Argentinien will ersten Titel seit 1993

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Argentinien brennt im Finale der Copa America Centenario auf den ersten Titel seit 1993.

Seither verloren die "Albiceleste" die Finali der WM 2014 sowie der Copa 2004, 2007 und 2015. Ausgerechnet in der Neuauflage gegen Titelverteidiger Chile soll der heiß ersehnte Titelgewinn her.

"Jetzt wollen wir das Endspiel unbedingt gewinnen", so Superstar Lionel Messi. Legende Maradona ergänzt gewohnt blumig: "Wenn wir verlieren, sollen sie nicht nach Hause kommen."

Argentinien Favorit und unter Druck

Leichter Favorit für das Finalspiel ist wohl Argentinien.

Als einzige Mannschaft ist sie bei diesem Turnier bisher ungeschlagen und Superstar Lionel Messi, den zu Beginn noch Rückenbeschwerden plagten, scheint wieder völlig fit zu sein. Die Vizeweltmeister müssen allerdings auch gegen eine Negativserie bei den vergangenen Großereignissen ankämpfen. Seit 1993 hat Argentinien keinen Titel mehr gewonnen.

Wie groß die Anspannung in der argentinischen Mannschaft ist, zeigt auch Lionel Messis Kritik am Verband. Nach einer Verspätung des Fluges zum Endspiel, schimpfte der Weltfußballer des Jahres auf Instagram "was für eine Katastrophe die von der Afa sind".

Dabei könnte Argentinien einem weiteren Rekord nach der Tor-Bestmarke von Messi näher kommen. Mit einem Finalsieg hätte Argentinien 15 Titel bei der Copa America und würde mit Rekord-Copa-Sieger Uruguay gleichziehen.

Zweites Duell

Im Laufe des Turniers trafen die beiden Mannschaften bereits aufeinander. Im Auftaktspiel der Gruppe D setzte sich Argentinien mit einem 2:1 durch.

Auch beim Vorjahresfinale in Santiago de Chile war die Entscheidung knapp, nach 90 Minuten und auch nach Verlängerung stand kein Sieger fest. Erst im Elfmeterschießen setzte sich Gastgeber Chile durch und holte den ersten Titel der Vereinsgeschichte.

Chile selbstbewusst

Nun will Chile in der Neuauflage (zwei Uhr in der Nacht auf Montag) wieder den großen Nachbarn ärgern. Die Spieler strotzen trotz leichter Außenseiterrolle vor Selbstvertrauen und haben wohl weniger Druck als die Weltranglisten-Ersten aus Argentinien.

Chile-Trainer Juan Antonio Pizzi ist von den Qualitäten seiner Spieler überzeugt: "Der große Vorteil meiner Spieler ist, dass sie Sieger sind. Sie gehen mit der Überzeugung in ein Spiel oder ein Turnier, dass sie es gewinnen werden. Und so spielen sie dann auch".

Messi jagt Vargas

Das Aufeinandertreffen verspricht vor allem torreich zu werden. Die beiden Teams haben mit Abstand die meisten Tore bei diesem Turnier geschossen. Argentinien hält bei bisher 18 Treffern in fünf Spielen, Chile bei 16.

Neben dem Titel kommt es auch zum direkten Duell um den Goldenen Schuh für den Topscorer des Turniers. Dabei liegen auf den ersten vier Plätzen zwei Chilenen und zwei Argentinier.

Eduardo Vargas führt die Wertung mit sechs Toren an, liegt damit aber nur ein Tor vor Messi und zwei vor Gonzalo Higuain. Für Vargas wäre es der zweite Goldene Schuh in Folge bei der Copa America, nachdem er im vergangenen Jahr mit Perus Paolo Guerrero den Titel des besten Scorers geholt hatte.


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