"Sportliche Bewerbe auf Weltklasse-Niveau"

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Am Kreischberg wurde Geschichte geschrieben.

Der Ort in der Steiermark durfte die erste Doppel-WM der Ski Freestyler und Snowboarder austragen.

"Wir haben sportliche Bewerbe auf absolutem Weltklasse-Niveau erlebt. Ein großes Ziel von uns war es, dass wir beeindruckenden Sport liefern. Das ist uns auf jeden Fall gelungen, darauf sind wir stolz", zog Hello Haas, der Chef des Organisationskomitees, eine positive Bilanz.

Insgesamt 50.000 Besucher fanden den Weg zu den 24 Medaillen-Entscheidungen und den diversen Rahmen-Veranstaltungen.

Trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen bereiteten die Organisatoren am Kreischberg und im Lachtal den Athleten nahezu perfekte Bedingungen. Das Ergebnis waren spannende Bewerbe mit teils spektakulären Leistungen.

Mit sechs Medaillen – je zweimal Mal Gold, Silber und Bronze – konnten auch die heimischen Athleten den Erwartungen gerecht werden.

LAOLA1 blickt noch einmal auf die wichtigsten Ereignisse aus rot-weiß-roter Sicht zurück:


Schock um Schairer

Die WM begann für den ÖSV alles andere als optimal. Im Snowboard-Cross musste Mitfavorit Markus Schairer wegen einer in der Qualifikation erlittenen Knöchelverletzung für das Finale passen. Für den Vorarlberger sprang der junge Alessandro Hämmerle in die Bresche und fuhr mit Platz fünf nur knapp an den Medaillen vorbei. 

Silber trotz Handicap

Der Verletzungsteufel schlug auch bei Slopestylerin Anna Gasser zu. Die 23-Jährige musste kurz vor der WM noch unters Messer, nachdem sie sich bei einem Sturz im Training einen Knochen im Handgelenk verschoben hatte. „Ich war so aufgeregt, da habe ich es einfach vergessen und die Zähne zusammengebissen“, sagte die Kärntnerin gegenüber LAOLA1 nach dem Finale, in dem sie sich mit ihrem letzten Run die Silbermedaille sicherte und Österreich damit das erste Edelmetall bescherte.

 

Glücklicher Vierter

Der undankbarste Platz bei Weltmeisterschaften ist ohne Zweifel der vierte. Viktor Moosmann verpasste das Podest im Slopestyle-Finale gerade einmal um 1,2 Punkte - freute sich aber dennoch über die „Blecherne“. „Dass es so knapp war, ist mir ganz egal. Ich habe mein Bestes gegeben und es hat für den vierten Platz gereicht“, sagte der 19-Jährige, dessen Einzug in das Finale eigentlich schon eine Überraschung war. Weniger gut lief es hingegen für Luca Tribondeau. Der Mitfavorit war nach Rang sieben naturgemäß unzufrieden.

 

Die Medaillenbank

Bandscheibenvorfall – so lautete die Diagnose nur wenige Tage vor den wohl wichtigsten Rennen der Saison. Benjamin Karl stand trotzdem am Start und holte mit seiner Bronze-Medaille die Kohlen für die Herren aus dem Feuer. Nach dem Achtelfinal-Aus im Slalom fuhr der Niederösterreicher im Riesentorlauf mit etwas Wut im Bauch auf Platz drei und sicherte sich damit sein siebentes Edelmetall bei Großereignissen in Folge.

 

Die Spätzünderin

Sie war die Überraschung der WM. Claudia Riegler feierte im Parallel-Riesentorlauf den größten Erfolg ihrer Karriere und krönte sich im zarten Alter von 41 Jahren zur Weltmeisterin. Dabei schaltete sie auf dem Weg zum Titel unter anderem Olympia-Siegerin Julia Dujmovits aus. "Heute ist einfach alles aufgegangen", sagte Riegler im LAOLA1-Interview. Ans Aufhören denkt die Goldmedaillen-Gewinnerin trotz des Triumphes noch nicht: „Das Alter ist für mich nur eine Zahl. Ich bin voll fit und fühle mich gut“.

 

Dem Druck standgehalten

„Es kommt einem teilweise vor wie ein Europacup-Rennen.“ Julia Dujmovits versteht es wie kaum eine andere, sich auf Großereignisse vorzubereiten und den Druck völlig auszublenden. Auch im Lachtal konnte die Olympiasiegerin von Sotschi ihre Stärken perfekt ausspielen und sicherte sich somit die Silbermedaille im Parallel-Slalom. Die Burgenländerin holte damit beim dritten Großereignis in Folge eine Medaille. Dem Druck ebenfalls Stand gehalten hat Marion Kreiner, die hinter ihrer Teamkollegen Dritte wurde. „In der Heimat zu fahren und eine Medaille zu holen, ist ein Sieg. Eine Medaille daheim ist einfach schön“, sagte die Steirerin, die mit Bronze - nach Gold 2009 und Silber 2007 - den WM-Medaillensatz komplettierte.

 

Gold im Foto-Finish

Zum Abschluss der WM durfte Österreich noch einmal über Gold jubeln. Skicrosserin Andrea Limbacher gewann den letzten Bewerb am Kreischberg hauchdünn – erst das Foto-Finish bestätigte die 25-Jährige als Siegerin. Die Freude über den Erfolg wurde jedoch durch den schweren Sturz von Thomas Zangerl getrübt. Der Tiroler zog sich im Halbfinale einen Bruch im Lendenwirbelbereich zu, ist aber auf dem Weg der Besserung.

 

Daniela Kulovits

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