LAOLA1 blickt auf die Saison der Austria zurück

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Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

LAOLA1 blickt auf die Saison des FK Austria Wien zurück: Feedback für jeden eingesetzten Spieler, die Punkteausbeute gegen alle Gegner und ein Saison-Fazit.

DAS SPIELER-ZEUGNIS

 

Alexander Gorgon (35 Spiele/19 Tore/7 Assist): Unglaubliche 19 Tore, dabei sechs Doppelpacks erzielt (Liga-Bestmarke), als Mittelfeldspieler Zweiter in der Torschützenliste, dazu die meisten Zweikämpfe (552) aller Bundesliga-Spieler bestritten (48,73 % gewonnen). Der 27-Jährige spielte wahrlich eine Traumsaison, die ihm die Tür ins Ausland weit öffnet. Sein Abgang aus Favoriten steht nach über 20 Jahren jedenfalls fest.

Raphael Holzhauser (35/3/3): Typisch violetter "Edelzangler". Dreh- und Angelpunkt im Aufbau. Wohl kein anderer Akteur spielt präzisere Wechselpässe als der 23-Jährige. Agiert alledings teilweise zu lässig und undynamisch. Dennoch absoluter Leistungsträger.

Olarenwaju Kayode (34/13/4): Raktenhaft ist nicht nur sein Antritt, sondern war auch sein Impact bei bei Veilchen. Mit 13 Toren und 11 Assist eine absolute Verstärkung. Etwas nervig war dafür das ständige Reklammieren beim Schiedsrichter - wurde mit 83 Mal aber auch am häufigsten gefoult. Gegen Ende der Saison nicht mehr ganz so treffsicher.

Christoph Martschinko (33/0/3): Der U21-Teamspieler ließ den Abgang von Ex-Kapitän Markus Suttner recht schnell vergessen. Interpretierte die Rolle als Linksverteidiger sehr offensiv und durfte sich über eine fixe Verpflichtung bis 2019 freuen.

Alexander Grünwald (33/9/8): Mit neun Toren und acht Assist kann der Kärntner auf ein sehr gutes Jahr zurückblicken. Am effektivsten war er als "Achter", jene Position, die er in den ersten zehn und in den letzten sechs Runden einnahm. Dazwischen machte er jedoch auch als zweiter "Sechser" neben Raphael Holzhauser eine gute Figur - dabei aber nicht so gefährlich im Abschluss.

Lukas Rotpuller (32/2/2): Ein Spieler, der wegen seines Auftretens unheimlich polarisiert. Doch kaum ein anderer zeigte am Platz soviele unterschiedliche Emotionen - und das pro Match. Als beinharter Zweikämpfer bekannt und in der Innenverteidigung gesetzt. Das zweite starke Jahr in Folge.

Kevin Friesenbichler (31/6/1): Der Edeljoker schlechthin. Fünf seiner sechs Bundesliga-Tore erzielte der Steirer von der Bank. Zeigte ansatzweise sein großes Potenzial. Pech, dass Kayode als Solospitze gesetzt war.

Roi Kehat (28/1/5): Mit großen Vorschusslorbeeren gekommen, konnte der Israeli die Erwartungen nicht wirklich erfüllen. Hatte gute Ansätze, doch der absolute Durchbruch gelang dem 24-Jährigen nicht. Womöglich kehrt er im Sommer in die Heimat zurück.

Vance Shikov (26/1/1): Der Mazedonier überzeugte durch sein Stellungs- und Kopfballspiel. Fungierte daher manchmal in der Schlussphase sogar als Mittelstürmer. Allerdings ließ seine fehlende Schnelligkeit so manche hochkarätige Konterchance des Gegners zu.

Richard Windbichler (26/0/1): Der Ex-Admira-Kapitän zog sich gleich in der ersten Runde einen Muskelfeserris zu. Hatte in Folge zwar regelmäßige Einsätze, man hatte aber nie das Gefühl, dass der 25-jährige Innenverteidiger zum Stammpersonal gehört.

Robert Almer (22/0/0): Der ÖFB-Teamgoalie strahlte die notwendige Ruhe und Souveränität aus und ließ - bis auf einen Fehler bei seinem Comeback gegen Sturm nach überstandener Kreuzbandverletzung - nichts anbrennen. Eine Partie, die der Steirer "rettete", gab es jedoch nicht.

Fabian Koch (22/2/1): Der Tiroler duellierte sich im Frühjahr mit Larsen auf der Position des Rechtsverteidigers. Ein klarer Sieger ging nie hervor. Nach fünfeinhalb Jahren in Wien geht man im Sommer getrennte Wege. Seine neue Heimat heißt Sturm Graz.

David de Paula (20/1/1): Im letzten Jahr noch unumstrittene Stammkraft, wurde der Spanier von Fink selten berücksichtigt und kam über den Part als Wechselspieler nie heraus. Wenn gebraucht, hinterließ der universell einsetzbare 32-Jährige stets einen guten Eindruck.

Ognjen Vukojevic (19/1/2): Mit 54 Teameinsätzen für Kroatien im Gepäck gekommen, entpuppte sich der 32-Jährige als enttäuschender Neuzugang. Fand sich nach acht Runden auf der Bank wieder. Im defensiven Mittelfeld nur mehr als Notlösung gefragt.

Tarkan Serbest (19/0/0): Das Eigengewächs hatte zunächst einen schweren Stand, erst gegen Ende der Meisterschaft von Fink mehr forciert, dafür aber auch explizit vom Deutschen für die Leistungssteigerung gelobt.

