Ein sehr starkes Jahr von Dragovic

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Mit einem 1:0 über Maccabi Tel Aviv fixierte Dynamo Kiew am Mittwoch den Aufstieg in die K.o.-Phase der Champions League. Damit überwintert auch Aleks Dragovic in der Königsklasse.

"Wir hatten mit Chelsea und Porto zwei absolute Top-Teams in der Gruppe und haben es dennoch in die Runde der letzten 16 geschafft", freut sich der ÖFB-Legionär über den historischen Triumph: "Kiew war international zuletzt Ende der 90er so richtig erfolgreich, von daher ist es ein toller Erfolg für den Verein."

"Keine Glanzpartie"

Der Druck vor dem finalen Showdown sei enorm gewesen, gibt der 24-Jährige zu. "Wir waren gegen Maccabi der klare Favorit, jeder hat um die große Chance Bescheid gewusst. Aber wie man weiß, sind die sogenannten Pflichtsiege die schwierigsten, noch dazu, wenn man vor leeren Rängen spielen muss", spricht er die ungewohnte Stimmung im leeren Olympiastadion an, das wegen rassistischen Verhaltens der Dynamo-Fans das erste von zwei verhängten Geisterspielen erlebte.

"Die frühe Führung hat Ruhe in die Partie hineingebracht, letztendlich war der Sieg nie gefährdet. Es war keine Glanzpartie, aber am Ende zählen die Punkte und der Aufstieg", analysiert Dragovic die Partie pragmatisch.

"Es war schon viel Gutes dabei"

Seine persönliche Leistung in der abgelaufenen Gruppenphase schätzt der Innenverteidiger folgendermaßen ein: "Es geht immer besser, aber unterm Strich war schon viel Gutes dabei." In Erinnerung blieben ihm vor allem der Auswärtssieg in Porto, das bis dahin seit 2013 zu Hause ungeschlagen gewesen war, und das 1:2 gegen Chelsea an der Stamford Bridge. "Zuerst das Eigentor, dann mein erstes richtiges in der Champions League, das war schon eine extrem verrückte Sache", meint der damals kurzzeitig erblondete Teamspieler.

Da in der Ukraine bereits die Winterpause angebrochen ist, zieht Dragovic auch gleich ein Fazit über sein höchst erfolgreiches Jahr 2015: "Ich hatte und habe mit Dynamo Kiew ein sehr starkes Jahr, wir sind Meister und Cupsieger geworden, liegen aktuell punktegleich mit Shakhtar an der Tabellenspitze und sind international auch im Frühjahr präsent. Das ist keine schlechte Bilanz und die Qualifikation für Frankreich ist sowieso der Hammer. Ich bin über unsere Leistung mit dem Nationalteam richtig stolz und freue mich extrem auf die internationalen Herausforderung, die auf mich und uns warten." 

Ab in den Urlaub

In den kommenden Wochen sollen die Akkus erst einmal wieder aufgeladen werden, um bestmöglich auf die bevorstehenden Herausforderungn vorbereitet zu sein. "Jetzt geht es in die Wärme und auf Urlaub, die Pause ist wichtig, umso mehr werde ich sie genießen. Ab 8. Jänner startet die Vorbereitung mit Dynamo Kiew, wir werden wieder in Marbella stationiert sein", verrät Dragovic.

Im Frühjahr will er dann wieder einen Schritt nach dem anderen machen. "Für mich wird immer das nächste Spiel das wichtigste sein, von daher gilt es, gesund und am Drücker zu bleiben. Ich habe mir mit dem Team und im Verein internationales Rampenlicht erspielt, das gilt es zu nutzen, darauf arbeite ich hin", formuliert Dragovic seine Ziele für 2016.

We made it 󾭞🏻 1:0 for us against Maccabi Tel Aviv ! Despite the fact that we had to play in an empty stadium we had all...

Posted by Aleksandar Dragović on Wednesday, December 9, 2015
Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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