Schwab-Kritik: So reagiert Sportdirektor Müller!

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Rapid-Sportdirektor Andreas Müller wirbelte mit dem Statement „Diese Mannschaft ist keine Einheit“ viel Staub auf.

Kapitän Stefan Schwab stellte sich bei LAOLA1 vor die Mannschaft und wehrte sich gegen die Kritik. Ein Vorgehen, das Müller nicht sauer aufstößt.

"Natürlich darf er das. Wir brauchen eine Streitkultur, die offen und ehrlich ist. Ich maße mir nicht an, alles richtig zu machen. Das war ein Gefühl, das ich zum Ausdruck gebracht habe. Natürlich war es aber auch bewusst gewählt."

Ein guter Zeitpunkt, „dass es gerappelt hat“

Müller wusste genau, was er damit bezwecken wollte. Deshalb ist er bemüht, seinen Gefühlsausbruch nach der Niederlage in Ried zu erklären:

„Das war schon sehr bewusst gewählt, um anzustacheln und Prozente aus der Mannschaft herauszuholen, so dass sich jeder intensiv Gedanken über unsere Auftritte macht – vor allem mit den Auswärtsleistungen bin ich nicht zufrieden. Weil ich denke, dass unsere Mannschaft eine Qualität hat, um solche Gegner zu besiegen. Es kann immer mal wieder passieren, dass man Spiele verliert, aber im Großen und Ganzen ist das schon eine hohe Anzahl. Das Entscheidende ist, dass wir kratzen, beißen und um jeden Zentimeter kämpfen. Wir müssen dann auch überzeugt sein und Vertrauen haben in unsere eigene Leistung. Das geht nur in einer Geschlossenheit.“

Der Zeitpunkt war für ihn kein schlechter, „dass es gerappelt hat.“ Schließlich ist noch genug Zeit, um Verbesserungen einzuleiten und Konsequenzen zu ziehen.

Deshalb suchte Müller auch Vieraugengespräche mit Spielern, hörte sich verschiedene Meinungen an – auch wenn in dieser Hinsicht nie alle derselben Auffassung sind.

„Ich habe ja niemanden vernichtet“

Alles in allem verteidigt der sportliche Leiter somit sein Vorgehen. Klarerweise sollte damit nur ein Zeichen gesetzt werden und ein Anstoß in die richtige Richtung erfolgen:

„So eine Kritik kann auch befruchtend sein. Ich habe ja niemanden vernichtet, sondern Dinge angesprochen, wo ich glaube, dass sie da sind. Ich habe auch immer wieder betont, dass ich von dieser Mannschaft, von der Qualität, Mentalität und vom Charakter her überzeugt bin - das hat sie mehrfach bewiesen. Wir brauchen einfach über weite Strecken eine hohe Konstanz in solchen Dinge. Ich ärgere mich halt, wenn man Dinge weglässt. Deshalb habe ich das getan. Das Recht habe ich, das steht mir zu. Diese Meinung muss nicht jeder teilen, auch nicht jeder in der Mannschaft. Im Endeffekt sind wir alle da, um uns ganz offen und ehrlich zu sagen, was der andere denkt. Diese Dinge sind nie persönlich und gehen nie gegen einen Einzelnen. Es geht darum, eine Leistung, die nicht erbracht wurde, zu kritisieren, zu hinterfragen, und dementsprechend aufzuwecken und aufzurütteln, um als Team besser zu werden. Darum ging es mir.“

Müller ist einer, der mit Ausreden recht wenig anfangen kann. Die Dreifach-Belastung wird immer wieder hochgespielt, auch diverse Ausfälle und Verletzungen.

Daran gilt es zu arbeiten. Denn diese dürften keine Ausrede sein, dass sich einzelne Spieler, vorwiegend in Auswärtsspielen hängen lassen.

Brandrede über „Alibis“ und „Ärsche zusammenknallen“

Auf dieses Thema angesprochen, wird Müller erneut emotional und setzt zu einer Brandrede an, in welcher er über „nur Alibis“ und „Ärsche zusammenknallen“ spricht.

Die Brandrede hier im VIDEO:
(Text wird unter dem Video fortgesetzt)



Büskens hat Müller-Aussagen gar nicht gelesen

Während Müller seinen Standpunkt verteidigte, meinte Trainer Mike Büskens nur, das Interview inklusive „Keine Einheit“-Sager nie gelesen zu haben.

„Es wurde mir zugeschickt, aber ich habe es bis zum heutigen Tag nicht gelesen. Ich habe aber auch so mit der Mannschaft über die Situation gesprochen, auch ohne dass ich vom Interview wusste.“

Büskens widerspricht Müller nicht, beschreibt die Situation aber ein wenig anders als der Sportdirektor:

„Die Mannschaft hat ja nicht das Problem, dass sie aus schlechten Charakteren besteht. Es geht darum, miteinander noch enger Dinge zu erleben und dafür einzustehen. Im Sommer ist viel durch den einen oder anderen Wechsel beeinflusst worden, der eine hatte keine Vorbereitung, der andere kam erst spät zum Transferschluss, dann gab es auch ein paar Veränderungen in der Struktur, auch sprachliche Barrieren. Spieler, die letztes Jahr ein hohes Standing hatten, fielen durch Verletzungen aus oder haben sportlich nicht mehr diese Rolle gespielt, in die andere reingewachsen sind. Das ist ein Prozess, wir müssen uns finden und Dinge noch bewusster miteinander leben.“

Damit soll das Thema nun aber endgültig abgehakt sein. Aufgrund der bisherigen Form im heimischen Allianz-Stadion kommen drei Heimspiele nun genau zur richtigen Zeit.


Alexander Karper

 

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