Die Tops und Flops der 23. Runde

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Da ein wertvolles Comeback, dort eine unterirdische Schiedsrichter-Leistung.

Die dritte Runde im Frühjahr hatte einige interessante Erkenntnisse zu bieten.

Wir haben die Tops und Flops des 23. Spieltags:

Comeback von Naby Keita:

Er ist zurück! Salzburgs Herzstück feierte gegen Altach nach überstandener Malaria-Erkrankung sein Comeback – für viele überraschend, denn eigentlich war seine Rückkehr erst für einen späteren Zeitpunkt erwartet worden. Sein Einsatz erwies sich für die Bullen jedenfalls als Gold wert. Als Guineas Fußballer des Jahres in der 67. Minute für Valentino Lazaro eingewechselt wurde, stand es 0:0, zudem spielte der Meister nach Gelb-Rot für Bernardo nur noch zu zehnt. Doch drei Minuten später gelang Miranda das 1:0 (70.), in der Schlussphase fixierte Oberlin den 2:0-Endstand (83.) – nach idealem Zuspiel von… richtig, Keita!



Philipp Schobesberger:

Wiedergutmachung geglückt, Torriecher bewiesen! Der SK Rapid und Philipp Schobesberger reisen nach dem 0:6-Debakel am Donnerstag in Valencia mit zufriedenen Gesichtern aus Graz zurück nach Wien. Sturm hat es den Grün-Weißen defensiv nicht wirklich schwer gemacht, der pfeilschnelle Oberösterreicher enteilte zwei Mal auf ähnliche Art und Weise der Blackies-Defensive und sorgte dafür, dass Rapid punktemäßig wieder mit Leader RB Salzburg gleichzog. Für den 22-Jährigen war es bereits Tor Nummer drei gegen Sturm und außerdem sein erster Doppelpack für Rapid. Und dann auch noch ein Schlag in die Magengrube für alle Sturm-Fans. "Zum Glück ist es nichts geworden", sagt er über seinen einst kurz bevorstehenden Wechsel in die Steiermark.



Ende der WAC-Torsperre:

Es wurde aber auch Zeit! Der WAC war vor der 23. Runde als einziges Team im Kalenderjahr 2016 noch ohne Torerfolg und traf davor zum letzten Mal am 5. Dezember 2015. Doch nach exakt 357 Minuten war der Bann endlich gebrochen. Issiaka Ouedraogo erlöste die Wölfe ausgerechnet im so wichtigen Duell gegen den SV Grödig mit dem 1:0. Und nur neun Minuten danach setzte der Stürmer aus Bukina Faso noch einen drauf (79.). Geht doch!



Schiedsrichter Dominik Ouschan:

Okay, Fehlentscheidung gibt es im Fußball und wird es auch in Zukunft (leider) geben. Doch was sich Schiedsrichter Dominik Ouschan und seine Assistenten bei der Begegnung zwischen Austria und Mattersburg leisteten, war schon mehr als bedenklich - schließlich pfiff der Vorarlberger konsequent gegen die Burgenländer. Das brachte selbst den sonst so ruhigen Ivica Vastic auf die Palme: „Der Schiedsrichter hat die Partie mit merkwürdigen Entscheidungen in eine andere Richtung geleitet.“ Und Nedeljko Malic schimpfte: „Was in der ersten Hälfte passiert ist, war alles andere als regulär bzw. akzeptabel für uns.“



Austrias Heimbilanz:

Nichts wurde es mit der violetten Wiedergutmachung nach der 0:3-Heimpleite gegen Rapid in der Vorwoche. Die Veilchen mussten sich gegen den SV Mattersburg vor eigenem Publikum mit einem 2:2 begnügen – und das, obwohl die Wiener über eine Halbzeit lang eine numerische Überlegenheit hatten und bis zur 89. Minute mit 2:1 führten. Doch wie im Herbst gegen die Admira kassierten Rotpuller und Co. kurz vor Schluss den Ausgleich und warten somit seit dem 2. Dezember 2015 auf einen Heimsieg. Damals wurde Sturm Graz mit 2:1 besiegt. Seither setzte es zwei Niederlagen und ein Remis, weshalb die Austria in der Heimtabelle nach zwölf ausgetragenen Partien mit 19 Punkten auf Rang sieben abrutscht. Für einen Klub, der oben mitspielen will, eine zu geringe Ausbeute.

