Zidane und die CL: Alles begann mit Rapid

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Champions-League-Sieger, Welt- und Europameister sowie dreifacher Weltfußballer. Das war Zinedine Zidanes Spieler-Karriere:

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Zinedine Yazid Zidane wurde am 23. Juni 1972 als Sohn algerischer Einwanderer in Marseille geboren. Als 14-Jähriger verließ er seine Heimatstadt, um in der Fußball-Akademie von Cannes seine Karriere zu starten.

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Nachdem er Cannes zum ersten internationalen Startplatz seit 1949 führte, wechselte er 1992 zu Bordeaux.

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1996 drang Zidane mit Bordeaux bis ins UEFA-Cup-Finale vor, wo er und seine Kollegen den Bayern mit einem Gesamtscore von 1:5 unterlagen. Danach war er für Frankreich bei der EM im Einsatz.

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Juventus schnappte sich daraufhin den besten Spieler der vergangenen Ligue-1-Saison. Nach anfänglichen Schwierigkeiten trumpfte er in der CL bei einem 5:0 gegen Rapid mit drei Assists erstmals auf.

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Mit der „Alten Dame“ erreichte er 1997 und 1998 das CL-Finale. Beide Male, zunächst gegen Dortmund, dann gegen Real, verpasste er jedoch den Titel.

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Bei der WM 1998 lief es besser. Nach einer Roten Karte im zweiten Spiel gegen Saudi Arabien drehte Zidane nach Ablauf seiner Sperre groß auf.

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Mit zwei Kopfball-Toren im WM-Finale führte er die „Equipe Tricolore“ zum WM-Pokal. Zudem wurde er 1998 erstmals Weltfußballer.

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Zwei Jahre später triumphierte er mit Frankreich auch bei der Europameisterschaft. 

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Nach zwei Meistertiteln mit Juventus (1997, 1998) nahm er 2001 Abschied aus Italien.

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Für 150 Milliarden Lire (rund 75 Millionen Euro) wechselte er zu Real Madrid. Dies war zum damaligen Zeitpunkt der Transferrekord.

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Mit den „Königlichen“ feierte er den größten Triumph 2002, als Leverkusen im CL-Finale 2:1 besiegt wurde.

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Zidanes Traumtor von damals kennt wohl jeder Fußball-Fan.

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Ein Jahr später konnte der Franzose mit Real seinen einzigen spanischen Meistertitel erringen. Ansonsten war die Ära der „Galaktischen“ von eher wenigen Titeln gesegnet.

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Sein letztes Spiel für die Madrilenen bestritt er am 7. Mai 2005. Standesgemäß erzielte er beim 3:3 gegen Villarreal selbst ein Tor.

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Nach dem Ende seiner Vereinskarriere sollte mit der WM 2006 jedoch noch ein Highlight folgen. 

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Eigentlich hatte Zidane nach einer enttäuschenden EM 2004 schon seine Nationalteam-Laufbahn beendet. Ein Jahr vor der WM holte ihn Teamchef Raymond Domenech jedoch zurück in den Kader.

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Bei der Endrunde in Deutschland hatte der Spielmacher zunächst Probleme, seine Qualitäten abzurufen. Doch ab der K.o.-Phase startete er durch und führte Frankreich mit zwei Toren und ebensovielen Assists ins Finale.

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Auch dort trug sich Zidane per Elfer als Torschütze ein, ehe seine Karriere in der 110. Minute des Endspiels tragisch endete.

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Der Hitzkopf, der sich in seiner Laufbahn immer wieder Aussetzer leistete, beförderte Marco Materazzi mit einem plötzlichen Kopfstoß zu Boden. 

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Zidane sah Rot, Frankreich verlor das Finale im Elferschießen. Das verhängnisvolle Ende eines echten Virtuosen am Spielfeld.

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Einer der Größten aller Zeiten gibt sein Comeback in der Champions League.

Zinedine Zidane kehrt nach drei Finalteilnahmen als Spieler (1997, 1998, 2002)  auf der Trainerbank in die Königsklasse zurück. Sein Real Madrid trifft im Achtelfinale auf die Roma.

Für den ehemaligen Juventus-Star eine durchaus emotionale Rückkehr in jenes Land, dessen Fußball er in den 1990er-Jahren prägte.

Vor der Partie in Rom blickt LAOLA1 auf die Spieler-Karriere des Ausnahmekönners zurück. Hier sind Zidanes fünf größte Champions-League Highlights:

5. Platz: Sein Stern geht gegen Rapid auf

Rapids Ratajczyk gegen Juves Zidane
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Alles begann mit Rapid. Im Sommer 1996 wechselte der damals 24-Jährige von Girondins Bordeaux zu Juventus. In der Champions-League-Gruppenphase traf er mit der „Alten Dame“ auf den österreichischen Meister. Beim 1:1 in Wien wurde der Franzose noch geschont, doch im Rückspiel lieferte Zidane eine seiner ersten Glanzvorstellungen für die Turiner ab.

