Neues NiP-Team für Dota 2

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Europäische Veteranen unter schwedischer Flagge

Die Ninjas in Pyjamas sind wohl eine der berühmtesten Organisationen weltweit, vor allem, weil sie eine der ältesten Counter-Strike Organisationen in der Szene sind. Für lange Zeit trauten sich die Verantwortlichen nicht in ein anderes Team zu investieren. Im Jahr 2015 machte man jedoch den ersten Schritt in eine neue Welt und heuerte ein rein schwedisches Team an. Nach einigen bemerkenswerten Erfolge reichte es jedoch nicht für das International im Jahr 2015. Jetzt startet man mit einem Veteranen-Team neu durch.

Die Dota-Community war in heller Aufregung, als die Ninjas ein neues Team vorstellte und diese Aufregung war berechtigt. Das neue Team der schwedischen Institution hat es nämlich in sich- Hier hat sich die geballte Turnier-Erfahrung versammelt um noch einmal neu durchzustarten:

Adrian „Era“ Kryeziu (Schweden, 21 Jahre)

Er ist mit seinen knackigen 21 Jahren der jüngste in seinem Team, was jedoch nicht heißt, dass es ihm an Erfahrung mangelt. Er ist seit 2012 in der Profi-Szene und spielte lange Jahre für Fnatic. Damals war Fnatic das europäische Top-Team mit dem Superstar N0tail. Er hat auch eine International-Teilnahme im Jahr 2013 mit dem europäischen Line-Up zu verzeichnen. Diese endete jedoch mit Platz 7-8 relativ schnell. Dennoch zeigt es, dass der Hard-Carry genug Erfahrung hat, um sich einen Platz bei diversen Majors oder dem International mitspielen zu können.

Max „qojqva“ Bröcker (Deutschland, 27 Jahre)

Der erste Deutsche ist wohl einer der Bekanntesten Mid-Lane Spieler in Europa und hat schon bei einigen großen Organisationen gespielt. Sein Durchbruch in der Profi-Szene gelang ihm bei Mousesports im Jahr 2013. Im selben Jahr schaffte er auch mit dem deutschen Clan den Einzug ins TI3. Auch wenn hier relativ früh Endstation war, sollte es nicht die letzte Teilnahme beim berühmtesten und hochdotiertesten Turnier der eSports-Szene sein. Im darauffolgenden Jahr schaffte er nach seinem Abgang von „Mouse“ mit Team Liquid das beste Ergebnis mit Rang 9-10. Nach einem schwachen Jahr 2015 mit dem damals formierten „Team Tinker“, wendete sich das Blatt, als er der nordamerikanischen Organisation Escape Gaming anschloss. Er qualifizierte sich mit seinem Team in doch überraschender Art und Weise für das International und konnte wiederum wertvolle Erfahrung sammeln. Jetzt wird es aber schön langsam an der Zeit, ein großes Major oder Ähnliches zu gewinnen, da er mit seinen 27 Jahren nicht zu den jüngsten seiner Zunft gehört.

Kalle „Trixi“ Saarinen (Finnland, 27 Jahre)

Trixi ist ein alter Hase in der Szene und kennt seine derzeitigen Teamkollegen schon seit Jahren, da er auch schon das Trikot von Mousesports und Fnatic überstreifte. Dadurch kennt der Offlaner seine Teamkollegen wie seine Westentasche. Mit qojqva spielte er Anfang 2012 und danach mit H4nni und mit Era von 2012 bis 2014. Das könnte auch ein entscheidender Vorteil sein im Vergleich zu den anderen erst kürzlich formierten Teams. Obwohl er nur eine International-Teilnahme (2014) zu verzeichnen hatte, ist es vor allem für die Rolle, die er spielt, essenziell, mit seinen Teamkollegen auf einer Wellenlänge zu sein und etwaige Ganks antizipieren zu können.

Kai „H4nni“ Handbrückers (Deutschland, 25 Jahre)

Der zweite Deutsche unter schwedischer Flagge ist auch wie sein Landsmann eigentlich auf der Midlane zu Hause. Bei ihm ist es jedoch noch nicht ganz gesichert, ob er anschließen kann an seine glorreichen Zeiten bei Fnatic (von 2012 bis 2014), als er das International zweimal in dieser Zeit erreichen konnte. Im Jahr 2016 hat er sich ausschließlich dem Analysis Desk gewidmet und hat mehr Spiele analysiert als selbst daran teilgenommen zu haben. Jetzt scheint ihm der Ehrgeiz gepackt zu haben und er schloss sich NiP an. Er könnte jedoch durch seinen Mangel an Erfahrung vor allem nach den letzten Patchnotes zu einer aktiven Schwachstelle werden. Es bleibt abzuwarten, wie er sich im Jahr 2017 schlägt.

Troels „Synderen“ Nielsen (Dänemark, 27 Jahre)

Über Synderen gibt es so viel zu erzählen. Er nahm an drei Internationals (2012,2013 und 2016) teil und mauserte sich in 2014 und 2015 zu einem der meist respektierten Analysten in der ganzen Szene. Er hat so dermaßen viel Erfahrung in der Szene, dass es eigentlich klar sein muss, dass er die Kapitänsrolle übernimmt. Seine unglaublich analytische Denkweise macht es ihm möglich, die Gegner bis ins kleinste Detail zu analysieren und blitzschnell auf dem Schlachtfeld Entscheidungen zu treffen, die für das Spiel entscheidend sind.

Mit diesem Team hat die schwedische Organisation einen richtigen Coup gelandet und kann ernsthaft mit einer Teilnahme an den diesjährigen Internationals rechnen. Alles andere wäre wohl auch eine Enttäuschung für das von Erfahrung und Skill reichlich ausgestattete Line-Up.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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