Gerard Piqué setzt auf eSports

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Bereits im Februar ließ der Innenverteidiger des FC Barcelona aufhorchen, als dieser bekannt gab, selbst an einem eSports-Projekt zu arbeiten. Nun fällt langsam der Vorhang und es kommen immer mehr Details ans Tageslicht.

Seit einigen Tagen ist die Website efootball.pro online, die mit Stellenausschreibungen und einigen Infos zum Projekt bestückt ist. Bewerber müssen tiefere Erfahrungen aus der Szene, sowie eine Begeisterung für eSport und Fußball mitbringen.

Durch diese neuen Infos kann man davon ausgehen, dass Piqué vorerst das Hauptaugenmerk auf Spiele wie FIFA und Pro Evolution Soccer legen möchte. Ob das aber auch die einzigen Spiele bleiben werden, steht derzeit noch in den Sternen. Der spanische Erstliga Club Valencia CF zum Beispiel hat neben FIFA-Profis bereits 4 Hearthstone-Spieler unter Vertrag.

Ebenfalls unklar ist derzeit auch, ob Piqué hier nur ein weiteres Team oder gar eine eigene Liga aufbauen möchte.

Wie und wann es mit diesem Projekt weitergeht, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Eines aber kann man bereits mit Sicherheit sagen: Derzeit kratzen alle nur an der Oberfläche.

Für das Projekt wird derzeit Fachpersonal für Sales, Content, Analytics und Marketing gesucht, was bereits andeutet, dass hier etwas Größeres auf uns zu kommt.

Große Vereine im eSport

Einige der größten Vereine der Welt haben bereits ihr Engagement in die eSports-Szene gesteckt. Wir haben einige davon etwas genauer unter die Lupe genommen:

Besiktas Istanbul

Als erster traditioneller Sportverein hat Besiktas ein eSports-Team gegründet, auch wider aller Erwartungen ist es kein FIFA-Team, sondern eines der besten League of Legends-Teams der türkischen Liga.

VFL Wolfsburg

Die Wölfe haben im Jahr 2017 mit Benedikt "Salz0r" Saltzer, David "DaveBtw" aus England und Timo TimoX Siep eines der stärksten Teams der virtuellen Bundesliga.

FC Santos

Bereits seit dem Jahr 2015 sind die Brasilianer ebenfalls in der digitalen Sportwelt aktiv. Durch die Übernahme des ehemaligen Team Dextertity, stellt der Verein je ein Team in Counter-Strike: Global Offensive, League of Legends und Heroes of the Storm.

West Ham United

Mit nur einem Spieler unter Vertrag trotzdem zu einem der stärksten FIFA-Teams der Welt zu zählen, ist eine Kunst, aber durch Sean "Dragonn" Allen möglich. Dieser spielte sich im vergangenen Jahr bis ins Finale des Interactive World Cups.

FC Schalke 04

Bisher der deutsche Platzhirsch, der konventionellen Sportvereine, die in die digitale Szene eingestiegen sind. Anfang Mai 2016 wurde das deutsche LoL-Team "Elements" gekauft. Neben drei FIFA-Profis (darunter auch Mario Viska, Österreichs Aushängeschild) im Juni, wurden im Herbst noch zwei weitere Spieler verpflichtet, womit Schalke 04 eine der größten FIFA-Abteilungen Europas bildet.

Valencia CF

Wie bereits oben erwähnt, hat Valencia ebenfalls Profis unter Vertrag, aber keine FIFA- sondern Hearthstone-Spieler.

Manchester City

Auch die Citizens wollten den Trend nicht verschlafen und sicherten sich mit Kieran "Kez" Brown einen talentierten, aber bis dato relativ unbekannten FIFA-Profi.

Sporting Lissabon

Sporting hat bisher einen der größten Coups gelandet. Sie konnten sich nämlich einen FIFA-Weltmeister ins Boot holen. Von offizieller Seite aus sollen hier aber noch mehr Spieler angeworben werden, um das Team rund um Francisco "Quinzas" Cruz aufzubauen.

Ajax Amsterdam

Der niederländische Club konnte sich Ende September mit dem Vertragsabschluss von Koen Weijland, dem fünffachen niederländischen Meister, an die Spitze der dortigen FIFA-Szene katapultieren.

Philadelphia 76ers

Mit den 76ers ist auch ein NBA-Team bereits dabei sein Geschäftsfeld zu erweitern. Durch den Erwerb der Teams von Dignitas und Apex sind diese in der nordamerikanischen LoL-Szene einer der Topfavoriten.

Paris St. Germain

Der französische Topclub ist nicht nur mit einigen Spielern in den eSport eingestiegen, diese sind sogar die Vorreiter einer eigenen eSports-Infrastruktur im Haus. Mit Ex-Profi Bora "YellOwStar" Kim ist ein erfahrener Spieler als Head of eSport tätig.

AS Monaco

Nur kurz nach PSG zogen die Monegassen nach und übernahmen die Organisation Epsilon und stellten mit Nathan "Sneaky" Nayagom einen der talentiertesten FIFA-Spieler Europas.

Legia Warschau

Die Polen sorgten mit einem etwas ungewöhnlichen Konzept für Furore, da diese ein FIFA-Turnier nur für Fußballvereine im eSport veranstaltet hatten. Im Zuge dessen wurde auch der FIFA-Profi Michael Srokosz verpflichtet.

Galatasaray Istanbul

Wie bereits Besiktas, ist Galatasaray ebenfalls in der Szene aktiv. Durch das akquirieren von Victorious Ace sind diese ebenfalls in der türkischen LoL-Challenger-Series aktiv.

Dynamo Kiew

Der Hauptstadt-Club aus der Ukraine hat derzeit mit Vitaliy "Labotryas" Mukha einen FIFA-Profi unter Vertrag und plant derzeit auch in das Spiel Dota 2 einzusteigen.

Panathinaikos Athen

Die Griechen haben zwar eine offizielle eSports-Abteilung im Aufbau, derzeit aber noch keine Spieler.

AS Rom

Die Römer gaben Mitte Februar 2017 die Verpflichtung von drei FIFA-Profis bekannt. Ebenfalls mit an Board ist eine der größten Organisationen der Szene: Fnatic!

Olympique Lyon

Ein etwas anderes Konzept verfolgen die Verantwortlichen aus Lyon. Anstelle der europäischen FIFA-Liga, haben sich die Franzosen mit vier Spielern auf die chinesische FSL spezialisiert.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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