"Meine Gefühlswelt ist schwer zu beschreiben"

Aufmacherbild
 

Mehr als gelungen ist die Olympia-Generalprobe der Snowboarder im "Extreme Park" von Rosa Khutor.

Nach Siegen im Parallel-Riesentorlauf bejubelt Alessandro Hämmerle im Snowboardcross seinen ersten Weltcuperfolg.

Markus Schairer muss sich nur dem US-Amerikaner Alex Deibold geschlagen geben und wird toller Dritter.

Hämmerle lässt Stars hinter sich

Der Triumph des 19-jährigen Vorarlbergers ist kein Zufallsprodukt – ganz im Gegenteil.

Der Junioren-Weltmeister des Vorjahres zeigt bereits in der Qualifikation mit Rang vier auf und lässt im großen Finale nicht nur Deibold und Schairer hinter sich, sondern auch so klingende Namen wie den mehrfachen X-Games-Gewinner Nate Holland (USA), den australischen Doppelweltmeister Alex Pullin und den dreifachen Snowboardcross-Weltcupsieger Pierre Vaultier (FRA).

"Einfach nicht zu fassen"

"Meine Gefühlswelt ist im Moment schwer zu beschreiben. Es ist einfach nicht zu fassen, dass ich gewonnen habe", sucht Hämmerle nach Worten.

"Ich denke, ich bin heute verdient ganz oben gestanden. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch immer dazu."

Besonders freut den Neo-Weltcupsieger, dass er gemeinsam mit Teamkollege Schairer am Podest stehen darf.

"Habe ein Zeichen gesetzt"

In Blickrichtung Olympia gibt sich Hämmerle zuversichtlich: "Mit dem Sieg auf diesem Hang habe ich ein Zeichen gesetzt. Jetzt ist die Hoffnung natürlich groß, dass es hier auch nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen so gut hinhaut."    

Für Schairer kommt der dritte Platz nach seinem schweren Trainingssturz, bei dem er kurzfristig sogar das Bewusstsein verloren hatte, überraschend:

"Dieses Wochenende war unvorstellbar! Nach meinem Sturz im Training habe ich mir gedacht, dass ich gar nicht an den Start gehen kann."

"Den dritten Platz möchte ich im Hinblick auf Olympia im kommenden Jahr nicht überbewerten. In Vancouver habe ich die Generalprobe auch gewonnen, dann jedoch das Rennen bei den Spielen verhaut", spricht der Vorarlberger aus leidvoller Erfahrung.

Michael Hämmerle und Hanno Douschan komplettieren das ÖSV-Ergebnis mit den Plätzen 15 und 17.

ÖSV-Damen enttäuschen

Bei den Damen scheitern Susanne Moll und Maria Ramberger bereits in der Qualifikation und müssen sich mit den Rängen 25 bzw. 28 zufrieden geben.

„Richtig schade, denn eigentlich gefällt es mir sehr gut hier und auch der Kurs liegt mir", ist Ramberger nach zwei Stürzen enttäuscht.

Der Sieg geht überraschend an die erst 17-jährige Michaela Moioli. Die Italienerin gewinnt in ihrem erst dritten Weltcuprennen vor Nelly Moenne Loccoz (FRA) und Helene Olafsen (NOR).

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen