Avdijaj: "Würde es Foda extremst gönnen“

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Ex-Sturm-Kicker Donis Avdijaj jubelt über die Tabellenführung seiner ehemaligen Mannschaft.

„Ich freue mich sehr darüber. Ich freue mich für die Spieler, aber ganz brutal freut es mich für den Trainer Franco Foda. Ich wünsche es ihm wirklich, dass er am Ende der Saison das Ding in der Hand hält. Das hat er sich verdient“, so der rekonvaleszente Schalke-Rückkehrer bei LAOLA1.

Avdijaj erklärt auch warum: „Er hat mir Dinge auf den Weg mitgegeben, das konnte bislang kein Trainer vor ihm."

 

"Die besten Fans"

"Ich würde es ihm extremst gönnen und auch den Fans von Sturm, die für mich nach wie vor die besten in Österreich sind. Wenn ich frei hatte, war ich auch ab und zu schon wieder in Graz.“

Wohl auch, wenn es eine Meisterschaft zu feiern gäbe, sofern es sich freilich ausginge. Aber die österreichische Saison ist eine lange Reise, wie Avdijaj aus eigener Erfahrung von eineinhalb Saisonen weiß.

„Es sind noch drei Viertel der Meisterschaft zu spielen, jedes Spiel wird nun auch schwieriger. Sturm hat eine neue Mannschaft, das konnten sie in den ersten Spielen gut ausnützen. Aber jetzt müssen sie dieses Niveau auch halten.“

Am Donnerstag schaute der Offensivspieler von der Tribüne der Veltins-Arena zu, wie sein aktueller Klub Salzburg am zweiten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase mit 3:1 besiegte.

Auch wenn der 20-Jährige nicht aktiv mitwirken konnte, fühlte sich der Sieg offenkundig gut an. In sechs Duellen konnte er mit Sturm die "Bullen" nie schlagen.

„Auch wenn ich nicht am Platz war, war es für mich persönlich ein extremst geiler Sieg. In Österreich war Salzburg immer der Favorit, das waren immer schwere Spiele. So gesehen hat es Spaß gemacht, wenn mein alter und neuer Verein verdient 3:1 gegen Salzburg gewinnt.“

Schlager am Sonntag in Salzburg

Die Leistung der Gäste versuchte Avdijaj in Relation zu stellen.

„Man kann Salzburg keinen Vorwurf machen, sie haben in der zweiten Hälfte gut gespielt. Aber unsere Männer haben sich den Sieg einfach verdient. Man kann Schalke auch nicht mit den Gegnern aus Österreich vergleichen.“

Am Sonntag (16:30 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) kommt es zum ultimativen Vergleich der aktuell beiden besten Teams in der Meisterschaft: Leader Sturm zu Gast bei Verfolger Salzburg.

Die Grazer werden nach ihrem besten Saisonviertel der Klubgeschichte bei vier Punkten Vorsprung (22 bzw. 18) in jedem Fall weiter Tabellenführer bleiben, aber der Meister kann den Abstand minimieren. Zum Bundesliga-Auftakt setzte es ein 1:3 in Graz.

Avdijajs Lieblingstrainer Foda wartet nach wie vor auf seinen ersten Sieg in Salzburg.

Durch die Verletzungen in der jüngeren Vergangenheit habe ich gelernt, richtig zu kämpfen. Ich weiß, dass ich sehr gestärkt aus der Sache zurückkomme.

Donis Avdijaj

Die Steirer sind neben Schalke aber immerhin das einzige Team, das Salzburg in der Amtszeit von Trainer Oscar Garcia drei Tore einschenken konnte. Das soll sich für die "Bullen" freilich nicht wiederholen.

„Es ist ein extrem wichtiges Spiel, auf das wir uns sehr gut vorbereiten müssen. Sturm hat einen Lauf und ist ausgeruht, deswegen wird es kein einfaches Spiel. Das wird der nächste Härtetest“, sagte Konrad Laimer in Gelsenkirchen.

Den Schlager kann sich Avdijaj indes nicht live geben, schließlich spielt Schalke zeitgleich gegen Gladbach, um am sechsten Spieltag in der deutschen Bundesliga endlich anzuschreiben.

Am Weg zurück

Die Woche darauf will der Deutsche, der von Schalke nach Österreich verliehen war, wieder mit dem Team trainieren.

„Ich hatte einen guten Start und dann kam mir die Verletzung in die Quere. Ich habe mir den Meniskus durchgerissen, mich aber mittlerweile zurückgekämpft“, schildert Avdijaj.

„Durch die Verletzungen in der jüngeren Vergangenheit habe ich gelernt, richtig zu kämpfen. Ich weiß, dass ich sehr gestärkt aus der Sache zurückkomme, mich sehr fit fühle und nächste Woche irgendwann ins Mannschaftstraining zurückkehre.“

Am Einsatz hat es beim jungen Mann mit den flotten Sprüchen ohnehin nie gehapert. „Die Österreicher wissen, dass ich gerne mal länger als nur 20 Minuten laufen kann, lautstark bin und bis zum Ende alles gebe.“

Aktuell wichtig ist aber fürs Erste der Anfang raus aus der Schalker Krise, der gegen Salzburg geglückt ist.

„Dieser Sieg war wichtig für die Stimmung“, kennt Avdijaj die Volkseele in Gelsenkirchen nur allzu gut. Die Stimmung in Graz könnte indes dieser Tage besser nicht sein. Auch das weiß Avdijaj.


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