ÖSV-Snowboarder verpatzen WM-Generalprobe

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Österreichs Snowboarder sind beim letzten Weltcup vor der WM ohne Podestplatz geblieben und haben die Generalprobe damit verpatzt.

In Bad Gastein belegten Olympiasiegerin Julia Dujmovits und Claudia Riegler jeweils Platz fünf, bester ÖSV-Fahrer war Sebastian Kislinger als Sechster vor Benjamin Karl (8.).

Die Siege gingen an Zan Kosir (SLO) bzw. die Tschechin Ester Ledecka.

Nerven gezeigt

Österreichs Boarder zeigten am Freitag im letzten Kampf um Slalom-Startplätze bei der bevorstehenden Heim-WM auf dem Kreischberg bzw. im Lachtal Angrifflust aber auch Nerven.

Lukas Mathies (28.) und Anton Unterkofler (32.) scheiterten in der engen Qualifikation um die 16 Finalplätze (0,82 Sekunden) ebenso schon in der Qualifikation wie als 22. Sabine Schöffmann bei den Damen.

Die 22-jährige Kärntnerin hatte vor Weihnachten im Montafon ihren ersten Weltcupsieg gefeiert.

Dujmovits und Riegler im Viertelfinale out

Vier ÖSV-Damen und drei Herren schafften es aber ins 16er-Finale, das im Single-Run-Format ausgetragen wurde und in dem der rote Lauf zumindest oben schneller war.

Die in der Qualifikation überragende Kreiner, die zuvor auch schon den Riesentorlauf in Carezza gewonnen hatte, entschied sich in Runde eins gegen die Russin Ekaterina Tudegeschewa aber für gelb.

Beide Fahrerinnen patzten beim drittletzten Tor, Kreiner ließ ihres aus und schied damit ebenso wie Ina Meschik unerwartet schon im Achtelfinale aus. Im Viertelfinale erwischte es dann auch noch Dujmovits und Riegler.

Board gebrochen

"Ich habe gemerkt, dass ich hinten bin und wollte unten nochmals Gas geben. Genau da ist dann der Fehler passiert, ganz blöd", sagte Kreiner.

Dass sie die WM-Generalprobe verpatzt hatte, nahm die Steirerin gelassen. "Ich habe in der Quali mit fast einer Sekunde Vorsprung bewiesen, dass sehr viel in mir steckt."

Auch Dujmovits, die hier im Vorjahr als Zweite das Olympia-Ticket für Sotschi gelöst und danach dort Gold geholt hatte, nahm das Aus gefasst hin: "Der gelbe Kurs war vom Start weg langsamer. Ich bin trotzdem gut gefahren heute, musste aber das Board wechseln, weil eines in der Quali gebrochen ist." Schöffmann hoffte nach verpatzter Generalprobe auf eine gute WM-Aufführung. "Wäre super, wenn es so kommt."

Für Karl hat es sich ausgebusselt

Eng ging es bei den Herren her. Nur 84 Hundertstel hatte der Quali-16. Rückstand auf den Schnellsten. Sowohl Mathies ("Ich muss das jetzt vergessen und nach vorne schauen") als auch der an der Hand verletzte Unterkofler ("Das hat mich aber nicht behindert") blieben da schon auf der Strecke.

Karl kämpfte in Runde eins den für Russland fahrenden Doppel-Olympiasieger Vic Wild nieder, verlor im Viertelfinale aber gegen den Deutschen Patrick Bussler, der zuvor auch Prommegger eliminiert hatte. Kislinger verlor gegen Kosir.

"Ich bin gegen den späteren Sieger ausgeschieden, da braucht man sich nicht genieren", sagte der Steirer. GS-Titelverteidiger Karl ("Meine Quali war beschissen") ist dennoch überzeugt, nun auch im Slalom bei der WM dabei zu sein. "Als Bester im Montafon und Zweitbester hier sollte es passen."

Unter den Möglichkeiten geblieben

Der sportliche Leiter Christian Galler wollte die WM-Szenarien danach mit dem Präsidium besprechen. Zufrieden war der Steirer mit dem Gastein-Ergebnis nicht. "Die Mannschaft kann mehr, der Sieg ging heute über den roten Kurs." Die verpatzte Generalprobe nahm Galler als Ansporn. "Dafür werden wir bei der WM attackieren."

Die Gastein-Siege gingen an Ledecka bzw. Kosir. Die 19-jährige, tschechische Multi-Wintersportlerin Ledecka setzte sich im Finale 0,62 Sekunden vor Vorjahres- und Olympiasiegerin Patricia Kummer (SUI) durch.

Kosir kämpfte den Italiener Christoph Mick um 0,23 Sekunden nieder. Für beide war es jeweils der zweite Weltcupsieg. Am Samstag (13.00 Uhr) steht in Gastein noch ein Parallel-Team-Bewerb auf dem Programm.

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