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ÖSV-Boarder starten mit Podestplätzen in die Saison

Ohne Sieg, aber mit zwei dritten Plätzen sind am Donnerstag Österreichs Parallelfahrer in den Snowboard-Weltcup 2011/12 gestartet.

Beim Slalom-Hallenbewerb im niederländischen Landgraaf fuhren Andreas Prommegger bei den Herren und Marion Kreiner bei den Damen als jeweils Dritte auf das Podest, während sich Benjamin Karl mit Platz fünf begnügen musste.

Fahrfehler kostet Siegchance

Die Qualifikations-Schnellste Kreiner wurde in der Auftaktrunde von ihrer Teamkollegin Sabine Schöffmann voll gefordert, setzte sich am Ende jedoch mit einem Vorsprung von 21 Hundertstel durch.

Im ersten Semifinal-Run gegen ihre "ewige Rivalin" Tudegesheva holte die Grazerin ein Guthaben von 0,33 Sekunden heraus. Mit einem Fahrfehler im zweiten Lauf büßte Kreiner jedoch wertvolle Zeit ein und verpasste letztlich um 0,27 Sekunden den Finaleinzug.

"Das wird sofort bestraft"

"Ich war heute super drauf, aber gegen Tudegesheva darfst du dir nicht den geringsten Fehler erlauben. Das wird sofort bestraft", kommentierte die Steirerin.

"Ich bin mit meiner Vorstellung dennoch zufrieden. Ich bin gut auf dem Brett gestanden und auch der Speed hat gepasst. Ein Podium zum Start ist immer gut für das Selbstvertrauen", zog Kreiner zufrieden Bilanz.

Der Sieg ging an die Schweizerin Fränzi Mägert-Kohli, die im zweiten Final-Heat von einem Sturz Tudegeshevas profitierte.            

Dujmovits zweitbeste Österreicherin

Julia Dujmovits holte mit Platz sieben ihr bestes Landgraaf-Resultat. Claudia Riegler (15.) und Sabine Schöffmann (16.) scheiterten nach überstandener Qualifikation in der Auftaktrunde.

Ina Meschik (23.) und Heidi Neururer (Sturz) blieben in der Ausscheidung auf der Strecke.        

Karl scheitert vorzeitig

Bei den Herren ist für Top-Favorit Benjamin Karl bereits im Viertelfinale Schluss. Im Duell mit dem Italiener Meinhard Erlacher fehlte am Ende nur eine Zehntel Sekunde.

Damit scheitert Karls ehrgeiziges Vorhaben, alle Saisonrennen zu gewinnen, bereits beim ersten Rennen.

"Er ist im zweiten Lauf gegen Erlacher auf der Backside hängengeblieben, und solche Fehler verzeiht der flache Hang in Landgraaf einfach nicht", erklärte ÖSV-Headcoach Weninger.

"Total happy"

Für Karl sprang Andreas Prommegger ein, der sich Rang drei sicherte.

"Ich bin total happy mit dem dritten Platz. Ich habe hier im Vorjahr zwar gewonnen, aber man darf nicht vergessen, dass ich mich davor sieben Mal nicht einmal qualifiziert habe", erinnerte der Salzburger.

"Im Training hat man schon gesehen, dass die Italiener extrem schnell sind. Ich bin sehr glücklich, dass ich mit einem Podiumsplatz in die Saison gestartet bin", freute sich Prommegger, der einen Dreifachsieg der stark fahrenden Italiener durch Fischnaller, Aaron March und Erlacher vereitelte. 

Bestes Ergebnis Italiens

Für Italien war es das beste Ergebnis der Weltcup-Geschichte. "Ich muss die Mannschaft loben, denn wir haben heute eine brutal starke Leistung gezeigt", freute sich Sieger Fischnaller.

"Das ist ein Zeichen dafür, dass wir in der Mannschaft ein gutes Klima haben und gut zusammenarbeiten. Hoffentlich geht das die Saison so weiter.“

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