Neues Tottenham Stadion auch für eSports

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Vergangenen Sonntag fand das letzte Spiel an der White Hart Lane in London statt. Nun startet der Umbau der Heimstätte der Tottenham Hotspurs, die in den nächsten Jahren in das Wembley Stadion ausweichen werden.

Das neue Stadion soll zwischen 2018 und 2020 fertiggestellt werden, aber wird seine Pforten nicht nur dem Fußball öffnen. Wie bekannt wurde, sollen neben Fußball-Matches auch NFL-Partien, Konzerte und Major eSport-Events ausgetragen werden.

Der im Norden Londons angesiedelte Klub ist nicht der erste Verein aus der Premier League, der sein Interesse in die Online-Welt verkündete. Während Manchester City und West Ham bereits professionelle FIFA-Spieler unter Vertrag haben, müssen die Spurs erst ein Team aufstellen.

800 Mio. Pfund

Das neue Stadion wird insgesamt etwa 800 Mio. Pfund kosten, durch diese enorme Investition erhofft sich der aufstrebende Verein, der sich in den letzten Saisonen zu einem wahren Top-Klub entwickelt hat, Vorteile im Wachstum der NFL und eSports-Szene in Großbrittanien.

"Wir haben eine Vision für unser Stadion und unseren Klub. Wir werden die NFL hierher bringen. Einer der Gründe ist, dass wir etwas viel bedeutenderes als nur Fußball für unseren Klub in Tottenham schaffen wollen, wir wollen dadurch die Wiederherstellung der Gegend zu starten. Das System der austausch- und ausfahrbaren Spielfelder das wir installieren, erlaubt uns mehr Konzerte und andere Events stattfinden zu lassen. Durch die NFL wurden bereits die Standards für unsere Heimstätte weiter erhöht. Wir werden eine ganz neue Zielgruppe in unserem Stadion willkommen heißen. In unserer neuen Arena werden wir Fans die Möglichkeit bieten sich eSports-Events anzusehen, in Korea und Amerika können diese Turniere bereits zwischen 50 und 60.000 Besucher begeistern und dies bietet uns wiederrum eine weitere Möglichkeit unser Stadion besser auszulasten."

Donna-Maria Cullen, Executive Director Totenham Hotspurs

 

Potential im Übermaß

Der Klub spricht derzeit von einem Gewinn von über drei Millionen Pfund durch "nicht-fußballerische" Veranstaltungen, wie eben eSport-Turnieren und einem Stadion, das bis zu 60.000 Fans (inkl. 8.000 VIP-Plätzen) Platz bietet. Derzeit scheint es noch sehr unrealistisch davon auszugehen 50.000 Karten für ein eSport-Event zu verkaufen, aber durch den derzeitigen Ansturm auf die Szene und den enormen Enthusiamus der eSport-Community, macht dieser Ausbau für die kommenden Jahre definitiv Sinn.

Hier kommt der Punkt der eSport-Organisatoren zum Greifen. Es ist bereits länger im Gespräch, dass Großveranstaltungen um die Welt wandern sollen, um noch größere Kapazitäten abzudecken. Hierfür gelten Events, wie das Dota 2 "The International", um eine noch mehr Fans zu erreichen. Im Kartenspiel Hearthstone läuft bereits der erste "Versuch" dafür, so rechnet man beim HCT Spring Split, einem LAN-Turnier in Shanghai, bereits mit einem neuen Zuseherrekord.

 

von Thomas Streitberger

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