Die Zeichen stehen auf Abschied

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Thorsten Fink hat mit der Wiener Austria das Saisonziel erreicht – er ist Dritter geworden und hat sich somit für den Europacup qualifiziert.

Der Vertrag des Deutschen läuft auch noch bis Sommer 2017. Ausstiegsklauseln sind in seinem Kontrakt keine verankert.

Eigentlich wäre also alles klar. Das ist es aber nicht. Schon seit einiger Zeit gibt es Gerüchte, wonach der Trainer die Veilchen verlassen will. Nach dem letzten Saisonspiel des FAK bringt der 48-Jährige kein klares Bekenntnis zu seinem aktuellen Arbeitgeber über die Lippen.

"Habe bis jetzt mit niemandem gesprochen"

Fink soll bei einigen deutschen Klubs im Gespräch sein und auch Trabzonspor zeigt Interesse. Er sagt dazu: „Ich habe mit niemandem gesprochen, wollte mich voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Ich habe jemanden, der das für mich macht, wenn etwas ist – er hat mir nichts gesagt. Wenn etwas kommt, fühlt man sich als Trainer geehrt. Jetzt müssen wir schauen, was passiert. Aber bis jetzt habe ich noch mit keinem Verein gesprochen.“

Laut „Sky“ hat der Coach die Verantwortlichen bei der Austria um eine Auflösung seines Vertrags gebeten.

Seit Sommer 2015 ist Thorsten Fink Austria-Trainer. LAOLA1 zeigt seine Vorgänger seit 1990:
Herbert Prohaska
28. März 1990 - 9. Juni 1992
Hermann Stessl
1992/93
Josef Hickersberger
1993/94
Egon Coordes
1994/95
Horst Hrubesch
1995/96
Walter Skocik
Juni 1996 - April 1997
Wolfgang Frank
26. April 1997 - 9. April 1998
Robert Sara (interimistisch)
9. April 1998 - 17. Mai 1998
Zdenko Verdenik
17. Mai 1998 - 2. April 1999
Friedl Koncilia (interimistisch)
2. April 1999 - 30. Mai 1999
Herbert Prohaska
30. Mai 1999 - 3. Mai 2000
Ernst Baumeister (interimistisch)
4. Mai 2000 - 31. Mai 2000
Heinz Hochhauser
1. Juni 2000 - 12. März 2001
Arie Haan
12. März 2001 - 12. August 2001
Walter Hörmann/Toni Pfeffer
12. August 2001 - 21. Dezember 2001
Didi Constantini
22. Dezember 2001 - Mai 2002
Walter Schachner
2. Juni 2002 - 4. Oktober 2002
Christoph Daum
4. Oktober 2002 - 2. Juni 2003
Joachim Löw
4. Juni 2003 - 24. März 2004
Günter Kronsteiner
24. März 2004 - 6. Mai 2005
Lars Söndergaard (Spartentrainer und Sportmanager Kronsteiner)
30. März 2004 - 6. Mai 2005
Peter Stöger/Frenkie Schinkels (Stöger ab 11. Dezember 2005 Sportdirektor)
6. Mai 2005 - 23. Oktober 2006
Georg Zellhofer
23. Oktober 2006 - 19. März 2008
Didi Constantini (interimistisch)
20. März 2008 - 26. April 2008
Karl Daxbacher
21. Mai 2008 - 21. Dezember 2011
Ivica Vastic
9. Jänner 2012 - 31. Mai 2012
Peter Stöger
1. Juni 2012 - 12. Juni 2013
Nenad Bjelica
17. Juni 2013 - 16. Februar 2014
Herbert Gager
16. Februar 2014 - 16. Mai 2014
Gerald Baumgartner
27. Mai 2014 - 22. März 2015
Andi Ogris
22. März 2015 - 4. Mai 2015
Thorsten Fink
ab 5. Mai 2015

AG-Vorstand Markus Kraetschmer will das nicht bestätigen. Er erklärt: „Wir haben in dieser Woche begonnen, Analysegespräche zu führen. Wir haben auch vereinbart, dass wir uns nächste Woche zusammensetzen. Er will wissen, wohin die Ausrichtung des Vereins geht, aber die ist eigentlich relativ klar.“

„Wir haben mit der Europa-League-Quali den ersten Schritt getan, werden jetzt einen ordentlichen Kader auf die Beine stellen, damit wir im nächsten Jahr den nächsten Schritt machen können. Und diesen Schritt wollen wir gemeinsam mit Thorsten Fink machen. Ich bin überzeugt, dass wir den Weg gemeinsam gehen“, so Kraetschmer.

"Für wenig Geld kriegen wir nichts Besonderes"

Es hat den Anschein, als ob Fink große Bedenken hat, in der kommenden Saison den Ansprüchen gerecht zu werden. Die Voraussetzungen sind schwierig, zumal die Übersiedlung ins Ernst-Happel-Stadion den Veilchen ihren Heimvorteil raubt.

Fink meint: „Natürlich brauche ich eine Mannschaft, die ganz oben mitspielt. Das verlangen die Fans und die Medien, und dem muss ich gerecht werden. Wenn ich das schaffen soll, brauchen wir auch die Mannschaft, die das schaffen kann. Zaubern kann ja keiner, oder?“

Der Deutsche weiter: „Ich wünsche mir, dass wir unseren Top-Torjäger Alexander Gorgon ersetzen können – das wird schwierig. Es ist klar, dass wir die Mannschaft punktuell verstärken müssen, sonst können wir mit Salzburg und Rapid nicht mithalten. Auch Rapid holt Spieler für zwei Millionen. Red Bull hat mit Munas Dabbur einen Top-Mann gekauft. So etwas werden wir nicht schaffen. Man muss gut schauen, um so etwas Ähnliches zu finden, aber für wenig Geld werden wir nichts Besonderes kriegen.“

Doch damit nicht genug der Sorgen: „Ich habe das Gefühl, dass man eine Zeitlang hier überhaupt nicht zufrieden war. Nächstes Jahr wird es noch schlimmer – da wird Doppelbelastung bestehen. Man hat es ja gesehen: Als Rapid in der Europa League war, haben sie Punkte verloren, nach jedem Spiel. Meinen Sie, uns geht es nächstes Jahr anders? Das kann genauso passieren. Wenn wir Fünfter sind oder in der Europa-League-Quali ausscheiden, weiß ich nicht, was passiert.“

Ein Trainer voller Tatendrang und Vorfreude auf sein zweites Vertragsjahr klingt anders…

Harald Prantl



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