Winter-Check: 2015/16: Wolfsberger AC

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Letzter sein. Das Gefühl kannte der Wolfsberger AC in den vergangenen Jahren nicht.

In den bisherigen drei Saisonen als Bundesliga-Klub tummelten sich die Kärntner im Mittelfeld, erreichten im Vorjahr sogar einen Europacup-Platz.

In dieser Spielzeit hieß die Realität von Beginn an Abstiegskampf. Didi Kühbauer konnte den Turnaround nicht vollziehen, weshalb Heimo Pfeifenberger nun das Projekt Klassenerhalt anführt.

Normalerweise lässt man sich als Tabellenzehnter im Winter zu Panik-Käufen hinreißen. Nicht so der WAC, vermutlich auch aus finanziellen Gründen. Mihret Topcagic hätte der eine oder andere Anhänger der "Wölfe" ganz gerne im WAC-Trikot auf Torjagd gehen sehen. Der Bosnier unterschrieb aber in Altach.

So holte man mit Ibrahim Bingöl "nur" einen vielseitig einsetzbaren Mittelfeldspieler. "Ein Kreativer, der uns gut tun kann", sagt Pfeifenberger im LAOLA1-Interview.

Zugänge Abgänge
Ibrahim Bingöl (Austria Salzburg) Christoph Kobleder (Wacker Innsbruck)

An der Kreativität und vor allem an der Torgefahr musste die gesamte Mannschaft im Winter dringend arbeiten. Mit nur 18 erzielten Toren hat man eindeutig die wenigsten der Liga erzielt.

Die Fahrten in die Fremde waren eine Reise der Enttäuschungen: 0 Siege, 2 Remis, 8 Niederlagen. Dazu ein Torverhältnisvon 3:12. Das nennt man wohl Auswärtsfluch.

Kurzum: Torgefahr steigern, auswärts punkten und der Klassenerhalt klappt, liebe Wolfsberger! Mit dem ligaweit ältesten und einem ausgewogen bestückten Kader müsste das zu machen sein.

LAOLA1 hat die Wunschelf und Kaderbewertung des WAC:



TOR: 

Das Blatt hat sich gewendet im Tor des WAC. Ging Alexander Kofler noch als Nummer eins in die Saison, erlangte Christian Dobnik nach dem einen oder anderen Patzer seines Konkurrenten die Gunst des Trainers zurück. Von Runde zwölf an war der Kärntner wieder als Torhüter gesetzt und ließ sich kaum etwas zu Schulden kommen. Keinen Platz am Spielbericht hat da zumeist der junge Rene Robitsch als Keeper Nummer drei.

LAOLA1-Bewertung: Derzeit schlägt das Pendel wieder zugunsten von Dobnik aus, aber auch der weiß, wie schnell man den Stammplatz wieder verlieren kann. Die wenigen Gegentore und eine ganz gute Fangquote sprechen für den 29-Jährigen. Nach einem unterm Strich zumindest zeitweise durchwachsenen Herbst für beide Torleute gibt es aber auf jeden Fall Goalie-Gespanne mit mehr Sicherheit. 

ABWEHR: 

Kadermäßig hat sich im Vergleich zum Herbst nichts geändert. Die Ausgangslage ist in der Defensive aber eine andere. Im Zentrum war zuletzt Nemanja Rnic gesetzt, dazu wurde Boris Hüttenbrenner - eigentlich zentraler Mitttelfeldspieler - das Vertrauen geschenkt. Allerdings erst nachdem sich Daniel Drescher den Mittelfuß brach. Ein Fragezeichen steht hinter Michael Sollbauer. Der einstige Abwehrchef verspielte im Herbst seinen Stammplatz, könnte im Frühjahr aber wieder in die Startelf zurückkommen. Die Außenpositionen sind fix besetzt. An Joachim Standfest findet rechts kein Weg vorbei, links ist Nationalteam-Spieler Stephan Palla zuhause. Ihre Backups sind mit Michael Berger bzw. Dario Baldauf routinierte Spieler.

LAOLA1-Bewertung: An der Abwehr lag es mit Sicherheit nicht, dass der WAC ganz hinten steht. Die Kärntner haben die zweitwenigsten Gegentore (24) erhalten. Beinahe jede Position ist doppelt besetzt, mit Christoph Kobleder gibt es einen Abgang, der nicht weiter weh tut. Halten die Protagonisten ihre Form, sollte eine gewisse Grundsicherheit in der Defensive herrschen.

MITTELFELD: 

Die Zentrale gehörte in den letzten Runden im Herbst dem Duo Peter Tschernegg und Eigengewächs Christoph Rabitsch. Neu hat man sich Ibrahim Bingöl von Austria Salzburg an Bord geholt. Und das, obwohl es mit Roland Putsche, Manuel Seidl und Manuel Weber (derzeit verletzt) noch drei weitere zentrale Mittelfeldspieler gibt. Die Außenpositionen gehören Jacobo - eigentlich Linksaußen, aber im Laufe des Herbstes immer öfters rechts zu finden - und Christopher Wernitznig. Thomas Zündel und Marc-Andre Schmerböck sind Ersatz. 

LAOLA1-Bewertung: Zentral hat der WAC einige Möglichkeiten, wobei es am verhältnismäßig jungen und durchaus soliden Duo Tschernegg (23) und Rabitsch (19) wohl zunächst kein Vorbeikommen geben dürfte. Die Außen müssen auf jeden Fall an ihrer Torgefahr arbeiten. Besonders Jacobo, der bei nur zwei Scorerpunkten hält. 

STURM: 

Die Hoffnungen im Angriff dürften vor allem auf Issiaka Ouedraogo ruhen, der mit fünf Treffern erfolgreichster Saisontorschütze ist. Der zwischendurch verletzte Philip Hellquist ist Stürmer Nummer zwei, dazu kommt der Brasilianer Silvio, der eigentlich eine hängende Spitze ist, als Mittelstürmer aber auch schon vier Mal genetzt hat. Schmerzlich vermisst der WAC einen Tadej Trdina in Form. Er kämpft sich nach einem Kreuzbandriss zurück.

LAOLA1-Bewertung: Da herrscht noch sehr viel Luft nach oben. Besonders von einem nun fit scheinenden Hellquist muss jetzt mehr kommen, aber auch die Quote der beiden anderen Torjäger ist noch mehr als ausbaufähig.

TRAINER: 

Nach der zehnten Saisonniederlage im 16. Bundesliga-Spiel war für Didi Kühbauer Schluss. Heimo Pfeifenberger übernahm die Kärntner in einer schwierigen Situation und konnte der Mannschaft in den verbleibenden vier Runden im Herbst neues Leben einhauchen. Besonders der Punkt in Salzburg und der Heimsieg über die Austria bleiben positiv in Erinnerung. Sieben Punkte aus vier Spielen - das haben der Salzburger Frohnatur sicher nicht viele zugetraut. 

LAOLA1-Bewertung: Pfeifenberger kann Abstiegskampf! Der 49-Jährige hat in Wiener Neustadt bewiesen, dass er aus wenigen Mitteln viel heraus holen kann. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger versucht er ein Team zu formen, das stärker versucht, das Spiel zu gestalten. Zum dritten Mal in seiner Trainerkarriere könnte er mit einer abstiegsgefährdeten Mannschaft die Klasse halten. Es ist ihm absolut zuzutrauen.

Das haben die "Wölfe" in der Winterpause gemacht. Bild 1 von 24 | © GEPA
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