Korkmaz: "Würde gerne zu Rapid zurückkommen"

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Bis 2017 steht Ümit Korkmaz noch in Rizespor, wo er keinen Stammplatz hat, unter Vertrag. "Ich bin ein Mensch, der seine Verträge einhält", versichert der 30-Jährige.

Danach will der Flügelspieler aber zurück in die heimische Bundesliga: "Ich würde gerne meine Karriere in Österreich beenden."

Vor allem dem SK Rapid fühlt er sich immer noch verbunden: "Natürlich würde ich gerne zurückkommen, das ist der beste Verein in Österreich." Enger Kontakt bestehe derzeit allerdings keiner.

Während sich Österreichs Fußball-Nationalmannschaft mit dem Testspiel am Dienstag (20.30 Uhr) im Wiener Happel-Stadion gegen die Türkei auf die EM in Frankreich vorbereitet, schwelgt der ÖFB-Shootingstar der EURO 2008 in Erinnerungen an alte Zeiten. Ümit Korkmaz denkt noch sehr gerne an das Heimturnier vor acht Jahren zurück, bei dem er zum Fan-Liebling aufstieg.

Die "Ü-Ü-Ümit"-Sprechchöre waren schon davor regelmäßig bei Korkmaz' Auftritten in Rapids bisher letzter Meistersaison zu hören gewesen. In den EM-Gruppenspielen erschallten sie dann auch im Happel-Stadion. Vor allem gegen Kroatien und Polen wirbelte der momentan beim türkischen Süper-Lig-Club Caykur Rizespor engagierte Wiener durch die gegnerischen Reihen und durfte sich trotz des Ausscheidens in der Gruppenphase wohl als einziger ÖFB-Gewinner fühlen. "Ich träume noch jetzt ab und zu von der EM, das war ein unglaubliches Erlebnis. Ich habe jedes Spiel genossen."

"Arnautovic und Alaba ragen heraus"

Für die aktuellen Teamspieler hat der 30-Jährige im Hinblick auf die EM einen Tipp parat: "Keine Angst haben, das spielen, was du kannst und nicht versuchen, über dem eigenen Können zu spielen. Alles andere kommt dann von selbst."

Korkmaz ist allerdings überzeugt davon, dass die ÖFB-Auswahl in Frankreich auch ohne seine Ratschläge erfolgreich abschneiden wird. "Das ist eine enorm starke Mannschaft, aus der Arnautovic und Alaba herausragen. Wenn sie bei der EM so spielen wie in der Qualifikation, werden sie Gruppensieger, und dann ist alles möglich. Wenn ich mir den Kader anschaue, wo die alle spielen - sie müssen nur die Leistungen wie bei ihren Clubs bringen, das reicht dann schon."

Die fehlende Turniererfahrung des ÖFB-Teams könne durch die hohe Qualität problemlos wettgemacht werden, meinte Korkmaz. "Außerdem werden uns viele unterschätzen, das könnte ein Vorteil sein."

"Türkei auf dem gleichen Level wie Österreich"

Nicht unterschätzen dürfe man auch die Türkei, warnte Korkmaz. "Das ist eine sehr starke Truppe, ungefähr auf dem gleichen Level wie Österreich. Bei der EM können sie über sich hinauswachsen."

Davon wird sich der Flügelspieler jedoch vor dem Fernseher ein Bild machen müssen, denn eine neuerliche EM-Teilnahme ist nicht realistisch. "Aber ich hatte damals die Ehre, und es war fantastisch", erklärte Korkmaz. Sein zehntes und bisher letztes Ländermatch absolvierte er beim 0:2 in der EM-Qualifikation am 29. März 2011 in Istanbul gegen die Türkei. Unter Marcel Koller reichte es für den türkischstämmigen Profi zu keinem ÖFB-Auftritt mehr.

"Habe gedacht, dass ich auch dort alle ausdribbeln kann"

Dabei schien es im Sommer 2008, als würde Korkmaz noch viele Jahre lang zum Stamminventar des Teams gehören. Dann aber machten ihm zahlreiche Verletzungen zu schaffen, weder bei Eintracht Frankfurt noch bei Bochum und Ingolstadt gelang ihm der große Durchbruch. "Bei Frankfurt habe ich mir gleich am ersten Tag den Fuß gebrochen, danach ist es mit den Verletzungen immer weiter gegangen. Ich war wirklich vom Pech verfolgt."

Zudem hätte er sich das Leben im deutschen Profi-Fußball etwas einfacher vorgestellt. "Ich habe gedacht, dass ich in Deutschland auch alle so wie in Österreich ausdribbeln kann, aber das war falsch", gab Korkmaz zu.


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