Die möglichen Gegner im Check

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Dinamo Zagreb, Ludogorets Razgrad, FC Kopenhagen, Hapoel Beer Sheva oder Dundalk FC.

Am Freitag entscheidet sich ab 12 Uhr in Nyon, wen Red Bull Salzburg als letzte Hürde auf den Weg in die Gruppenphase der Champions League nehmen muss.

Salzburg ist wie Viktoria Plzen, Celtic Glasgow, APOEL Nikosia und Legia Warschau gesetzt.

Wer soll es für Österreichs Meister werden?

LAOLA1 checkt die möglichen Gegner:

 

DINAMO ZAGREB (CRO)

Der Verein: Dinamo Zagreb ist das Aushängeschild des kroatischen Fußballs. Man ist der Abo-Meister schlechthin, holte seit 2006 durchgehend den Titel. Zdravko Mamic ist nicht nur der Präsident des Klubs, sondern lenkt auch den kroatischen Fußball. Sein Handeln ist milde ausgedrückt umstritten. Dinamo gewann wie Salzburg alle Spiele in der bisherigen CL-Quali - die Gegner waren Vardar Skopje aus Mazedonien und Dinamo Tiflis aus Georgien. Das Maksimir-Stadion kennt Salzburg bereits.

Spieler, die man kennt: Ante Coric (19) spielte bei Red Bull Salzburg im Nachwuchs und wurde Wunderkind genannt. Nun hat er bereits zwei Spiele für das kroatische Nationalteam gespielt. Gordon Schildenfeld war früher bei Sturm. El Arbi Hillel Soudani wird Austria-Fans ein Begriff sein. Die Veilchen schalteten Dinamo Zagreb im CL-Playoff 2013 aus.

Der Trainer: Zlatko Krancjar ist Fußball-Österreich natürlich ein Begriff. Der heute 59-Jährige spielte 240 Mal für Rapid und traf 119 Mal. Als Trainer leitete er nicht nur das Training beim FC Linz sondern auch beim kroatischen Nationalteam. Es ist für ihn die dritte Amtszeit bei Dinamo Zagreb. Seine Erfolge als Coach: Im Iran holte er je einmal Titel und Cupsieg, zudem wurde er in Kroatien zwei Mal Meister und zwei Mal Cup-Sieger - der Gewinn dieser vier Trophäen ist allerdings bereits über 15 Jahre her.

Der Salzburg-Bezug: Die beiden trafen sich erst vor zwei Jahren in der Europa-League-Gruppenphase. Salzburg führte die Kroaten nach einem 4:2-Sieg zu Hause auswärts vor und gewann 5:1. Was hat sich seither getan? Dinamo war vergangene Saison in der Champions-League-Gruppenphase, Salzburg im Herbst zu Hause...

LAOLA1-Los-Check: Sicher kein Traumlos, aber auch wenn es nur drei Spieler (Ulmer, Schwegler, Soriano) betrifft, hat man unmittelbar gute Erinnerungen. Krancjar könnte zudem "auscoachbar" sein, auch der Heimvorteil (13000 Zuschauer gegen Tiflis) muss nicht zwingend einer sein. Allerdings weiß Zagreb, wie man in die CL-Gruppenphase kommt. Salzburg (noch) nicht.

 

LUDOGORETS RAZGRAD (BUL)

Der Verein: Die bulgarische Cinderella-Story. Die Bulgaren kamen erst 2011 erstmals in die höchste Spielklasse und sind nun seit 2012 durchgehend Meister und spielten 2014/15 in der Champions-League-Gruppenphase. In der diesjährigen Quali setzte man sich bislang klar gegen Mladost Podgorica bzw. nach Verlängerung gegen Roter Stern Belgrad durch. In die Ludogorets-Arena passen lediglich 8000 Zuschauer.

Spieler, die man kennt: Im Prinzip keinen, doch die Bulgaren haben wie für erfolgreiche Teams aus dem Osten nicht unüblich einige Brasilianer im Kader. Teuerster Spieler im Kader ist der rumänische Teamstürmer Claudiu Keseru.

Der Trainer: Das ist seit November 2015 der 61-jährige Georgi Dermendzhiev. Der war schon vorher beim Verein als Co-Trainer und Chefcoach engagiert. In seiner zweiten Amtszeit hält der 4-2-3-1-Verfechter bei einem Punkteschnitt von 2,32.

Der Salzburg-Bezug: Gibt es nicht wirklich. Red Bull Salzburg hat 2009 in der EL-Gruppenphase zwei Mal gegen Levski Sofia gewonnen, aber das war es schon mit der bulgarischen Verbindung.

