Deshalb verlässt Mario Viska Schalke 04

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Vor einigen Tagen gab Mario Viska, seinerseits Profi-FIFA-Spieler, bekannt, dass er seine Karriere beim FC Schalke 04 an den Nagel hängen und in sein Heimatland Österreich zurückkehren wird.

Es wurde viel spekuliert, zumal nun auch sein ehemaliger Vereinskollege Cihan Yasarlar im Fokus und aktuell in Vertragsverhandlungen mit den Königsblauen steht.

Mario hat uns in einem kurzen Interview einige wichtige Fragen beantwortet und verrät, dass er viel Potenzial in der österreichischen Szene sieht.

LAOLA1 eSports: Vor Kurzem wurde bekannt, dass du Gelsenkirchen und damit auch FC Schalke 04 verlassen wirst, da es in Österreich zu viele interessante Projekte gibt. Anscheinend hängt dies mit der eBundesliga zusammen?

Mario: Es hat verschiedene Gründe, wieso ich Schalke 04 verlassen habe. Ein Grund ist auf jeden Fall, dass ich dabei helfen möchte, den aufstrebenden österreichischen eSports-Markt weiterzuentwickeln.

LAOLA1 eSports: Kannst du uns schon verraten wo du deine Zelte aufschlagen wirst?

Mario: Sobald es etwas zu verkünden gibt, werdet ihr es auf jeden Fall erfahren.

LAOLA1 eSports: Birgt der Weggang von Schalke 04 nicht auch eine Gefahr? Österreich ist im internationalen Vergleich doch ein, zwei Schritte hinten nach.

Mario: Dass Österreich zwei Schritte hinten nach ist, sehe ich völlig anders! Österreich ist gegenüber Deutschland aufgrund der mit FIFA18 startenden eBundesliga sogar schon einen Schritt voraus. Der Weggang von Schalke birgt daher keine Gefahr, sondern im Gegenteil nur Chancen. Ich habe in diesem Jahr in Gelsenkirchen viel Erfahrung sammeln können, die mir bei den nächsten Projekten enorm weiterhelfen wird.

LAOLA1 eSports: Die Aufmerksamkeit für eSport in Österreich wächst von Tag zu Tag, vor allem in FIFA hat Österreich mit dir, Mirza Jahic und Andres Torres einige Kaliber aufzubieten. Was könnten die Gründe dafür sein?

"Man kann schon fast von einer aufgekommenen Goldgräberstimmung sprechen."

Mario Viska über Vermarktungsmöglichkeiten

Mario: Vereine, Verlage, Unternehmen, alle entdecken gerade das wahnsinnig große und bisher kaum genutzte Potenzial des eSports. Es existiert im Grunde kein vergleichbar geeignetes Feld, mit dem man die heiß umworbene Zielgruppe der jungen Menschen so gut erreichen kann. Hier ergeben sich für die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen so große Möglichkeiten, dass man aktuell schon fast von einer aufgekommenen Goldgräberstimmung sprechen kann.

LAOLA1 eSports: Du bist mittlerweile 30 Jahre alt. Ab wann ist man zu alt im eSport? In diversen Spielen finden sich immer mehr "ältere" eSportler, aber gleichzeitig scheint die allgemeine Meinung zu sein, Computerspiele sind nur für Jugendliche. Was willst du den Kritikern mit auf den Weg geben.

Mario: Es gibt kein "zu alt" im eSport und vor allem nicht in FIFA. Das ist ähnlich wie im physischen Sport, dort gibt es auch starke Unterschiede bei der Frage des Alters. Ein League of Legends Spieler mag ähnlich wie so mancher Schwimmer mit Anfang 20 seinen Zenit erreicht haben, doch wenn man zum Beispiel Schach oder Dart betrachtet, sieht man, dass Alter keine Rolle spielen muss. Außerdem gibt es sogar im Fußball genug Beispiele, die zeigen, dass es keine feste Altersgrenze gibt. Man denke nur an Totti, Buffon, Zé Roberto, etc.

LAOLA1 eSports: Vielen Dank für deine Zeit, die letzten Worte des Interviews gehören dir!

Mario: Ich möchte mich nochmals bei Schalke 04 für die schöne und lehrreiche Zeit bedanken. Aber vor allem möchte ich mich bei meiner Community und den Fans bedanken, die mich tagtäglich unterstützen. Und wer natürlich immer eine wichtige Rolle in meiner Karriere spielt, ist mein Management von eSportReputation, ohne den ich mich nicht zu 100% auf meine Karriere konzentrieren könnte.

 

von Florian Zsifkovics

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