Slopestyle-Training abgebrochen

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Slopestyle-Training nach vielen Stürzen abgebrochen

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Weiche Schneeverhältnisse und dadurch viele Schläge in der Piste haben das erste Training der Slopestyler bei den Weltmeisterschaften am Kreischberg zu einer gefährlichen Angelegenheit werden lassen.

Die Übungseinheit der Snowboarder wurde Samstagnachmittag nach mehreren Stürzen abgebrochen, zwei Athletinnen wurden nach einer Erstversorgung ins LKH Judenburg geflogen.

Die Niederländerin Charlotte van Gils war nach ihrem Sturz aus der gesicherten Piste geflogen und in einen Baum gekracht. Laut Notarzt Roland Baumgartner sei ihr Helm am Hinterkopf zu Bruch gegangen.

Extrem gefährlich

Sie sei immer bei Bewusstsein gewesen, hieß es in einer Mitteilung des WM-Organisators. Sie muss die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Nähere Informationen lagen nicht vor. Die Schweizerin Camillia Berra zog sich bei ihrem Sturz eine Schulterluxation zu.

"Es war richtig schwierig, der Kurs ist super. Aber mit dem Regen und dem weichem Schnee haben sich viele Schläge gebildet, dadurch ist es extrem gefährlich worden. Und wenn man sich kurz vor dem Absprung verschneidet, was teilweise leider passiert ist, dann kann man sich auch schwer verletzen, was leider auch passiert ist", sagte ÖSV-Trainer Christian Scheidl zur APA - Austria Presse Agentur.

Am Kurs selbst habe es laut Scheidl bei der Trainerbesprechung nach dem Training nur kleine Änderungswünsche gegeben. Hauptproblem sei das Wetter gewesen.

"Es ist wirklich schwierig"

"Der Kurs ist gut. Jetzt müssen wir schauen, ob sie den Kurs wieder so herrichten, wie er sein soll. Sie werden sicher alles dransetzen. Das wird nicht so leicht, weil der Schnee so weich ist." Er habe aber vollstes Vertrauen in die Organisatoren.

Snowboarder Mathias Weißenbacher hat Gefallen am Kurs gefunden, der Regen habe die Aufgabe in den Trainings aber ziemlich erschwert.

"Es ist wirklich schwierig, wenn du zu viel auf die Kanten steigst, gräbst du dich im Schnee ein, weil es ziemlich nass ist. Das macht es bei den Sprüngen ziemlich schwer. Es sind ziemlich viele 'Mugal', bevor es rauf geht, da darf man nicht hängen bleiben. Leider sind schon zwei abtransportiert worden, es tut mir leid für sie", meinte der Olympiateilnehmer.

Gasser mit Gips

ÖSV-Topathletin Anna Gasser trainierte nach der Handoperation vor ein paar Tagen mit Gips.

"Es ist besser gegangen, als ich gedacht habe. Ich wollte schauen, wie ich die Impacts aushalte, aber es hat mir nicht mehr wehgetan, als wenn ich die Hand ruhig halte. Ich bin positiv gestimmt", sagte die Kärntnerin zur APA, beklagte aber auch die schwierigen Verhältnisse mit den vielen Schlägen.

Sie hatte den Sturz ihrer Freundin Van Gils mitansehen müssen. Der Kurs selbst gefällt Gasser - vor allem, dass vor dem letzten Kicker noch ein Rail-Feature komme.

"Der Kurs ist megacool"

Die vielen Schläge machten die Aufgabe jedoch sehr schwierig. "Vor uns hatten die Skifahrer Training, da sind dann mit uns Snowboarder halt sehr viele durchgefahren, dann war es echt schwer."

Den letzten Kicker ist sie noch nicht gesprungen, "wegen der Hügel und weil es mit Hand zu gefährlich war". Sollte sie wie erhofft am Montag die Qualifikation für das Finale schaffen, will sie sich am Dienstag die Fäden in der Hand ziehen lassen. Am Mittwoch steht das Finale auf dem Programm.

Vor den Snowboardern trainierten die Ski-Freestyler auf dem Slopestyle-Kurs, da waren die Bedingungen noch besser, später hatte es stärker zu regnen begonnen.

"Der Kurs ist wirklich megacool, sie haben wirklich gute Arbeit geleistet. Ich habe die drei Stunden voll ausgereizt", sagte Luca Tribondeau. "Den letzen Kicker haben sie erst spät aufgemacht, da ist jeder die Anfahrt runtergerutscht, jetzt ist es dort ein bisschen bucklig, da haben wir es uns selber ein bisserl schwieriger gemacht", meinte er.

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