Marco Meilinger (18/1/1): Der Flügelflitzer startete mit einer Verletzung in die Vorbereitung und sah in der Hinrunde kaum Land. Im Frühjahr mehr eingesetzt, doch nie wirklich etabliert. Ab kommender Saison in Aalborg tätig.

Lucas Venuto (15/3/1): Im Winter verpflichtet, benötigte der wieselflinke Brasilianer etwas Zeit, um sich an die neuen Umstände zu gewöhnen. In den letzten Runden einer der auffälligsten Austria-Akteure.

Osman Hadzikic (13/0/0): Der 20-Jährige vertrat Almer während dessen Verletzungspause und zeigte in dieser Phase, dass er ein Versprechen für die Zukunft ist.

Philipp Zulechner (13/0/1): Konnte auch in seinen 13 Spielen unter Fink im Herbst nie für einen Aha-Moment sorgen. Wechselte im Winter in die Schweiz zu Hütter-Klub YB Bern.

Jens Stryger Larsen (11/1/0): Der Däne kämpfte sich nach seinem im März 2015 erlittenen Meniskusriss langsam zurück. Im Gegensatz zu Konkurrent Koch wurde sein Vertrag verlängert.

Marko Kvasina (3/0/0): Nur 124 Einsatzminuten bei den Profis. Verbrachte die meiste Zeit heuer bei den Amateuren in der Regionalliga. Ein großer Verlierer.

Patrick Pentz (1/0/0): Der 19-Jährige gab am letzten Spieltag gegen Sturm ein vielversprechendes Bundesliga-Debüt im Tor.

Dominik Prokop (1/0/0): Die violette Nachwuchshoffnung durfte gegen Grödig erstmals Bundesliga-Luft schnuppern.

Mario Leitgeb (1/1/0): Die Chemie zwischen dem Steirer und den Wienern stimmte einfach nicht. Heuerte im Winter bei St. Gallen in der Schweiz an.

Marco Stark (1/0/0): Der talentierte Verteidiger durfte am 20. Spieltag gegen Altach 60 Sekunden auflaufen.

 

FAZIT UND KADERPERSPEKTIVE: Sportdirektor Franz Wohlfahrt hat vor einem Jahr vieles richtig gemacht und einen starken Kader zur Verfügung gestellt. Mit Ausnahme von Vukojevic hatte der Kärntner ein gutes Händchen bei seinen Neuverpflichtungen, denn im Großen und Ganzen konnten die Neuen überzeuen. Der eine mehr (Kayode), die anderen weniger (Windbichler, Kehat). Weitaus spannender wird für den 51-Jährigen die kommende Transferphase. Top-Torschütze Alexander Gorgon hat bereits seinen Abschied angekündigt, weitere Leistungsträger wie Alexander Grünwald und Lukas Rotpuller zieht es ebenfalls in Ausland. Können sie gehalten werden? Abgesehen davon gibt es weitere Baustellen. Nach dem Abgang von Fabian Koch (Sturm) wird - obwohl Stephan Zwierschitz und Stefan Lainer im Gespräch sein sollen - angeblch kein neuer Rechtsverteidiger gesucht, sondern Petar Gluhakovic von den Amateuren hochgezogen. Da die Kaufoption auf Friesenbicher zu teuer ist und der Angreifer wohl zu Benfica zurückkehren wird, muss auch im Sturm nachgerüstet werden. Und nicht zu vergessen die Millionen-Frage: Bleibt, oder geht Tainer Thorsten Fink?

 
*) Anmerkung: Die Pfeile symbolisieren, ob die Saison für einen Spieler nach Kritierien wie Leistung, Einsatzzeit und Standing innerhalb eines Vereins ein Fort- oder Rückschritt war, oder ob er sein Level gehalten hat.



SO VIELE PUNKTE HOLTE AUSTRIA GEGEN...

 

RED BULL SALZBURG 

SK RAPID WIEN 

 

FC ADMIRA WACKER MÖDLING 

SK STURM GRAZ 

 

WOLFSBERGER AC 

 

SV RIED 

 

SCR ALTACH

 

SV MATTERSBURG 

 

SV GRÖDIG 

 


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LAOLA1-BILANZ

Platz drei wurde geholt, damit das internationale Ticket gebucht und somit das erklärte Saisonziel erreicht. Ist nach den katastrophalen letzten Jahren jetzt wieder alles gut? Jein! Sportlich wurde zweifelsohne der Turnaround geschafft. Doch das reicht bei der Austria nicht. Die Tradition verpflichtet jeden FAK-Trainer, einen attraktiven, offensivorientierten Fußball praktizieren zu lassen. Und genau in diesem scheinbar für immer verankerten Glauben liegt das große Übel. Denn Anspruch und Wirklichkeit klaffen in Wien-Favorien seit längerer Zeit weit auseinander. Die Veilchen gewinnen nicht mehr im Vorbeigehen eine Partie, sondern müssen dafür hart arbeiten. Der dafür von Thorsten Fink installierte Spielstil mit viel Ballbesitz wirkte speziell daheim oftmals lethargisch und sorgte für Unmut bei den eigenen Zuschauern. Generell war die Stimmung bei Heimspielen über weite Stecken gereizt und gipfelte in Pfiffen gegen die eigene Mannschaft. Was wohl bei einer bedingungslosen Unterstützen möglich gewesen wäre? Immerhin beendete die Austria die Saison als beste Auswärtsmannschaft (9 Siege, 3 Remis, 6 Niederlagen, 30 Punkte), in der Heimtabelle reichte es gerade zu Platz sechs (8/5/5, 29 Punkte).

Martin Wechtl



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