LAOLA1-Los-Check: Die große Unbekannte für Salzburg. Aber vielleicht liegt den Salzburgern das spielerisch veranlagte Team aus Bulgarien ja mehr als andere Gegner hier.

 

FC  KOPENHAGEN (DEN)

Der Verein: Die Dänen wurden erstmals seit 2013 wieder Meister und spielten zuletzt 2013/14 in der CL-Gruppenphase. Bislang setzte man sich gegen die Crusaders aus Nordirland sowie nun klar gegen Astra Giurgiu (ROU) durch. Das Stadion heißt Parken und es passen 32000 Zuschauer rein.

Spieler, die man kennt: Goalie Robin Olsen und Innenverteidiger Erik Johansen, weil sie beide im benachbarten Malmö spielten. Mikael Antonsson, weil der 35-Jährige 28 Mal für Schweden sowie 44 Mal für die Wiener Austria auflief. Und natürlich Peter Ankersen - siehe unten.

Der Trainer: Das ist mit Ex-Köln- und Wolverhampton-Trainer Stale Solbakken kein unbeschriebenes Blatt. Der 48-Jährige, der auf ein 4-4-2 setzt, lenkt als Manager und Trainer die sportlichen Geschicke des Vereins.

Der Salzburg-Bezug: Peter Ankersen spielte eine Saison und 33 Partien in Salzburg, wurde vor einem Jahr an Kopenhagen verliehen und dieses Jahr endgültig abgegeben.

LAOLA1-Prognose: Abgesehen davon, dass Kopenhagen eine Schrägseil-Brücke von Malmö entfernt ist, gibt es hier sicherlich unangenehmere Lose - wie jenes unten.

 

HAPOEL BE'ER SHEVA (ISR)

Der Verein: Der Klub aus der Stadt Be'er Sheva, die im Zentrum von Israel liegt, wurde erstmals seit 40 Jahren Meister und sorgte prompt in der CL-Quali für eine Sensation. Nach Sheriff Tiraspol wurde das topgesetzte Olympiakos Piräus, CL-Dauergast, ausgeschaltet. Ins 2015 eröffnete Turner-Stadion passen 16.000 Zuschauer.

Spieler, die man kennt: Ben Sahar spielte etwa bei der Hertha, war aber gegen Olympiakos nicht erste Wahl. Ansonsten ein vom Alter her reifes Team mit dem Durchschnittsalter von 28,9 Jahren.

Der Trainer: Barak Bakhar ist erst 36 Jahre alt, und war schon zuvor als Trainer von Kiryat Shmona in der höchsten israelischen Liga aktiv.

Der Salzburg-Bezug: Oscar Garcia traf mit seinem Ex-Klub Maccabi Tel Aviv auf den aktuellen Meister: „Ich kenne natürlich die israelische Liga ganz gut und weiß, wie viel Qualität sie haben. Ich kenne die Spieler, das Stadion ist immer voll. Sie haben Olympiakos eliminiert, also sind sie eine starke Mannschaft. Es ist vielleicht kein Gegner, den ich mir meisten wünschen würde, auf der anderen Seite freut es mich immer, nach Israel zurückzukehren.“ 

LAOLA1-Los-Check: Definitiv das unangenehmste Los.

 

DUNDALK FC (IRL)

Der Verein: Dundalk ist im Nordosten Irlands an der Grenze zu Nordirland, der Dundalk FC spielt aber seine Europacup-Partien im Stadion der Shamrock Rovers, im Tallaght Stadium zu Dublin, das eine Stunde entfernt liegt. Man wurde zuletzt zwei Mal Meister und schaltete nach Hafnarfjordur sensationell BATE Borisov per 3:0 im Rückspiel aus.

Spieler, die man kennt: Absolut niemanden. Eine No-Name-Truppe, wie sie im Buche steht.

Der Trainer: Stephen Kenny ist 44 Jahre alt und trainierte in Schottland, Nordirland und Irland. Er ist bereits seit 2012 im Amt.

Der Salzburg-Bezug: Die "Bullen" hatten schon einmal in der CL-Quali mit Iren zu tun. Damals 2009 unter Huub Stevens gegen Bohemians Dublin. Nach einem 1:1 zu Hause sorgte Patrik Jezek in Irland erst vier Minuten vor Schluss für das Abwenden einer Blamage.

LAOLA1-Prognose: Geht es nach dem Gesetz der Serie, bekommt Salzburg nach Liepaja und Partizani mit Dundalk nun den schwächsten Gegner, gemessen am Koeffizienten der Setzliste. Ja, sie haben BATE ausgeschaltet, aber es bleibt das Wunschlos.



Adi Hütter schafft das Wunder von Bern:


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