"Habe noch eine Rechnung offen"

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Dujmovits: "Ich freue mich voll auf die WM"

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Olympiasiegerin Julia Dujmovits (27) greift am Donnerstag im Lachtal mit dem Parallel-Slalom in die Heim-WM der Snowboarder ein.

Am Freitag folgt der Parallel-Riesentorlauf, vor zwei Jahren hat sie in dieser Disziplin WM-Silber gewonnen.

Im Gespräch mit der APA sprach die Burgenländerin über Form, Vorzeichen und die Erfüllung eines Traumes.

Frage: Am Donnerstag beginnt mit dem Parallel-Slalom auch für Sie die WM. Wie fühlen Sie sich?

Dujmovits: Ich bin ein bisschen angeschlagen, der Hals, aber das war in Sotschi auch so. Es passt alles, das ganze Setup. Ich freue mich voll auf die WM. Ich weiß, ich bin gut vorbereitet. Es geht ein Traum in Erfüllung. Bei der Heim-WM am Start zu stehen, ist was Besonderes. Und vor allem mit der Form, die ich jetzt habe. Ich weiß, dass ich technisch das Können habe, eine Medaille zu holen, dass ich körperlich voll fit bin, und dass ich mental gut vorbereitet bin. Das war immer mein Wunsch, dass ich einmal so bei der WM stehen kann. Und das werde ich am Donnerstag und Freitag.

Frage: Es waren bisher drei Weltcuprennen, im Riesentorlauf in Carezza sind Sie in der Qualifikation ausgeschieden, in den beiden Slaloms im Montafon und Bad Gastein waren sie jeweils Fünfte. Was hat noch gefehlt für ganz oben?

Dujmovits: Vor allem im Riesentorlauf bin ich definitiv stärker, als die Ergebnisliste zeigt. Und da habe ich vielleicht noch ein bisschen eine Rechnung offen. In Sotschi war ich extrem gut drauf. Und dann ist halt dort überhaupt nichts aufgegangen. Aber ich fühle mich auch im Slalom voll stark. Ich fühle mich in beiden Disziplinen echt einfach gut drauf. In Gastein war es so, dass das Single-Format ein bisserl schwierig für mich war. Weil ein Lauf offensichtlich langsamer war. Aber ich bin sicher gut Snowboard gefahren an dem Tag. Wenn ich meine Leistung bringe, ist einiges möglich.

Frage: Im Lachtal wurde viel daran gearbeitet, den Hang anzugleichen. Ist das gelungen?

Dujmovits: Ich denke, der Steilhang wird komplett gleich sein. Das Gute ist, dass die Schneebedingungen so kompakt sind, dass es nicht wirklich - hoffentlich sage ich mal - einen extremen Unterschied (auf den zwei Kursen/Anm.) geben wird. Oft hast du, dass eine Seite weicher ist und die andere härter. Aber es sind Übergänge drinnen, es hängt ein bisserl unten. Es ist schwer zu sagen, ob sie es so hinbekommen, dass er wirklich gleich ist. Umso wichtiger ist eine gute Qualizeit. Und das Gute ist, dass der Lauf länger geworden ist.

Frage: Wieso ist das gut für Sie?

Dujmovits: Zuerst war geplant, weiter unten zu starten und nur zwei Tore im Steilen zu fahren. Jetzt haben wir den ganzen Steilhang dabei. Je länger ein Lauf ist, desto besser für mich, da fühle ich mich wohler. Da kann ich, falls ich einen kleinen Fehler mache, weil ich doch gerne auf Angriff fahre, das noch irgendwie aufholen. Wenn es nur voll kurz ist und leicht zu fahren, muss man nur brav und schön fahren und ja keinen Fehler machen. So zu fahren, das ist nicht ganz mein Stil. Deswegen bin ich froh, dass es schwierig ist und lang.

Frage: Das klingt alles nach super Vorzeichen.

Dujmovits: Ja, sicher. Aber es gibt viele, die stark drauf sind. Das Entscheidende wird sicher sein, dass man keinen Fehler macht. Das ist im Single-Format das Wichtigste. Der kleinste Fehler und man ist weg. Ich habe mich gut drauf vorbereitet, auch mental. Ich glaube, dass es umsetzbar ist.

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