Viele Neuheiten zum 100. Geburtstag der Copa

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Während man in Europa gebannt auf die EURO in Frankreich wartet, startet auf der anderen Seite des Atlantiks eine historische Copa America.

Sechzehn Nationalmannschaften werden vom 3. bis 26. Juni an der Copa America Centenario, die anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums ausgetragen wird, teilnehmen. Die zwei Verbände CONMEBOL (Südamerika) und CONCACAF (Nord- und Mittelamerika) haben sich zusammengeschlossen.

LAOLA1 hat alles Wissenswerte zu diesem Turnier zusammengefasst:

Kurioses rund um die Austragung

Gleich wie die Weltmeisterschaft oder die EURO wird auch die Copa im Normalfall im Vier-Jahres-Takt ausgetragen. Da es sich beim 100. Geburtstag allerdings nicht um den Normalfall handelt, spielt man nur ein Jahr nach dem letzten Turnier erneut den Titel aus. Weil es eine „Spezial-Copa“ ist, findet 2019 wieder eine statt.

Gespielt wird erstmals außerhalb Südamerikas, die USA wurde zum Austragungsort auserkoren. Dafür, dass es zu einer möglicherweise zukunftsweisenden panamerikanischen Kontinentalmeisterschaft kommt, bedurfte es jedoch einer langen Planung. Bereits im Jänner 2012 gab CONMEBOL-Präsident Nicolás Leoz diese Bestrebungen bekannt, die offizielle Bestätigung folgte erst am 1. Mai 2014.


Das sagt Brasilien-Legende Pele zu Argentiniens Superstar Lionel Messi:


Austragungsorte

Aufgrund des momentanen Fußball-Booms in den USA haben sich 24 US-Metropolen um die Austragung der Spiele beworben. Letztlich wurden zehn davon ausgewählt, unter anderem auch das Gillette Stadium in Foxborough, Heimstätte des NFL-Teams New England Patriots.

Das Endspiel am 26. Juni findet im MetLife Stadium statt. In dieser Arena tragen im Normallfall die beiden New Yorker Football-Teams Giants und Jets ihre Heimspiele aus, über 82.000 Zuseher werden Platz finden. Das größte Stadion wird das Rose Bowl Stadium in Pasadena (Los Angeles) mit einem Fassungsvermögen von 92.542 Fans sein.

Die Teilnehmer

Sechzehn Nationen nehmen an der Copa America Centenario teil, damit um vier mehr als dies gewöhnlich der Fall ist. Neben den zehn Mitgliedern von CONMEBOL wurden zusätzlich sechs „Gastmannschaften“ eingeladen.

Neben Gastgeber USA und Mexiko, die bereits zum zehnten Mal an der Copa teilnehmen, haben sich Costa Rica als Gewinner des Central American Cups 2014, Jamaika als Gewinner des Caribbean Cups 2014 sowie Panama und Haiti, die sich in Playoffs durchgesetzt haben, qualifiziert.

Gruppe

Team 1 Team 2 Team 3 Team 4
A USA Kolumbien Costa Rica Paraguay
B Brasilien Ecuador Haiti Peru
C Mexiko Uruguay Jamaika Venezuela
D Argentinien Chile Panama Bolivien

Die Favoriten

Bei den Buchmachern stehen die zwei üblichen Verdächtigen ganz oben: Argentinien, der Weltranglisten-Erste, und Brasilien gelten wie nahezu vor jedem Turnier als Topfavoriten. Als Titelverteidiger geht allerdings der letztjährige Gastgeber Chile ins Turnier. Das Team von Coach Juan Antonio Pizzi steht auf Platz fünf der FIFA-Weltrangliste.

Doch auch Kolumbien (Dritter der Weltrangliste) rund um Real-Madrid-Star James Rodriguez, Uruguay mit Goalgetter Luis Suarez oder das von Jürgen Klinsmann und Andreas Herzog trainierte US-Team ist der Titel zuzutrauen.



Die Stars

An Star-Power mangelt es dem Turnier wahrlich nicht. Lionel Messi wird wohl nach einer kleinen Blessur im Test gegen Honduras rechtzeitig fit werden, auf seinem Barcelona-Teamkollegen Luis Suarez ruhen die Hoffnungen Uruguays. Bei Titelverteidiger Chile stechen Bayern-Star Arturo Vidal und Arsenals Alexis Sanchez aus dem starken Kollektiv heraus. Dazu kommen noch James Rodriguez, Chicharito (Mexiko), Keylor Navas (Costa Rica) oder Sergio Agüero (Argentinien).

Einer der ganz großen Namen fehlt jedoch: Brasilien verzichtet auf seinen Superstar Neymar. Der Stürmer wird bei den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen, darum einigte sich der FC Barcelona mit dem brasilianischen Verband auf einen Copa-Verzicht. Bayerns Flügelflitzer Douglas Costa fällt ebenso wie Altstar Kaka, mittlerweile in den USA bei Orlando City unter Vertrag, verletzt aus. Mit Dani Alves, Liverpools Coutinho oder Chelsea-Flügelspieler Willian hat man aber immer noch genug Qualität im Kader.


Bei Brasilien ist auch Youngster Gabriel mit dabei. In diesem Video siehst du, warum er in seiner Heimat mit Neymar verglichen wird:


Der Schatten über dem Turnier

Im Zuge des FIFA-Skandals wurde auch die Copa America Centenario in Frage gestellt. So wurden Funktionäre der FIFA, CONMEBOL und CONCACAF festgenommen, nachdem ihnen vorgeworfen wurde, insgesamt 150 Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern durch Vertreter von Sportmedien und Vermarktungsunternehmen angenommen zu haben.

Erst am 23. Oktober 2015 konnten die Verbände offiziell bekanntgeben, dass das Turnier trotz der laufenden Ermittlungen stattfinden wird.

Das alles tat der Vorfreude auf die „Spezial-Copa“ keinen Abbruch, die Fans in Amerika sind heiß auf das Turnier.

 

Julian Saxer

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