Deswegen will Ried Protest einlegen

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Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Auch zwei Tage nach dem 1:2 der SV Ried bei Red Bull Salzburg gab es noch viel Gesprächsstoff.

Das Finish hatte es in sich und die Szenen nach Schlusspfiff Folgen für Rieds Co-Trainer Mario Posch.

Der Bundesliga-Strafsenat belegte den Steirer am Montag wegen Schiedsrichter-Beleidigung sowie unsportlichem Verhalten mit einer Geldstrafe von 1500 Euro.

Was war passiert? Ried war nach einem umstrittenen Foulpfiff, der zum 2:1 von Freistoß-Künstler Jonatan Soriano (92.) führte, entsprechend sauer auf den Wiener Schiedsrichter Julian Weinberger.

Nach Schlusspfiff gerieten zudem Posch und Pehlivan aneinander. Hier das VIDEO:


Eine klare Sache? Nicht so sehr, wie Manager Stefan Reiter im Gespräch mit LAOLA1 erklärt.

„Interessanterweise wird das als unsportliches Verhalten gewertet und nicht als Tätlichkeit. Der Senat hat also festgestellt, dass er ihn nicht berührt hat – sonst wäre es ja eine Tätlichkeit.“

Aber der Reihe nach.

„Die Schiedsrichter-Beleidigung wurde von Herrn Posch zugegeben und die Strafe dafür wird auch akzeptiert“, sagt Reiter. Nur der Verein kann übrigens diese Bestrafung öffentlich machen, die Liga macht das nur in Fällen von betroffenen Spielern und den Cheftrainern, nicht aber bei Assistenten.

Kommen wir nun zur Situation Posch vs. Pehlivan.

„Der Schiedsrichter hat in seinem Bericht ganz klar geschrieben, er habe nicht gesehen, dass Herr Posch Herrn Pehlivan getroffen hat“, hebt Reiter die Sachlage hervor.

„Wo ist hier das Vergehen?“

„Man sieht es auch anhand der bisherigen TV-Bilder nicht ganz klar. Man sieht, wie die Situation entstanden ist: Herr Pehlivan kommt von der Seite und hält ihn fest. Herr Posch geht ohne sich umzudrehen weiter und reißt sich mit einer natürlichen Bewegung los. Wo ist hier das Vergehen?“

Ried überlegt auch deswegen binnen drei Tagen (bis Donnerstag, 18 Uhr) Protest einzulegen.

Reiter: "Es war keine Tätlichkeit"
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„Keiner weiß, wie hoch der Anteil für die Beleidigung und wie hoch jener für das unsportliche Verhalten ist. Jetzt bleibt uns ja nur eine Möglichkeit, das mittels Protest zu erfahren. Das kostet uns aber wiederum 500 Euro. Und die sind dann aber weg, wenn dem Protest nicht stattgegeben wird.“

Der Manager will mehr Video-Material sammeln und sich auch juristisch beraten. Für Reiter ist klar:

„Man sieht Herrn Poschs Handbewegung und die Reaktion des Herrn Pehlivan, mehr nicht. Aber so sehe ich es, jeder kann es anders sehen und anders interpretieren. Aber der Senat hat es entkräftet, weil es eben ansonsten eine Tätlichkeit wäre. So ist die Interpretation des Strafsenats klar.“

Geht es um die Reputation des nächsten Cheftrainers?

„Ich finde es gegenüber dem Herrn Posch nicht in Ordnung“, schildert der Manager, der den Steirer zu Jahresbeginn als Co-Trainer verpflichtete. Posch könnte Paul Gludovatz als Cheftrainer folgen.

Vielleicht ist es Reiter auch deswegen ein Anliegen, in jedem Fall aber: „Mir ist wichtig, dass untermauert wird, dass Herr Posch keine Tätlichkeit begangen hat. So wie der Senat es schreibt.“

Die Strafe an sich wird sich nur schwierig verringern lassen, denn die Schiedsrichter-Beleidigung wiegt schwer. Das weiß Reiter, doch den Umstand, wonach Posch Pehlivan verletzt haben soll, will er so nicht stehenlassen.

Klar ist nur: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

 

Bernhard Kastler


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