Lederer: "Werden ihn nicht herschenken"

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Neun von zehn Bundesligisten weilen dieser Tage an der türkischen Riviera.

Nur der SV Matterburg hat die Zelte in Portugal aufgeschlagen. Der Rest weilt größtenteils in Belek, Lara und Side, um sich auf das Frühjahr vorzubereiten.

Sofern es die Zeit erlaubt, wird auch ein Blick auf die Konkurrenz geworfen. Die Admira schaut allerdings weniger, was beispielsweise die Austria am als abseits des Platzes macht.

Schließlich ist nach wie vor offen, ob Lukas Rotpuller nicht doch in die Türkei zu Osmanlispor wechselt. Die Verpflichtung von Christoph Schößwendter als Nachfolger gilt als wahrscheinliche Folge.

Der Kapitän der Admira rechnet allerdings im Interview mit LAOLA1 in Belek (siehe Video) nicht damit: „So wie es derzeit aussieht, bleibe ich zumindest im Frühjahr.“

Der großgewachsene Innenverteidiger (1,95m) spricht aber freilich mit anderen Vereinen.

„Es gibt Kontakte, das ist ein halbes Jahr vor Vertragsende ganz normal. Aber es ist jetzt noch nichts Konkretes dabei. Das ist der Status quo.“

Das kann sich schnell ändern, aber die Uhr tickt.

General Manager Alexander Friedl hält fest: „Es wird mit jedem Tag unwahrscheinlicher, dass er geht. Mit uns hat es auch bislang überhaupt keinen Kontakt geben.“

Sollte ein Verein dennoch zuschlagen wollen, muss er sich finanziell ins Zeug legen. Zumindest wenn es nach Trainer Oliver Lederer geht. Der sagt gegenüber LAOLA1 klipp und klar:

„Wir werden ihn nicht herschenken! Ich glaube manchmal, dass das andere Vereine glauben, obwohl er noch ein halbes Jahr Vertrag hat. Oder dass wir ihn für einen Betrag hergeben, der unwürdig ist. Er ist der torgefährlichste Innenverteidiger der Liga, hat einen tollen Herbst gespielt. Deswegen müssten die Vereine Geld in die Hand nehmen, sonst bleibt er. Es ist ganz einfach.“

Finanziell ist die Admira insofern entsprechend aufgestellt, als dass sie ihren Kapitän nicht zwingend verkaufen muss. Und sogar eine Vertragsverlängerung ist nicht ausgeschlossen.

„Die ist zwar nicht ausgeschlossen, aber sie ist nicht die realistischste Variante“, weiß Lederer.

Dennoch gibt es durchaus Chancen, Schößwendter über den Sommer hinaus beim Überraschungs-Team des Herbstes zu behalten. Die Gespräche sollen nach Ende dieser Transferzeit stattfinden.

„Mir taugt es brutal hier, ich werde mir auf jeden Fall anhören, was die Admira zu sagen hat“, gibt sich Schößwendter für diese eventuellen Gespräche bei einem Verbleib im Winter offen.

Lederer gab Anmeldung für UEFA-Pro-Lizenz-Kurs ab

Der 27-Jährige war schon bei einem Top-Klub, konnte sich aber bei Rapid nicht durchsetzen.

In der Südstadt ist er nun zu einer Führungspersönlichkeit herangereift und dieses Standing gibt man nicht so schnell auf. Vor allem, wenn man weiß, wie sich die Situation bei einem Top-Klub gestalten kann.

Von diesen in Österreich hängt es nun ab, ob sich im Fall von Schößwendter in diesem Winter noch etwas tut, oder (gleich wie bei Stephan Zwierschitz) die Interessenten die Finger still halten.

Das hat Lederer übrigens nicht getan: Längst hat der Trainer die Unterlagen für den UEFA-Pro-Lizenz-Kurs abgegeben. Am Freitag endete die Frist, das leidige Kapitel soll im Frühjahr geschlossen werden.

 

Aus Belek berichtet Bernhard Kastler

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