Grödig will "Goliath" Salzburg stoppen

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Der SV Grödig ist in der Bundesliga fünf Heimspiele lang ungeschlagen. Am Samstag ist Lokalrivale Red Bull Salzburg im Grödiger Stadion zu Gast.

Mit dem Vertrauen in die eigenen Stärken soll der Heim-Erfolgslauf auch gegen den Meister andauern und zudem eine schwarze Serie gegen die "Bullen" enden.

Salzburg-Trainer Peter Zeidler zeigte Respekt und warnte vor dem Nachbarn.

"Wir müssen daran glauben"

"Wir müssen daran glauben, dass etwas möglich ist", sagte Grödig-Trainer Peter Schöttel, dessen Truppe gegen die Salzburger in neun Duellen erst einen Punkt holte.

Das Selbstvertrauen dürfte aber stimmen, die vergangenen drei Heimspiele entschieden die Blau-Weißen allesamt für sich. Auf der "Abschussliste": Sturm, WAC und zuletzt Rapid.

"Bis jetzt haben wir gegen die Großen in der Liga daheim gut ausgeschaut", befand Schöttel und verwies zudem auf die (verspielte) 2:0-Führung gegen die Austria.

Die besten zwei Heimteams der Liga

Zuhause hat bisher nur der kommende Gegner, Ligakrösus Salzburg, mehr Punkte (19) geholt als die Grödiger (17).

"Wir trauen uns interessanterweise in Heimspielen viel mehr zu als auswärts. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Ich habe gelernt, dass manche Dinge im Fußball einfach nicht erklärbar sind", sagte Schöttel.

Die Heimstärke ist imposant, an der Favoritenrolle der "Bullen" besteht dennoch kein Zweifel.

"David gegen Goliath"

"Im Unterschied zum Wiener Derby ist das Salzburger Derby ein Kampf David gegen Goliath, es spielt der Club mit dem größten Budget gegen den Club mit dem kleinsten Budget", hielt Schöttel fest.

Ein Punktgewinn gegen den Titelverteidiger wäre für die graue Maus der Liga wiederum ein Bonuspunkt im Abstiegskampf. Denn das Abstiegs-Thema ist im Grödiger Lager trotz der tollen Leistungen vor heimischem Publikum irgendwie immer präsent.

"Ich hätte mir gewünscht, dass der Abstand zum Tabellenende noch ein bisschen größer ist, aber unsere Punkteausbeute ist bisher durchaus in Ordnung", befand Schöttel.

Salzburg drehte das erste Spiel

Beim ersten Saison-Aufeinandertreffen in Salzburg lag Grödig nach einer halben Stunde 2:0 in Front, am Ende setzte sich der Meister dank einer Energieleistung in der zweiten Hälfte noch mit 4:2 durch.

"In der ersten Hälfte haben wir unsere beste Leistung gebracht, seit ich in Grödig bin. In der zweiten Hälfte konnten wir dann ihre Wucht nicht mehr aufhalten", erklärte Schöttel.

"Spätestens seit dem 4:2-Sieg, wo wir 0:2 hinten lagen, wissen wir, welch schwere Aufgabe uns erwartet", sagte Salzburg-Trainer Peter Zeidler.

"Wer gegen Rapid gewinnt, hat Qualität"

Die jüngsten Heimsiege des Gegners sind auch dem Deutschen nicht verborgen geblieben.

"Sie haben verdient gewonnen. Wer gegen Rapid gewinnt, hat Qualität", sagte der 53-Jährige. Nachsatz: "Sie fühlen sich wohl in ihrem Stadion. Die Mannschaft ist stimmig, hat einen klaren Plan. Sie werden nicht nur auf Konter spielen, denn sie haben beides im Programm."

Seine Truppe geht mit dem Selbstvertrauen eines erkämpften Sieges gegen Sturm Graz(3:1) in die Partie. Mit der Leistung war Zeidler allerdings nicht zufrieden.

"Es ist wie ein Heimspiel für uns"

"Keine Frage, wir müssen uns in der Defensive verbessern. Wir müssen disziplinierter und konzentrierter agieren", ortete der Deutsche Verbesserungspotenzial.

Am Samstag sind abermals drei Punkte das Ziel. "Wir freuen uns auf das Spiel, das nicht als wirkliches Auswärtsspiel zu sehen ist. Es ist wie ein Heimspiel für uns, nur in einem anderen Stadion. Wir sind zuversichtlich, dass wir die paar Kilometer dorthin fahren und die drei Punkte mitnehmen", erklärte Zeidler.

Gelingt der angestrebte Erfolg, würde man auch Leader Austria unter Druck setzen. Die Wiener liegen einen Zähler voran und spielen erst am Sonntag in Ried.

Ex-Lieferinger im Fokus

Besonders aufpassen will Zeidler gegen seine vier Ex-Schützlinge vom FC Liefering: Venuto, Rasner, Völkl und Djuric.

"Unsere Spieler sind Stammspieler und absolute Leistungsträger", sagte Zeidler. Dabei steht das Quartett längst fix in Grödig unter Vertrag.

ÖFB-Teamspieler Yasin Pehlivan könnte erstmals seit dem Auswärtsspiel bei Sturm Ende August in der Startelf stehen. "Pehlivan ist immer ein Thema. Er tut der Mannschaft sehr gut, in der Kabine und am Platz."

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