Die ersten Gold-Medaillen eingeheimst

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Elisabeth Gram und Marco Schwarz haben für die ersten Goldmedaillen für Österreich am zweiten Wettkampftag der 1. Olympischen Weltjugendspiele in Innsbruck gesorgt.

Die 15-jährige Tirolerin gewann am Sonntag den Ski-Freestyle-Halfpipe-Bewerb im Kühtai und der Kärntner Marco Schwarz die alpine Superkombination am Patscherkofel in Innsbruck.

Die übrigen österreichischen Starter blieben ohne Medaillen.

Mit der Wut im Bauch zu Gold

Nach seinem Ausfall im Super-G am Samstag ging Schwarz mit der sprichwörtlichen Wut im Bauch in die Superkombination.

Da führte der 16-Jährige bereits nach dem Super-G und brachte seinen Vorsprung von 1:17 Sekunden klar ins Ziel.

"Ich war im Slalom ganz locker, mir ist dann alles aufgegangen", jubelte Schwarz mit seinen Eltern im Ziel. "Nach dem ärgerlichen Ausfall ist die Goldmedaille eine große Genugtuung für mich."

Noch nicht genug

Schwarz ist bei den Weltjugendspielen auf den Geschmack gekommen und will noch mehr: "Jetzt kommen erst meine Disziplinen. Am besten liegt mir der Slalom. Da will ich noch einmal eine Medaille."

Schwarz siegte 0,67 Sekunden vor dem Slowenen Miha Hrobat und dem Schweizer Sandro Simonet (+1,00). Der Vorarlberger Mathias Graf beendete die Super-Kombi auf Platz sieben.

Pech mit den Hundertsteln

Bei den Mädchen haderte Martina Rettenwender mit den Hundertsteln.

Die Nichte des ehemaligen Speed-Spezialisten Michael Walchhofer belegte wie schon einen Tag zuvor im Super-G den fünften Platz, auch diesmal fehlten ihr nur vier Hundertstel auf die Bronzemedaille.

Christina Ager, die am Samstag in der Super-G-Spezialwertung noch Bronze geholt hatte, schied nach einem Fehler bei einem Sprung schon am Vormittag im Super-G aus.

Zweite Medaille für Alphand

Der Sieg ging an die Schwedin Magdalena Fjällström in 1:40,82 Minuten. Die Französin Estelle Alphand wurde Zweite (+ 0,59).

Für die Tochter des ehemaligen Weltcupsiegers Luc Alphand war es bereits die zweite Medaille nach Gold im Super-G am Samstag. Dritte wurde die Niederländerin Adriana Jelinkova (+ 1,39).

Mit Schmerzen am Start

Schon zuvor hatte Elisabeth Gram für Jubel im österreichischen Team gesorgt. Die 15-jährige Tirolerin gewann im Kühtai den Freestyle-Halfpipe-Bewerb, nachdem sie schon die Qualifikation am Vortag dominiert hatte.

Gram musste die Zähne zusammenbeißen, da sie nach einem Sturz mit Hüftschmerzen an den Start ging.

"Da war ich dann schon nervös, aber auch locker", gestand sie im Ziel und konnte ihren Erfolg vorerst gar nicht realisieren, "es ist aber megacool."

Gold bei Premiere

Mehr als der Wettkampf schlauchte Gram, die von hundert Fans aus ihrer Heimatgemeinde Fließ, darunter die Eltern und vier Geschwister, angefeuert wurde, der anschließende Interviewmarathon. "Völlig ungewohnt", gestand die Goldene.

"Jetzt freue ich mich nur auf eine kleine Feier mit der Familie." Gram schaffte eine Premiere: Erstmals war Ski-Freestyle in der Halfpipe eine olympische Disziplin.

Nordische gehen leer aus

Keine Medaille für Österreich gab es hingegen bei den nordischen Bewerben im tief verschneiten Seefeld.

Julia Reisinger wurde im Biathlon-Sprint nach einem Schießfehler Siebente, bei den Burschen lief Michael Pfeffer auf Rang zehn, Thorsten Bischof belegte Platz 28.

Der Nordische Kombinierer Paul Gerstgraser, der bei der Eröffnung die YOG-Feuerschale entzündet hatte, kam nicht über Rang acht hinaus.

Rodler zurück

Auch in der ersten Entscheidung im heimischen Eiskanal in Igls blieben die Lokalmatadoren ohne Edelmetall.

Armin Frauscher fiel nach dem fünften Rang im ersten Lauf noch auf Platz neun zurück. Sein Teamkollege David Gleirscher wurde 17. unter 25 Startern.

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