Die Tops und Flops der 26. Runde

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Legionäre, auf die Österreich stolz sein kann. Eine Sturm-Leihgabe, die erst beim WAC trifft. Und Rapids miserable Chancenverwertung.

Die 26. Bundesliga-Runde hat wieder interessante Erkenntnisse und Überraschungen parat gehabt. Auch die Unparteiischen waren erneut Thema.

Wir haben die Tops und Flops des 26. Spieltags!

Auf solche Legionäre kann Österreich stolz sein

Legionäre kommen, Legionäre gehen - so heißt es zumindest oft. Denn Österreich war in der Vergangenheit für viele nur eine Station auf der Durchreise. Nicht jedoch für Jonatan Soriano, der sich verdientermaßen beim 3:0 gegen Grödig zum besten ausländischen Bundesliga-Torschützen aller Zeiten krönte. Der Katalane liegt mit 108 Treffern nun gleichauf mit der ehemaligen Rapid-Legende Zlatko Kranjcar. Es wird allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis er mit einem weiteren Treffer zum alleinigen Rekordhalter avanciert. Soriano ist anders, nennt Salzburg seit über vier Jahren seine Heimat und erteilte mitunter namhaften Interessenten eine Absage, um weiterhin in Österreich zu bleiben. So wie Rapid-Kapitän Steffen Hofmann, der mit einer halbjährigen Unterbrechung mittlerweile seit 2002 in Wien lebt und seit drei Wochen jener Legionär mit den meisten Spielen in der Bundesliga-Geschichte ist. Diese beiden Legionäre haben in ihren Glanzzeiten die Bundesliga auf ein höheres Niveau gehoben. Man kann durchaus stolz sein, dass sie sich über lange Zeit der heimischen Liga verschrieben haben.




Wolfsbergs Horror-Fluch fand ein Ende

Was habt ihr so alles seit dem 4. Oktober 2014 erlebt? Einiges wahrscheinlich. Auch der Wolfsberger AC hat in diesem Zeitraum einiges mitgemacht. Sage und schreibe 24 Spiele lang blieben die Kärntner in der Bundesliga ohne einen einzigen Auswärtssieg. Was unter Dietmar Kühbauer startete, war auch anfangs unter Neo-Trainer Heimo Pfeifenberger nicht zu stoppen. Bis zu diesem denkwürdigen 6. März 2016: Ein 2:0-Sieg bei der Admira war dafür verantwortlich, dass viele Spieler im Kader erstmals in den Genuss eines Sieges in der Fremde kamen. Auch der Chefbetreuer, unter dem die Wölfe bereits seit fünf Spielen ungeschlagen sind, frohlockte: "Es ist ein schöner Tag für uns, vor allem für die Mannschaft."



Herausragende Torhüter-Leistungen

Markus Kuster vom SV Mattersburg und Martin Kobras vom SCR Altach brachten ihre Gegenspieler am Wochenende zur Verzweiflung. Der SVM-Keeper sorgte gleich mit neun Towartparaden dafür, dass Sturm ohne Punkte nach Hause fahren musste, gleichzeitig scheiterte Rapid sechs Mal an Paraden des Altacher-Schlussmanns. Für Kuster war es insofern ein besonderer Abend, als dass er auch im dritten Spiel gegen die Grazer ohne Gegentor geblieben ist - das gelang ihm gegen kein anderes Team. Rapid-Coach Barisic war der Frust über die vergebenen Chancen seiner Schützlinge anzuhören: "Es war ein Tormann auf der anderen Seite, der wieder einmal gegen Rapid den Tag seines Lebens gehabt hat, den er nicht so schnell wieder haben wird." Das wird Kobras wohl anders sehen.



Rapid und die Chancenverwertung: das x-te Kapitel

Siege im Derby oder gegen Sturm Graz sind im Endeffekt halt nur halb so viel wert, wenn man beim Tabellenvorletzten Altach wichtige Punkte im Titelkampf lässt. Rapid windet sich, redet sich heraus und will öffentlich gar nichts davon wissen, dabei handelt es sich um einen reinen Abwehrmechanimus. Innerlich brodelt es wohl - vor allem aufgrund der etlich ausgelassenen Torchancen, die in der Endabrechnung den Unterschied ausmachen könnten. Ob Stangl, Kainz oder Jelic - diese Chancen in Hülle und Fülle sollten dann schon einmal in Tore umgemünzt werden. Vor allem, wenn Sportdirektor Andreas Müller im Vorfeld der Partie im "Kurier" noch ankündigte: "Jelic ist spätestens nächste Saison ein Mann für 15 bis 20 Tore in der Liga." Aktuell wäre eines in Vorarlberg wohl wichtiger gewesen, um sich den großen Traum zu erfüllen. Dabei ist die Chancenverwertung immer wieder ein heikles Thema bei Rapid. Entweder die Maschinerie läuft oder eben gar nicht - das war gegen Altach wieder einmal offensichtlich.



