Weber: "Die Verantwortlichen wollen Taten sehen"

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Die Bekanntmachung des neuen Rapid-Trainers war ebenso überraschend wie schnell.

Nur einen Tag nach der Trennung von Zoran Barisic präsentieren die Grün-Weißen mit Mike Büskens dessen Nachfolger.

Es ist eine Entscheidung, die gerade wegen dieser Plötzlichkeit kritisch bewertet wird.

Besonders pikant: Laut "Sky" war Büskens bereits seit längerem in die Kaderplanung eingeweiht.

Offiziell hatte Rapid kommuniziert, sich am Montag mit Barisic über eine Trennung geeinigt zu haben.

Müller gehörig unter Druck

"Mir war klar, dass nach dieser einvernehmlichen Trennung ein Mann des Vertrauens von Andreas Müller kommen muss", meint "Sky"-Experte und Rapid-Ehrenkapitän Heribert Weber.

Für den Steirer ist die enorme Verantwortung des sportlichen Leiters der Hütteldorfer nicht von der Hand zu weisen: "Der Sportdirektor steht jetzt zum ersten Mal gehörig unter Druck, holt er doch zum ersten Mal einen neuen Trainer."

Neuanfang nach dem Scheitern

Dass Müllers Wahl auf Büskens fiel, ist ob gemeinsamer Schalker Zeiten naheliegend. Doch auch in Deutschland wird das Engagement mit Verwunderung vernommen.



"Weil am Morgen vor allem der Name Slomka durch den Raum geisterte, staunte man nicht schlecht, als Rapid Wien offiziell seinen neuen Trainer verkündete", berichtet der "Kicker" von einem "Coup".

Gleichzeitig wird die jüngere Vergangenheit des ehemaligen Mittelfeldspielers sowie die Erwartungshaltung beim österreichischen Traiditionsklub erwähnt: "In Fürth und Düsseldorf letztendlich gescheitert, erhofft sich Büskens im deutschen Nachbarland nicht viel weniger als einen Neuanfang." 

Weber schlägt beim Thema Erwartungshaltung in dieselbe Kerbe: "Barisic ist drei Mal hintereinander Zweiter geworden. Jetzt gibt es ein neues Stadion und es kommen Neuverpflichtungen. Es müssen Cupsieg oder Meisterschaft her. Sonst hätte man diese Veränderungen nicht durchführen müssen."

"Nur einmal richtig erfolgreich"

Beim früheren Verteidiger kommen ob Büskens' Bestellung Zweifel auf: "Tatsache ist, dass er nach seiner Spielerkarriere an verschiedenen Orten als Trainer tätig und nur einmal bei Fürth so richtig erfolgreich war."

"Jetzt muss er nach Stationen, bei denen es nicht so gelaufen ist, beweisen, dass er ein guter Trainer ist."

Trotz der kritischen Kommentare kann sich Weber vorstellen, dass Büskens in Wien funktioniert. "Wenn man Rapid ein bisschen mit Schalke vergleicht, was die Liebe der Fans bestrifft, dann ist er sicher einer, der passen kann."

"Er weiß, wie man mit extrem motivierten Anhängern umgeht, das hat er auf Schalke jahrelang erlebt." 

Die Motivation der Fans wird bei Rapid von Beginn an zu spüren sein. Auch sie wollen den nächsten Schritt sehen.

Taten sind gefordert

"Man hat in den letzten Saisonen desöfteren gesehen, dass Rapid attraktiven Fußball spielen kann, aber es fehlte die Konstanz", meint Weber.

Die Aufgaben bei den Grün-Weißen sind für ihn klar:

"Er muss mit seiner Arbeit beweisen, dass er aus einer talentierten Mannschaft ein Team formt, das Titel holen kann. Die Verantwortlichen wollen Taten sehen." 

 

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