Keita: Salzburg will den Schlüsselspieler halten

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Schlüsselspieler zeigen auch mit 70 Prozent, dass sie diese Bezeichnung verdienen.

Naby Keita ist ein Schlüsselspieler von Red Bull Salzburg. Das hat der Mittelfeldspieler beim 4:1-Sieg seiner Mannschaft gegen die Austria am Sonntag einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Nachdem der 21-Jährige vergangene Woche beim 2:0 gegen Altach sein Comeback nach Malaria-Erkrankung gab und ein Tor mustergültig vorbereitete, traf er beim Startelf-Comeback zwei Mal.

„Ein Doppelpack ist mir in Salzburg noch nie gelungen“, freute sich Salzburgs Achter nach der Partie im Gespräch mit LAOLA1.

Und wie der zweite Schlüsselspieler, auch Jonatan Soriano traf bei dessen Comeback nach Hüftverletzung, gab sich der Nationalspieler Guineas ganz bescheiden: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg und natürlich auch mit den beiden Toren. Aber die gesamte Mannschaft hat gut gearbeitet. Wir sind und wollen Erster bleiben.“



Bleiben. Das ist in Bezug auf Keita das Stichwort. Wer nach schwerwiegenden Erkrankung so schnell wieder dem Salzburger Spiel den Stempel aufdrückt, der weckt natürlich Begehrlichkeiten.

Fans sehen ihn schon im Sommer am Sprung in eine größere Liga.

Natürlich fällt immer wieder RB Leipzig, zumal Gerard Houllier gemeinsam mit Ralf Rangnick Keita zur RB-Familie holte. Allerdings muss es nicht zwingend dorthin gehen, wie jüngere Beispiele (Hinteregger, Kampl, Ramalho) beweisen.

Keita kam im Sommer 2014 nach Salzburg, sein damaliges Dunkelgelb-Foul in Malmö (das erste Mal) verblasste schnell, im Frühjahr 2015 war er endgültig nicht mehr aus der Mannschaft zu denken. Seit Herbst ist er ein absoluter Schüsselspieler.

Innerhalb der Mannschaft als Sonnenschein beliebt, auf dem Platz als Leistungsträger anerkannt.

Speziell in dieser Spielzeit ist Keita der offensive Antreiber der Mannschaft. Von seiner wie Sorianos Tagesform hängt zumeist der Ausgang einer Salzburger Partie ab. Nach seinem ersten Doppelpack hält er bereits bei zehn Saisontreffern und sieben Assists. Dabei ist er eben noch gar nicht richtig fit.

„Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, aber ich versuche natürlich der Mannschaft zu helfen, wo ich kann. Ich denke, ich bin zirka bei 70 Prozent. Ich hoffe, ich bin bald wieder bei 100.“

Keita wird so oder so Begehrlichkeiten wecken, doch General Manager Jochen Sauer ist sehr optimistisch, den Wirbelwind über den Sommer hinaus halten zu können.

„Er hat bis 2019 Vertrag und von unserer Seite gibt es da überhaupt keine Überlegungen. Auch von seiner Seite glaube ich nicht. Dass er keine fünf Jahre mehr hier spielt, ist allerdings auch klar.“

Vom Typ her wird Keita eher kein Tohuwabohu a la Sadio Mane veranstalten, obwohl der natürlich in einer Hinsicht Vorbild ist, wie Keita vor einem Jahr in einem LAOLA1-Interview erklärte.

„Ich habe Salzburg in den vorangegangenen Jahren in der Europa League gesehen, der Klub ist ein Sprungbrett für eine möglicherweise große Karriere. Sadio Mane war mir natürlich auch ein Begriff und ich versuche, eine ähnliche Karriere wie er hinzulegen.“

Sein Marktwert ist freilich inzwischen gestiegen, seine Leistungen sprechen sich herum.

Keita gibt sich aktuell diplomatisch: „Ich konzentriere mich auf meine Aufgabe hier. Schauen wir, was nach dem Ende der Saison der Verein und mein Berater sagen. Momentan bin ich aber ganz klar für Salzburg da.“

Sauer: „Naby ist vom Typ einer, der weiß, wo er sich noch verbessern kann. Es wird ihm gut tun, sich hier weiterzuentwickeln. Sicher muss er bei seiner Qualität irgendwann den Schritt zu einer Spitzenmannschaft machen. Bis dahin ist aber noch genügend Zeit.“

Das wird allerdings auch von den Interessenten abhängen – je prominenter, desto schwieriger, wird es sein, Keita zu halten.

Vertrag bis 2019 hin oder her.

Keita meinte vor einem Jahr: „Gerard hatte mich zuvor schon ein paar Mal gesehen und er hat mir Red Bull Salzburg für meine Weiterentwicklung empfohlen, weil hier Top-Arbeit abgeliefert wird. Er sagte mir, dass es ein Sprungbrett für andere Ligen wäre. Ich muss mich einfach weiterentwickeln und dafür wäre es gut, noch einige Jahre hier zu bleiben.“

Die zentrale Frage lautet, ob er auch ein drittes Jahr in Salzburg bleibt.

Sauer sagt: „Wir brauchen eine gute Mannschaft im Sommer und er soll Bestandteil dieser Mannschaft sein.“

Keita sagt: „Ich will natürlich Champions League spielen, das ist mein Traum.“

Im Idealfall lässt sich beides vereinen.

 

Bernhard Kastler

 

LAOLA Meins

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