Wüstenrot - Der Weg in den eSport

Aufmacherbild Foto: © Wüstenrot
 

Vor einigen Jahren war der Finanzdienstleister Wüstenrot noch bekannt wie ein bunter Hund. Haben sich doch viele durch Bausparverträge des Unternehmens den Traum vom Eigenheim erfüllt. Und so sieht sich das Unternehmen heute seinem Sorgenkind gegenüber: der Jugend.

Die Gründe dafür sind vielfältig, gibt es doch nach wie vor eine hohe Nachfrage an Häusern und Wohnungen im deutschen Sprachraum.

Einen großen Anteil daran soll aber das Ausbleiben des Generationensparens sein. So ist zwar der Wunsch nach dem Eigenheim nach wie vor vorhanden, aber die heutige Jugend will flexibel in der Wahl des Wohnortes bleiben.

Aus dieser "Not" heraus unternahm das Unternehmen gemeinsam mit IMD in Düsseldorf einen "Relevanz-Ansatz". Hier stellt sich das Unternehmen selbst einige Fragen zu neuen Kampagnen und Sponsorships, bevor diese dann umgesetzt werden. Diese Ansätze kamen auch beim Thema eSports zum Einsatz. Durch Engagements bei ESL-Events (Electronic Sports League) konnte die Zielgruppe der 18 bis 24 Jährigen wieder neu angesprochen werden.

Wüstenrot hat im eSport also den "rettenden Zweig" gefunden, wie das Hauptsponsoring der ESL-Frühlingsmeisterschaften zeigt. Dazu gehörten neben Vor-Ort-Präsenz vor allem Vorberichterstattung, Live-Übertragungen und die Nachberichterstattung.

Im Rahmen der Kampagne wurde auch der Markenslogan von Wüstenrot ("Wünsche werden Wirklichkeit") um einen Kampagnen-Claim ergänzt. Der Claim "Endlich genau mein Ding" tauchte auch in Interviewserien auf, in denen reichweitenstarke Protagonisten, professionelle Gamer und Influencer der eSport-Szene exklusive Eindrücke aus ihrem Leben gaben, von ihrem Werdegang erzählten und erklärten, wie sie ihre Leidenschaft zum Beruf machten, ihr Leben in die Hand nahmen und sich ihre Wünsche erfüllten. Als Botschaft sollte transportiert werden: Wüstenrot ist ein Partner, der sie auf ihrem Weg begleitet.

Das Ergebnis - unvorstellbar

Auch unter dem Strich war die erste eSport-Kampagne ein voller Erfolg. Binnen 9 Wochen konnte das Unternehmen die spontane Bekanntheit um mehr als 12% steigern und auch die Markensympathie stieg um 6% an.

Seit Anfang 2017 wird bei Wüstenrot nun das langfristige eSports-Engagement intensiv vorbereitet. Bis zu vier Mitarbeiter im Markenteam von Schwartzentruber-Koch beschäftigen sich damit. Außerdem kooperiert Wüstenrot mit verschiedenen Agenturen, unter anderem im Media- und Projektbereich mit OMD und FUSE. Als Werbeagentur arbeitete zuletzt unter anderem Jung von Matt für die Ludwigsburger.

"So ein Sponsoring braucht enorm viel Kapazität", sagt die Markenverantwortliche. "Deutlich mehr als klassische Medien. Gerade der Social-Media-Bereich ist sehr betreuungsintensiv."

Drei Jahre hat Wüstenrot nun Zeit, um Markenbekanntheit und -sympathie mithilfe des eSports auf eine neue Stufe zu heben.

 

von Thomas Streitberger

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