In den Spielen davor noch als formschwach bezeichnet, packte er gegen die Grün-Weißen sein ganzes Können aus. 0:5 ging Rapid im alten Stadio delle Alpi unter. Drei Tore bereitete der Edeltechniker vor. Obwohl Alessandro del Piero doppelt traf, sahen ihn die  Medien als besten Mann des Spiels. „Endlich hat er seinem Talent freien Lauf gelassen“, jubelte etwa „La Stampa“.

4. Platz: Tor gegen den Erzrivalen

Ohne diese Partie hätte es für Zidane kein CL-Endspiel 2002 gegeben. Im Semifinale musste Real gegen den FC Barcelona ran. Zum ersten Mal nach 60 Jahren trafen die beiden Erzrivalen auf europäischer Ebene in einem „Clasico“ aufeinander. Umso angeheizter war die Stimmung vor der Partie. Barca bestimmte zunächst das Spiel, doch es waren die „Königlichen“, die in Führung gingen. Nach einem Steilpass von Raul behielt Zidane vor dem Tor die Nerven und schoss zum 1:0 ein. In der Nachspielzeit fixierte Steve McManaman den 2:0-Erfolg.

Für Real war es der erste Sieg im Camp Nou seit 19 Jahren. Er ebnete den „Galaktischen“ den Weg zum neunten CL-Triumph und ermöglichte Zidane seinen berühmtesten Treffer. Denn mit einem 1:1 im Rückspiel ließen die Madrilenen nichts mehr anbrennen.

3. Platz: Der Headbutt gegen Jochen Kientz

Nicht sein einziger Kopfstoß
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Marco Matterazzi war im WM-Finale 2006 nicht das erste Kopfstoß-Opfer Zidanes. In der Champions League schlug er bereits sechs Jahre davor zu. HSV-Profi Jochen Kientz wollte sich nach einem Zweikampf mit dem Franzosen aufrichten, als er plötzlich dessen Stirn zu spüren bekam. „Er stieß mit dem Kopf zu. Anschließend habe ich alles doppelt gesehen“, erinnert sich der Deutsche im Interview mit der „Hamburger Morgenpost“. Kientz erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Jochbeinprellung.

Er konnte die Partie, die Hamburg 3:1 gewann, jedoch zu Ende spielen. Zidane musste nach 24 Minuten mit Rot vom Platz. Es sollte sein letzter CL-Einsatz für Juventus gewesen sein. Denn der dreifache Weltfußballer fasste als Wiederholungstäter eine Sperre über fünf Spiele aus. Erst kurz davor hatte er La Corunas Emerson in Kung-Fu-Manier umgetreten.

2. Platz: Das beste Spiel seiner Karriere

Zidanes beste Vorstellung aller Zeiten? Nicht das WM-Finale 1998, auch nicht das CL-Endspiel 2002, sondern ein 4:1-Sieg gegen Ajax Amsterdam im Halbfinale der Königsklasse 1997. Zumindest, wenn es nach dem Geschmack von „Zizou“ selbst geht. „Bei dieser Frage komme ich immer wieder auf diese Partie zurück“, erzählte der Offensiv-Künstler der offiziellen FIFA-Homepage. „Ich habe zwei Tore aufgelegt und eines selbst geschossen. Die Statistiken nach dem Spiel haben gezeigt, dass ich nur sehr wenige Fehlpässe gemacht habe. Damals war ich auf dem Höhepunkt.“

Ajax war nicht irgendeine Mannschaft, sondern Vorjahresfinalist der Champions League. Trotzdem spielte Zidane die Defensive rund um Frank de Boer und Danny Blind schwindlig. Dank des Triumphs stieg Juventus ins Endspiel auf. Dort unterlagen die Italiener Dortmund 1:3. Auch weil Zidane von BVB-Manndecker Paul Lambert kaltgestellt wurde.

 
1. Platz: Der Volley gegen Leverkusen

Ein Tor, so legendär wie Zidane selbst. Noch heute läuft vielen Fans die Gänsehaut über den Rücken, wenn sie an diesen Volley denken. Die Entstehungsgeschichte ist unspektakulär: Santiago Solari schickt Roberto Carlos an der Seitenlinie entlang, dessen Flanke senkt sich in hohen Bogen an die Strafraumgrenze. Dort steht Zidane. Er nimmt den Ball volley und hämmert ihn perfekt unter die Latte. „Ein Genuss für jeden Fußball-Liebhaber“, sagte sein damaliger Teamkollege Raul.

Bemerkenswert an diesem Treffer: Zidane erzielte ihn mit seinem „schwächeren“ linken Fuß. „Es war ein schönes und einzigartiges Tor“, gab der Maestro später zu. „So etwas kann man nicht planen. Man muss die Möglichkeit einfach nutzen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich sehr glücklich war, die Kugel punktgenau im richtigen Winkel und der richtigen Höhe getroffen zu haben.“ Ein Treffer, mit dem sich Zidane in die Fußball-Geschichtsbücher eintrug.

 

Jakob Faber

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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