Neue Ziele! Darauf schaut Rapid nun ganz genau

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Der Urlaub war kurz, aber bitter nötig.

Trotzdem waren die Gedanken von Fredy Bickel und Damir Canadi auch während der normalerweise ruhigen Zeit bereits bei der Mannschaft, beim Verein.

Seit der Einstellung des neuen Sportchefs haben die beiden mehrmals die Köpfe zusammengesteckt, an einem Konzept gearbeitet, um im Frühjahr durchzustarten.

Der Trainer erklärt im Hinblick auf Ziele: „Wir rechnen nicht großartig nach vorne. Wir wollen die Mannschaft so entwickeln, dass sie ein Spitzenteam wird.“

„Wir werden ganz offen kommunizieren“

Die Abstimmung zwischen dem Schweizer und dem ehemaligen Altach-Coach soll nach Auskunft beider Seiten von Anfang an gepasst haben.

„Es klingt vielleicht fast schon kitschig, aber ich denke, wir haben uns schnell gefunden. Wir sehen viele Dinge sehr ähnlich. Ich freue mich unheimlich auf die Zusammenarbeit und denke wirklich, sie hat gut begonnen“, meint Bickel und Canadi ergänzt:

„Wir werden ganz offen kommunizieren. Aber ich will mich darauf gar nicht so konzentrieren. Wir wollen uns sportlich weiterentwickeln, wollen die Mannschaft körperlich heranführen für die nächsten Aufgaben. Und wir werden uns auf das Sportliche konzentrieren, das ist in Wahrheit das Wichtigste. Alles andere wird Fredy im Hintergrund erledigen und das Bestmögliche tun.“

Dass es nach dem ernüchternden Herbst einiges zu tun gibt, ist klar. Dass wahrlich nicht alles optimal gelaufen ist, ebenfalls. Dem will man nun gegensteuern.

„Es ist wichtig für alle, bei Null zu beginnen“

Zwar kann man die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, trotzdem spricht Bickel von einer Art Neustart, um die Last von den Schultern der Spieler zu nehmen.

„In erster Linie sollte man nicht mehr so viel zurückdenken, was alles nicht geklappt hat. Es ist wichtig für alle, dass man bei Null beginnen kann. Für die Mannschaft gilt wirklich, aufzuwachen und alles daran zu setzen, die Sachen besser zu machen.“

Der Chefbetreuer holt bei diesem Thema aus. Seiner Meinung nach kann die schlechte Phase durchaus positive Auswirkungen auf die betroffenen Spieler haben.

Canadis emotionale Rede siehst du hier im VIDEO:


Damir Canadi findet klare Worte, was für ihn zählt:


Was er bewusst betont: Die mentale Komponente, auf die er im Frühjahr besonderes Augenmerk legen wird.

Ob ihm diese bei einigen Spielern schon in den letzten Spielen abgegangen sei, will er aufgrund der Umstände nicht beurteilen. In Zukunft steht dies jedoch im Fokus. Wer nicht voll mitzieht, wird keine Chance haben.

„Dafür ist aber nicht nur das Talent, sondern auch eine gewisse mentale Bereitschaft nötig. Da musst du einfach Opfer bringen, sehr viel investieren, jede Woche positiv in den Tag reinkommen und bereit sein, an die Grenzen zu gehen. Es sind viele menschliche Sachen. Nicht das Talent, das viele glauben. Wenn einer ein bisschen mehr Talent hat, braucht er nicht glauben, dass er ein besserer Fußballer ist, als einer, der im technischen Bereich nicht ganz so groß ist. Auf die Dinge werde ich sehr genau schauen. Wer ist bereit, diese Ziele zu verfolgen?“

Ziele ist ein gutes Stichwort. Denn der Rückstand von 15 Punkten auf Leader Altach und zehn auf den Vierten Austria lassen einen Angriff auf die Top 3 schwierig erscheinen.

ÖFB-Cup als großes Ziel, in der Liga abhängig

Wohin es konkret gehen soll, wird noch mit der Mannschaft besprochen. „Ich will, dass auch sie dahinter steht und das nachvollziehen kann. Wir wollen als Team auftreten und in die gleiche Richtung ziehen“, meint Bickel zurückhaltend.

Deutlicher wird Canadi: „Fakt ist es, dass wir es nicht selbst in der Hand haben. Mein persönliches Ziel ist es, in der Rückrunde einen Top-3-Platz zu erreichen, aber es geht ja nicht um mich. Es ist auch nicht das erste Spiel das Allerwichtigste. Es ist natürlich wichtig, dass wir das Derby gewinnen und die Austria schlagen, weil es in Wien eine große Rolle spielt. Aber am Ende ist es wichtig, was wir nach diesen 16 Runden zusammenbringen. Wir haben auch den ÖFB-Cup, den wir als große Zielsetzung sehen. Das kann ich schon im Vorfeld einmal sagen. Aber ob wir zehn oder 15 Punkte aufholen, ist unrealistisch, das haben nur diese vier Vereine in der Hand und nicht wir.“

Der Taktikfuchs gilt als Mann mit Plan, der ihm Frühjahr flexibler werden und seine Vorstellungen umsetzen will.


So treibt Neo-Sportchef Fredy Bickel die Kader-Reduzierung voran:


Trotzdem ist er sich bewusst, dass nur ganz wenige Trainer einer Mannschaft in kürzester Zeit eine Handschrift verpassen können. Zwischen Geduld und kurzfristigem Erfolg gelte es, die Balance zu halten.

Gesetzte Schwerpunkte und Arbeit in vielen Teilbereichen

Konkret muss in der Vorbereitung an einigen Schrauben gedreht werden, um Rapid wieder auf Kurs zu bringen. Denn an der Qualität zweifelt Canadi nicht.

Wir haben einige Schwerpunkte gesetzt. Für mich war im Nachhinein wichtig, dass ich die Mannschaft und den Verein schon sechs Wochen kennenlernen konnte. Es ist jetzt Fredys und meine Aufgabe, das gut zu analysieren, die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen und uns in der Organisation zu verbessern. Das ist jetzt grundlegend das Allerwichtigste.“

Auf dem Platz werden viele neue Aspekte auf die Spieler zukommen. Arbeit gibt es laut Trainer in vielen Teilbereichen, die zusammen ein großes Ganzes ergeben sollen.

„Dazu zählt, im körperlichen, technischen Bereich die Basics aufzuarbeiten, auch ein gewisses Pressingspiel, wo wir Anlauf erhalten, gegen den Ball arbeiten und umschalten müssen: Es wird sehr komplex werden. Dass das nicht in vier Wochen geht, alles abzudecken, ist auch klar. Wir versuchen, eine gute Mischung zu finden.“

Mittelfristiger steht über kurzfristigem Erfolg

Kurzfristiger Erfolg wäre eine positive Nebenerscheinung, ausgelegt ist Canadis Konzept jedoch auf längere Zeit hinaus.

„Das wird Bickels und meine Aufgabe sein. Ich am Platz draußen, er in der Organisation, dass wir das hinkriegen. So wollen wir auch denken - nicht kurzfristig, sondern mittelfristig eine Mannschaft aufzubauen. Da gehört mehr dazu. Die Situation ist so wie sie ist, die nehmen wir an.“

In dieser Hinsicht steht definitiv viel Arbeit bevor. Doch sowohl Canadi als auch Bickel haben bereits bei anderen Vereinen bewiesen, dass sie mit dieser Linie gut fahren können.


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