Trainerwechsel bei den Parallel-Boardern

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Mit einem neuen Cheftrainer gehen die heimischen Parallel-Asse in die kommende Saison.

Tom Weninger folgt in dieser Funktion Felix Stadler nach, der das Weltcupteam rund um Benjamin Karl, Andreas Prommegger, Sigi Grabner, Marion Kreiner, Claudia Riegler und Co. seit dem Jahr 2006 betreut hatte.

Der aus dem burgenländischen Forchtenstein stammende Weninger gehört seit der Saison 2001/02 dem Betreuerstab des ÖSV an und arbeitete zuletzt erfolgreich als Spartentrainer mit der Europacup-Gruppe.

So war der 37-Jährige maßgeblich daran beteiligt, dass seit 2007 der EC-Gesamtsieg in der Parallel-Wertung in Summe acht Mal nach Österreich ging.

Herren schwitzen in Saas Fee

Unter Weninger, der bis 2009 gemeinsam mit Gerald Kerschhackel auch die Snowboardcross-Talente unter seinen Fittichen hatte, eroberte der ÖSV-Nachwuchs bei den letzten fünf Junioren-Weltmeisterschaften nicht weniger als 21 Mal Edelmetall (4 Gold, 7 Silber, 10 Bronze).

"Das Parallel-Team hat in den vergangenen Jahren großartige Triumphe gefeiert. Ich werde alles daran setzen, damit wir an diese Erfolge anknüpfen können. Im kommenden Winter, in dem ja kein Großereignis auf dem Programm steht, peilen wir den Gewinn des Parallel-Weltcups sowohl bei den Herren als auch den Damen an", lauten Weningers ambitionierte Ziele.

Um diese Vorgaben auch zu erreichen, schwitzen die Herren seit Dienstag beim ersten gemeinsamen Saison-Vorbereitungskurs in Saas Fee. In der kommenden Woche sind dann die Damen an der Reihe.

"War der logische Schritt"

An der Seite von Weninger wird Bernd Krug weiter als Co-Trainer fungieren. Neu im Betreuerteam ist Manuel Kruselburger, der als dritter Coach zur Parallel-Mannschaft stößt.

"Tom Weninger arbeitet seit über einem Jahrzehnt sehr erfolgreich im ÖSV. Die Berufung zum Cheftrainer nach dem Rücktritt von Felix Stadler war deshalb ein logischer Schritt. Bei ihm ist unsere Parallel-Mannschaft in guten Händen", so Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV.

"Ich möchte mich auch bei Felix Stadler bedanken, der tolle Arbeit geleistet und ein Team geformt hat, das im Weltcup sowie bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen zu einem Erfolgsgaranten geworden ist", ergänzte Galler, der damit die Bilanz des "Medaillenschmieds" Stadler ansprach.

Erfolgreiche Medaillen-Bilanz

Der 39-jährige Niederösterreicher führte die ÖSV-Boarder bei den vergangenen drei Weltmeisterschaften zu fünfmal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze.

Dazu kamen noch die Olympia-Medaillen im PGS von Benjamin Karl (Silber) und Marion Kreiner (Bronze) bei den Spielen in Vancouver 2010.

"Macht mich besonders stolz"

"Ich habe meinen Job stets so gesehen, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Aktiven bei den Rennen das Optimum herausholen können. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen."

"Über den Gewinn von Weltcup-Gesamtwertungen war ich besonders stolz, denn das hat gezeigt, dass die Athleten eine ganze Saison hindurch ihre Leistung gebracht haben", erklärte Stadler, der sich in seiner Zeit als ÖSV-Headcoach über sechs große Weltcup-Kugeln (Doresia Krings/2007, Doris Günther/2009, Benjamin Karl/2008, 2010, 2011, Sigi Grabner/2009) und fünf Mal "kleines" Kristall (Doresia Krings/2007, Benjamin Karl/2008, 2010, 2011, Sigi Grabner/2009) freuen durfte.

Ab der kommenden Saison wird Stadler als Privatcoach der Japanerin Tomoka Takeuchi tätig sein.

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