 Sturms Planlosigkeit:

"Wir haben uns so viel vorgenommen und uns richtig gefreut auf diese Partie", meinte Thorsten Schick. Nach zwölf Minuten war der Anfangs-Sturm aber schon wieder vorbei und die Blackies 0:1 in Rückstand. Es war der siebente Gegentreffer in der Anfangsviertelstunde. Kein anderes Team der Liga hat so viele Treffer in dieser Zeit kassiert. Dann traf Sascha Horvath die Stange, im Gegenzug fiel das 0:2. Bitter, könnte man meinen. Unglücklich. Wenn der gegnerische Trainer aber nach dem Spiel zufrieden sagen kann: "Wir haben uns auf das Einfachste beschränkt" und das auch noch reicht, muss man sich wirklich hinterfragen. 17 Flanken, gelegentliche Weitschüsse und Hoffen auf Einzelaktionen ergeben eben auch noch kein Offensivkonzept.

ZUSCHAUER-TENDENZ

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. 15.100 (Rapid-Ried) 1.079 (Grödig-Altach) 36.826 7.365
2. 17.357 (Salzburg-Rapid) 2.940 (Admira-Mattersburg) 40.244 8.049
3. 13.300 (Rapid-WAC) 1.667 (Grödig-Austria) 27.490 5.498
4. 12.500 (Austria-Rapid) 1.212 (Grödig-Admira) 28.896 5.779
5. 14.876 (Sturm-Rapid) 2.402 (Admira-Ried) 35.089 7.018
6. 16.800 (Rapid-Grödig) 4.217 (Altach-Admira) 39.661 7.932
7. 14.300 (Rapid-Mattersburg) 1.454 (Grödig-Ried) 35.608 7.122
8. 8.347 (Salzburg-Grödig) 2.233 (Admira-WAC) 32.790 6.558
9. 15.500 (Rapid-Admira) 1.142 (Grödig-Mattersburg) 32.857 6.571
10. 6.410 (Austria-WAC) 3.345 (Admira-Sturm) 23.764 4.753
11. 23.200 (Rapid-Salzburg) 1.721 (Grödig-Sturm) 36.623 7.325
12. 7.715 (Salzburg-Admira) 3.079 (Ried-Mattersburg) 28.921 5.784
13. 32.200 (Rapid-Austria) 2.109 (Admira-Grödig) 58.479 11.696
14. 14.700 (Rapid-Sturm) 1.226 (Grödig-WAC) 32.288 6.458
15. 11.822 (Austria-Salzburg) 1.815 (Admira-Altach) 27.949 5.590
16. 9.623 (Salzburg-Sturm) 2510 (Ried-Grödig) 32.515 6.503
17. 16.400 (Rapid-Altach) 2.036 (Grödig-Salzburg) 33.460 6.692
18. 6.244 (Austria-Sturm) 2.700 (Mattersburg-Grödig 22.065 4.413
19. 12.700 (Rapid-Ried) 1.020 (Grödig-Altach) 27.549 5.509
20. 14.167 (Salzburg-Rapid) 1.919 (Admira-Mattersburg) 30.899 6.180
21. 13.700 (Rapid-WAC) 1.436 (Grödig-Austria) 25.159 5.032
22. 12.500 (Austria-Rapid) 1.124 (Grödig-Admira) 26.215 5.243
23. 12.571 (Sturm-Rapid) 2.150 (Admira-Ried) 29.805 5.961
GESAMT: 745.152 6.480


SV Grödig:

Böse Zungen meinen, der SV Grödig ist dort angekommen, wo er hingehört, nämlich mitten im Kampf gegen den Abstieg. Fakt ist, die Salzburger liegen nach dem 0:2 beim WAC nur mehr einen Punkt vor dem Tabellenletzten aus Wolfsberg und sind seit fünf Spielen sieglos. Doch so ganz dürften die Grödig-Kicker den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben, Peter Schöttel moniert: "Bei uns herrscht Alarm, es müssen auch die selbstbewusstesten Spieler in der Mannschaft erkennen, dass wir nicht um Platz sechs spielen, sondern uns mitten im Abstiegskampf befinden.“



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