustadt A
36 FAC H

Segovias Mega-FAIL (ab 2:20) auf VIDEO:


WACKER

Der Stürmer führt die Torschützenliste der Ersten Liga mit 19 Toren an und hat dabei vier Treffer Vorsprung auf Lustenaus Shooting-Star Julian Wießmeier. Achtung, Wacker-Fans: In den vergangenen drei Jahren hat immer der Aufsteiger den Torschützenkönig gestellt. Mattersburgs Markus Pink traf vergangene Saison 18 Mal und zuvor Hannes Aigner 22 Mal. Pichlmann ist zwar schon 35 Jahre alt, aber keineswegs satt. Mit Heimo Pfeifenberger, seinem ehemaligen Trainer in Wiener Neustadt, hat der "Oldie but Goldie" eine Wette laufen. Bei 20 Toren muss ihm der WAC-Coach ein Essen zahlen. "Ich weiß noch nicht, wohin es geht. Aber es wird teuer", lacht der Wacker-Angreifer.

  • Das Umfeld

Der LASK und St. Pölten setzen gerne den anderen Konkurrenten unter Druck. LASK-Vorstand Siegmund Gruber ließ in der Stadion-Zeitung wissen: "Das Team von Karl Daxbacher muss, wir wollen aufsteigen - und wir fühlen uns in der Rolle des Verfolgers wohl." Andreas Dober ließ im LAOLA1-Interview wissen: "Der LASK ist mit diesem Kader Favorit. (...) Aber man sieht auch, dass Geld nicht Fußball spielt." Innsbruck hält sich hier wacker zurück und versichert glaubhaft: Der Aufstieg kann, muss aber nicht passieren. General Manager Ali Hörtnagl denkt an die Perspektive - wohl auch deshalb, weil Wacker vor einem Jahr fast noch in die Regionalliga durchgerasselt wäre.

  • Die Auswärtsstärke 

Nach Verlustpunkten sind die Innsbrucker das stärkste Auswärtsteam in der Ersten Liga und es wäre aus ihrer Sicht kein Fehler, am Montag damit beim LASK fortzusetzen. Wacker hat auswärts die meisten Siege und die wenigsten Niederlagen zu Buche stehen, kassiert zudem die wenigsten Gegentore in der Fremde. Wacker trifft am Ende der Woche zu Hause auf St. Pölten, danach geht es gegen Liefering wieder in die Fremde. Sollten diese drei Partien positiv verlaufen, ist Wacker im Titelkampf mehr als nur dick da.

Restprogramm Wacker:

Runde Gegner H/A
30 LASK A
31 St. Pölten H
32 Liefering A
33 Lustenau A
34 Salzburg H
35 Klagenfurt A
36 Wr. Neustadt H

Pichlmanns 19. Saisontor auf VIDEO:


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