ÖSV-Boarder wollen bei WM fünf Medaillen

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Stoneham - nicht ganz zwei Monate vor den Weltmeisterschaften in Kanada (17. bis 27. Jänner) ist der WM-Austragungsort das Zauberwort im Lager der österreichischen Snowboarder.

Zwei Jahre nach den - für die Parallelfahrer - ertragreichen Titelkämpfen in La Molina (2 Mal Gold, 1 Mal Silber, 2 Mal Bronze) sind die ÖSV-Athleten um den dreifachen Weltmeister Benjamin Karl wieder voll auf Erfolg eingestellt.

"Wunschziel sind fünf Medaillen", sagte Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV.

Knöchelverletzung bremst Karl

Die Zeit zwischen dem ersten Parallel-Weltcuprennen am 21. Dezember in Carezza (Italien) und der WM ist denkbar kurz, die Nominierungen für das Trainerteam umso schwieriger.

Darüber keine Gedanken muss sich freilich Karl machen, der als Titelverteidiger gesetzt ist.

"Ich will zumindest einen Titel verteidigen", erklärte der Niederösterreicher bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien.

An der Vorbereitung in Neuseeland nahm Karl aufgrund einer bei einem Motorradunfall im Sommer erlittenen Knöchelverletzung nicht teil, "die Form wird aber von Woche zu Woche besser", sagte der 27-Jährige.

Drei Ziele im Visier

In der Vorsaison wurde Karl im Parallel-Gesamtweltcup von seinem Teamkollegen Andreas Prommegger entthront, zwischen die beiden schob sich noch der Südtiroler Roland Fischnaller.

Das ÖSV-interne Duell dürfte in den kommenden Monaten seine Fortsetzung finden.

"Dass ich zuschlagen konnte, war für mein Selbstvertrauen wichtig", meinte Prommegger, der sich nicht nur auf die beiden Heimrennen in Bad Gastein (11. und 12. Jänner), sondern vor allem die WM freut.

"Der Hang in Stoneham ist schwierig und liegt mir", sagte der 32-jährige Salzburger, der im Weltcup zumindest eine der drei Trophäen holen will.

Als Neuerung werden 2012/13 nicht nur für die Parallel-Gesamtwertung, sondern auch für Slalom und Riesentorlauf Kugeln vergeben.

Bereit für den Gesamt-Weltcup

Bei den Damen ruhen die Hoffnungen auf Julia Dujmovits und Marion Kreiner.

In der Vorsaison musste sich Dujmovits im Gesamtweltcup Amelie Kober (GER) und Patrizia Kummer (SUI) geschlagen geben, nun soll erstmals der große Wurf gelingen.

"Ich bin körperlich so fit wie noch nie und will den Gesamtweltcup", lautete die Ansage der Burgenländerin, die aber auch ihre erstes WM-Edelmetall im Visier hat.

Auch Kreiner, die zuletzt von einer Wadenbeinverletzung gehandicapt war, will nicht zuletzt dank einer "sensationellen Vorbereitung in Neuseeland" bei der WM "zuschlagen".

Schairer "will wieder Gold"

Im Boardercross gilt vor allem Markus Schairer als WM-Medaillenkandidat, der Vorarlberger ging in La Molina zwar leer aus, holte zwei Jahre davor aber Gold in Gangwon (KOR).

"Ich will wieder Gold", sagte Schairer, der am 6./7./8. Dezember mit den Rennen im heimatlichen Montafon in die Saison startet.

Dort und eine Woche später in Telluride (USA) werden erstmals im Weltcup auch Cross-Teambewerbe über die Bühne gehen.

Auf Freestyler wartet "hartes Stück Arbeit"

Im Lager der Freestyler ließ der 20-jährige Niederösterreicher Clemens Schattschneider Anfang November beim einzigen Big-Air-Weltcupbewerb in Antwerpen bereits mit Platz zwei aufhorchen.

Sein Blick ist bereits auf Olympia 2014 in Sotschi gerichtet, die Qualifikation im Slopestyle steht an.

Weil die gesamte Weltelite beim Großereignis vertreten sein will, werden da auch jene Fahrer, die ansonsten mit den FIS-Bewerben nichts am Hut haben, zu Konkurrenten. Das sieht auch Michael Macho so.

"Das wird ein hartes Stück Arbeit", erklärte der Tiroler, der in Antwerpen 14. wurde.

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