Zulj: "Ich kann das auch schaffen"

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Nach dem 0:5 bei Rapid beginnt die Bundesliga-Saison für die SV Ried von neuem.

Doch am Samstag kommt mit dem SK Sturm der zweite große Sieger der ersten Runde ins Innviertel. Das 3:1 gegen Meister Red Bull Salzburg dürfte für eine breitere Brust bei den Grazern sorgen.

Die Innviertler hingegen wollen den Auftakt so schnell wie möglich vergessen machen. Unter anderem Peter Zulj, der in Wien noch einer der Aktivposten war und nun seine Heimpremiere bei der SV Ried feiern wird.

Wenn die Fans den Namen Zulj hören, werden die Augen größer. Schließlich reifte Robert Zulj im Innviertel zum Liga-Star, ehe ihn sein Weg über Red Bull Salzburg zu Greuther Fürth führte. Dort klopft der 24-Jährige mit seinen Leistungen in der vergangenen Saison an der Deutschen Bundesliga an.

Sein um ein Jahr jüngerer Bruder weiß um die Erwartungshaltung in Ried Bescheid. „Klar, einige Leute sagen sicher, ich soll das leisten, was mein Bruder geleistet hat, aber ich mache mir keinen Druck. Ich spiele mein Ding, helfe dem Klub und der Mannschaft", so Peter im Gespräch mit LAOLA1.

Es ist ein Neustart für den offensiven Mittelfeldspieler. Nach elf Toren in 52 Partien für den WAC wollte Zulj bei der Admira den nächsten Schritt machen.

„Es war ein sehr negatives Jahr bei der Admira, jetzt habe ich eine neue Chance bekommen und ich will schauen, dass ich hier Stammspieler werde und auch ein Führungsspieler", blickt Zulj schon voraus. Warum es in der Südstadt nicht lief, will der Neuzugang nicht wirklich verraten.


Christian Benbennek nach dem 0:5 bei Rapid: (Der Artikel wird darunter fortgesetzt)


„Beim WAC ist es sehr gut gelaufen und ich dachte mir, der Schritt zur Admira ist der richtige, aber mittlerweile weiß ich, dass es nicht der richtige war. Es war ein sehr lehrreiches Jahr, ich habe viel daraus gelernt. Aber ich habe damit abgeschlossen und konzentriere mich voll auf die SV Ried.“

In der einen Saison kam Zulj nur auf acht Einsätze, spielte mitunter sogar drei Partien bei den Amateuren. Ein Rückschlag nach guten WAC-Jahren.

Allerdings nicht der erste für den Offensivmann, der im Nachwuchs von Red Bull Salzburg und Rapid Wien spielte und 39 Partien für die Amateure der Hütteldorfer spielte. Für die Profis reichte es nicht.

„Es ist einiges schiefgelaufen, an dem ich selbst schuld bin. Ich hätte bei Rapid vielleicht auch schon den Sprung in den Profi-Kader schaffen können, hätte mich vielleicht mehr durchbeißen sollen, aber ich bin froh, dass ich den anderen Weg gegangen bin, den steinigen. So habe ich es über andere Wege in die Bundesliga geschafft.“

Kein Neid

Zulj spielte zwischenzeitlich für Amstetten, Grödig und Hartberg, ehe seine fünf Jahre bei Rapid abgelaufen waren und er zu Wolfsberg wechselte. Da war sein Bruder gerade zu Salzburg gewechselt. Neid gibt es keinen, die Brüder sind auch beste Freunde, wie Peter erzählt: „Wir hören uns jeden Tag und geben uns auch Tipps.“

Aktuell tut sich LAOLA1-Informationen zufolge nichts, was einen möglichen Abgang Roberts von Greuther Fürth angeht. Eintracht Frankfurt zeigte sich schon einmal interessiert, kein Wunder nach einer Zweitliga-Saison mit acht Toren und zehn Assists. 

"Er hat ein sehr starkes Jahr gespielt und ich bin guter Dinge, dass er in naher Zukunft in die deutsche Bundesliga oder in eine ähnliche Liga wechseln wird. Er hat das Zeug dazu", sagt Peter und ist hinsichtlich seiner Person nicht minder selbstbewusst.

"Natürlich würde ich auch gerne in Deutschland sein, aber ich bin guter Dinge, dass sich das in den nächsten Jahren ausgehen kann, wenn ich sehr hart arbeite und mein Potenzial ausschöpfe.“

In Ried hat Peter Zulj somit einiges zu beweisen.


LAOLA1 war zu Gast im Trainingslager der SV Ried:


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