Rapid und RB Salzburg: (Noch) nicht in einer Liga

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"Worüber reden wir eigentlich? Jeder weiß doch, dass Salzburg einen viel höheren Etat hat, viel höhere Gehälter zahlen kann und wirtschaftlich in einer anderen Liga spielt", lässt sich Rapid-Trainer Mike Büskens vor dem Sonntags-Schlager nicht in die Rolle des (Titel-)Favoriten drängen.

Sportlich sei man auf einem guten Weg, wirtschaftlich ist die Schere kleiner geworden, einholen wird man die Mozartstädter aber wohl nie.

"Unsere Philosophien sind beileibe nicht identisch", so der Deutsche.

Riesen-Unterschied zwischen Rapid und Salzburg?

Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek weiß ebenfalls, dass der Unterschied zum Double-Gewinner weiterhin groß ist. Trotzdem stellt er klar:

"Dennoch bemühen wir uns darum, die Rahmenbedingungen für sportlichen Erfolg zu schaffen. Finanziell steht Salzburg noch drüber. Aber ein Unterscheidungsmerkmal zu Salzburg ist, dass wir unsere Tradition nicht aufgeben. Wir wollen die Schere ein Stück schließen, und auch sportlich haben wir einen guten Kader."

Büskens macht die noch immer vorhandene Kluft am Beispiel Stefan Stangl fest, der im Sommer die Seiten wechselte und nach einer Woche meinte: "Zwischen Salzburg und Rapid ist noch ein Riesen-Unterschied, in der Art und Weise, wie man aufgestellt ist. Salzburg ist noch viel weiter - sportlich und wirtschaftlich. Er kennt beide Seiten und wird recht haben."

Da Geld aber sprichwörtlich keine Tore schießt, werden die Karten im Duell der beiden Rivalen neu gemischt. Die direkten Duelle waren meist heiß umkämpft, auch mit positivem Ausgang für Rapid.

Wenn nicht gegen Salzburg, wann dann?

Dass Salzburg jedoch im Vergleich zum Vorjahr an Qualität eingebüßt hat, will Büskens nicht unterschreiben.

"Sie haben mit Soriano weiterhin einen Ausnahmespieler, der die Liga bestimmt und der Maximo-Goleador der letzten Jahre war. Salzburg gibt Keita ab und holt andere Spieler für mehrere Millionen, zusätzlich haben sie diese Hot-Cakes. Sie sind schon sehr ordentlich, gehen aber einen anderen Weg als wir mit verdammt vielen Legionären, wir geben jungen Österreichern die Chance. Jeder muss dazu stehen, wir haben uns dafür entschlossen", analysiert der Rapid-Coach.

Rapid gegen Salzburg ist längst mehr als ein Fußballspiel, für Christopher Dibon ist es aufgrund der Brisanz das "Spiel des Jahres", da sich beide Mannschaften seit Jahren an der Spitze der Tabelle duellieren.

"Wenn gegen Salzburg nicht jeder voll da ist, kenn ich mich nicht aus", versucht der Verteidiger seine Teamkollegen mitzureißen.

"Das wird ein hochemotionales Spiel"

Die "Bullen" hätten laut Dibon "riesige Qualität, eine sehr gute Mannschaft, aber wir haben die letzten Jahre gezeigt, dass wir Paroli bieten können."

Und fügt nach der verpatzten 0:2-Generalprobe gegen Trencin hinzu: "Der Schalter muss unbedingt umgelegt werden."



Die großartige Unterstützung bei der Premiere dieses Duells im Allianz-Stadion soll ihr Übriges dazu beitragen, dass Rapid im richtungsweisenden Spiel alles abrufen kann.

Auch Büskens weiß vor dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Titel-Favoriten aus der Mozartstadt, was auf ihn zukommt.

"Das wird ein hochemotionales Spiel, da treffen die in den vergangenen Jahren führenden Mannschaften aufeinander. Das wird eine bombastische Stimmung."

"Wir müssen alles reinhauen"

Sportlich weiß man von den Qualitäten des Gegenübers, trotzdem will man vor jener Mannschaft, die zum neunten Mal die Gruppenphase der Champions League verpasste, nicht in die Knie gehen.

"Wir müssen alles reinhauen, gegen einen Gegner, der fußballerisch sehr gut aufgestellt ist und es sich sogar erlauben kann, nominierte Nationalspieler (Anm.: Anspielung auf Ex-Rapidler Stangl) auf der Bank zu lassen. Sie haben eine große Bandbreite im Kader. Aber wir wollen uns dieser Aufgabe stellen und mit der Unterstützung, die wir genießen werden, auch erfolgreich spielen", ist der 48-jährige Deutsche motiviert.

Vor Gäste-Trainer Oscar Garcia zeigt er Respekt. Dieser hat Salzburg neben den offensiven auch defensive Qualitäten eingeimpft. Rapid weiß noch nicht, wie RBS auftreten wird.

"Das sind junge Spieler, die über ein hohes Laufvermögen verfügen. Sie haben nicht so viel Routine, aber dafür Elan. Wenn man sie loslässt, pressen sie früh und definieren sich über das Tempo, nicht nur über den Ballbesitz. Wichtiger wird aber sein, wie wir uns präsentieren, dagegenstellen, und Zweikämpfe annehmen."

Die Basics müssten abgerufen werden, um ein Wörtchen um den Sieg mitreden zu können.



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