Austria verpasst mit Heimpleite die Winterkrone

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FK Austria Wien
CASHPOINT SCR Altach
1:2 (1:0)

Austria Wien wird nach dem Herbstmeistertitel nicht Winterkönig der Bundesliga.

Die Favoritner bezogen am Samstagnachmittag eine 1:2-(1:1)-Niederlage gegen den Tabellenachten Altach.

Ognjen Vukojevic (17.) erzielte zwar die verdiente Austria-Führung, doch Louis Ngwat-Mahop machte mit seinem Doppelpack (61., 65.) unter Mithilfe von Austria-Tormann Osman Hadzikic die Überraschung perfekt.

Nur ein Zähler Vorsprung

Tabellenführer Austria hatte damit vor dem Sonntagsschlager zwischen den punktegleichen Verfolgern Salzburg und Rapid weiter nur einen Zähler Vorsprung und wird damit bestenfalls auf Platz zwei überwintern.

Altach schaffte nach drei Niederlagen (inklusive des 1:2 im Cup-Achtelfinale in Wien) den ersten Saisonsieg über das Team von Thorsten Fink und verbesserte sich vor den Abendspielen vorerst auf Platz sechs. Es war der erste "Dreier" der Vorarlberger im zehnten Anlauf (zuvor sieben Niederlagen, zwei Remis) in der Generali Arena.

Die Austria, die mit Olarenwaju Kayode (Sprunggelenk), Alexander Grünwald (Rücken), Richard Windbichler (Oberschenkelverhärtung), Tormann Robert Almer (Knie), Lukas Rotpuller (Magen-Darm-Virus) und den nach Bern wechselnden Philipp Zulechner (nicht im Kader) gleich sechs Stammspieler vorgeben musste, bestimmte das Match zu Beginn klar. In den ersten 17 Minuten schnürte sie die extrem defensiven Altacher in deren Hälfte ein.

Vukojevic besorgt Führung

Bereits in der 14. Minute lag das 1:0 in der Luft, als nach einem Holzhauser Eckball im Strafraum der Vorarlberger ein regelrechtes Tohuwabohu herrschte. Doch das dichte Gedränge vor dem Tor von Andreas Lukse vereitelte in dieser Situation einen Torerfolg.

Aber wenig später durfte die Austria über die verdiente Führung jubeln: Vukojevic, der die Aktion selbst mit einem Heber eingeleitet hatte, rutschte in einen Schuss von Kevin Friesenbichler und setzte den Ball in die Maschen.

Dadurch waren die ebenfalls stark ersatzgeschwächten Altacher gezwungen, mehr für das Match zu tun. Wirklich gefährlich wurden die Gäste zunächst allerdings nur nach einer halben Stunde, als Stürmer Ismael Tajouri nach einem Zweikampf mit Christoph Martschinko im Austria-Strafraum zu Fall kam. Die Pfeife von Schiedsrichter Markus Hameter blieb jedoch stumm.

Glück für Altach bei Lukse-Parade

Die zweite Hälfte begann wie die erste, denn die Austria, die in der letzten Viertelstunde vor dem Wechsel die spielerische Linie verloren hatte, dominierte wieder eindeutig.

Austria Altach
Ballbesitz 62,3% 37,7%
Zweikämpfe 53,97% 46,03%
Eckbälle 10 3
Torschüsse 20 8
Torschüsse außerhalb Strafraum 7 4
Torschüsse innerhalb Strafraum 13 4
Kopfballchancen 3 3
Abseits 0 6
Fouls 15 11

 Und Altach hatte in dieser Drangphase der Violetten Riesenglück, dass Lukse in der 52. Minute nicht wegen Torraubs vom Feld flog. Nach einem Steilpass auf Alexander Gorgon verließ der Schlussmann seinen Strafraum, wehrte den Ball mit dem Arm ab und mähte dabei auch noch den Austria-Kapitän um. Hameter ahndete diesen doppelten Regelverstoß aber nicht.

Mahop trifft im Doppelpack

Der Ausgleich nach einer Stunde ging dann auf die Kappe von Hadzikic. Nach einem Freistoß von Tajouri agierte der Austria-Keeper zu unentschlossen und verlor damit das Luftduell mit Ngwat-Mahop, der nur vier Minuten später seinen Doppelpack schnürte.

Wiener verpassen die Winterkrone. Die besten Bilder der 20. Bundesliga-Runde:
Salzburg-Rapid 2:0 (1:0)
SV Ried - WAC 1:0 (1:0):
Admira-Mattersburg 1:1 (1:1)

Auch den zweiten Treffer erzielte er nach einem Konter und einer Aigner-Flanke per Kopf. Die Hintermannschaft der Austria machte beim fünften Saisontor des Kameruners keine gute Figur.

Friesenbichler vergibt Ausgleich

Die Hausherren drängten in der Folge auf den Ausgleich, vergaben aber gleich mehrere Sitzer, Kevin Friesenbichler deren sogar zwar.

Zuerst köpfelte er aus kürzester Distanz neben das Tor (75.), neun Minuten später fiel sein Schuss zu leicht und zu zentral aus. Raphael Holzhauser schoss dagegen aus guter Position über das Tor (85.). Auf der Gegenseite hätte Boris Prokopic im Konter noch zuschlagen können (90./drüber).

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