Schmerböck fordert Sturm Graz

Für uns hat es das Potenzial zum Privatduell der Rückrunde. Sturm Graz hat im Frühjahr bislang drei Tore erzielt, Marc-Andre Schmerböck inzwischen deren zwei. Und ganz ehrlich: Die Grazer Leihgabe an den WAC hätte am Samstag auf 3:3 stellen müssen, als er in der Schlussphase alleine auf das Admira-Tor gelaufen ist. In dieser Szene hat er wohl den Sturm-Spieler in sich entdeckt. Aber gut, wir wollen nicht zu tief in den Wunden der „Blackies“ rühren. Donis Avdijaj hat ohnehin völlig richtig angesprochen, dass die Zeit der Ausreden vorbei ist und dass es so nicht weitergehen kann. Immer nur die spielerische Überlegenheit zu bemühen, wenn man das Tor nicht und nicht und nicht trifft, ist auf Dauer zu wenig. In Wahrheit waren die untauglichen Versuche vor dem Mattersburg-Gehäuse der noch größere Flop als der Patzer von Goalie Michael Esser, der einen logischen, aber zu einfachen Sündenbock abgibt.

Die Fahne ist zum Heben da

Unter der englischen Woche blieb es im Schiedsrichter-Thema nach längerer Zeit wieder einmal ruhig, doch der Frieden ist spätestens seit den Entscheidungen im Spiel zwischen der Austria und Ried wieder dahin. Diesmal stand allerdings nicht der Schiedsrichter selbst im Zentrum der Kritik, sondern viel mehr seine Assistenten an der Seitenlinie. Unter dem Titel "Abseits-Ärger" stand schlussendlich der 3:1-Sieg der Violetten. Auch wenn alles mit Ried begann. Denn bei Petar Filipovic' Treffer zum 1:0 kam die Vorarbeit von Thomas Reifeltshammer aus minimaler Abseitsposition. Das Knie war vorne - natürlich schwierig zu sehen. Über Austrias 2:1, das die Wende besiegelte, darf jedoch schon heftiger diskutiert werden. Denn da übersahen die Unparteiischen eine deutliche Abseitsstellung des Torschützen Alexander Grünwald - da ging es nicht mehr um Zentimeter. Dass der Videobeweis künftig in internationalen Ligen getestet werden soll, verwundert aufgrund dessen wenig.



ZUSCHAUER-TENDENZ

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. 15.100 (Rapid-Ried) 1.079 (Grödig-Altach) 36.826 7.365
2. 17.357 (Salzburg-Rapid) 2.940 (Admira-Mattersburg) 40.244 8.049
3. 13.300 (Rapid-WAC) 1.667 (Grödig-Austria) 27.490 5.498
4. 12.500 (Austria-Rapid) 1.212 (Grödig-Admira) 28.896 5.779
5. 14.876 (Sturm-Rapid) 2.402 (Admira-Ried) 35.089 7.018
6. 16.800 (Rapid-Grödig) 4.217 (Altach-Admira) 39.661 7.932
7. 14.300 (Rapid-Mattersburg) 1.454 (Grödig-Ried) 35.608 7.122
8. 8.347 (Salzburg-Grödig) 2.233 (Admira-WAC) 32.790 6.558
9. 15.500 (Rapid-Admira) 1.142 (Grödig-Mattersburg) 32.857 6.571
10. 6.410 (Austria-WAC) 3.345 (Admira-Sturm) 23.764 4.753
11. 23.200 (Rapid-Salzburg) 1.721 (Grödig-Sturm) 36.623 7.325
12. 7.715 (Salzburg-Admira) 3.079 (Ried-Mattersburg) 28.921 5.784
13. 32.200 (Rapid-Austria) 2.109 (Admira-Grödig) 58.479 11.696
14. 14.700 (Rapid-Sturm) 1.226 (Grödig-WAC) 32.288 6.458
15. 11.822 (Austria-Salzburg) 1.815 (Admira-Altach) 27.949 5.590
16. 9.623 (Salzburg-Sturm) 2510 (Ried-Grödig) 32.515 6.503
17. 16.400 (Rapid-Altach) 2.036 (Grödig-Salzburg) 33.460 6.692
18. 6.244 (Austria-Sturm) 2.700 (Mattersburg-Grödig 22.065 4.413
19. 12.700 (Rapid-Ried) 1.020 (Grödig-Altach) 27.549 5.509
20. 14.167 (Salzburg-Rapid) 1.919 (Admira-Mattersburg) 30.899 6.180
21. 13.700 (Rapid-WAC) 1.436 (Grödig-Austria) 25.159 5.032
22. 12.500 (Austria-Rapid) 1.124 (Grödig-Admira) 26.215 5.243
23. 12.571 (Sturm-Rapid) 2.150 (Admira-Ried) 29.805 5.961
24. 14.200 (Rapid-Grödig) 2.700 (Mattersburg-WAC) 35.155 7.031
25. 13.200 (Rapid-Mattersburg) 1.320 (Grödig-Ried) 26.815 5.363
26. 7.771 (Salzburg-Grödig) 2.014 (Admira-WAC) 25.544 5.109
GESAMT: 832.666 6.405
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